Stadtparktreppe in Not

An jedem Tag führt ihn sein Weg über die Stadtparktreppe und jeden Tag aufs Neue ärgert sich Dominik Kordon darüber, dass eine Sanierung bislang nicht in Sicht ist.
An jedem Tag führt ihn sein Weg über die Treppe zum Stadtpark. Jedes Mal ärgert sich Dominik Kordon, dass sich hier nichts tut. „Schon im Jahr 2007 wurde der Sanierungsbedarf festgestellt. Seit Mai 2011 ist ein Großteil der Treppe gesperrt. Doch die Stadt hat die Sanierung immer nur versprochen und tut nichts“, kritisiert der besorgte Anwohner, der auch stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Erfurt ist.

Dabei, sagt er, ist diese Treppe ein Aushängeschild für Anreisende am Hauptbahnhof und künftigen ICE-Knoten. Viele Erfurter nutzen sie auf ihren Wegen. „Aus meiner Sicht besteht die Gefahr, dass durch ein weiteres Verschleppen der Sanierung die Kosten einer Erneuerung deutlich steigen. Jedes Jahr der Untätigkeit kann zu weiteren Schäden führen“, fürchtet Kordon um die historische Substanz der denkmalgeschützten Parkanlage. Er erinnert an Wahlversprechen, die den baldigen Baustart ankündigten. Doch immer wieder wurde die Angelegenheit verschoben. Im Haushalt der Stadt scheine die Treppe keine Rolle zu spielen.

„Eine Sanierung ist wirklich dringend notwendig“, bestätigt Wolfgang Schwarz, Leiter des Garten- und Friedhofsamtes, in dessen Zuständigkeitsbereich die 1909 / 1910 errichtete Treppe fällt. Die Brüstung ist zu sichern, Stützmauern und Treppe samt Unterbau sind marode, die Brunnen­anlage gehört saniert.

Der Zustand der Treppe, so hatte sich bei der Bauwerksprüfung herausgestellt, ist schlechter als gedacht. „Und die Zeit und der Frost machen das Ganze nicht besser. Mit jedem Jahr des Wartens werden die Schäden ­größer und die Kosten höher“, fügt Schwarz hinzu. „Hoffen wir, dass wir  die ­Treppe nicht ganz sperren müssen“, sagt er und drückt die Daumen, dass der Stadtrat positiv entscheidet. „Wir stehen Gewehr bei Fuß. Wenn das Projekt im neuen Haushalt berücksichtigt wird, dann können wir sofort loslegen. Aber wir wissen ja alle um die angespannte Finanzlage. Letztendlich entscheidet der  Stadtrat.“ ­Dominik Kordon hofft ebenso auf ein baldiges gutes Ende. Die Treppe, so sagt er, sei ein richtiger kleiner Schatz. Und den gelte es zu bewahren. „Wir bleiben auf jeden Fall dran.“
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