Vergangenheit, unsere Vergangenheit?

Rückansicht meiner ehemaligen Schule. Da war mal der Schulhof.
 
Die Stasi-Unterlagen-Behörde- Früher Gauck- Behörde
Erfurt: Petersberg | Ich möchte heute einThema ansprechen, welches jeden unterschiedlich berührt.
Es ist die Zeit, als noch das DDR-Regime, als Deutsche Demokratische Rebuplick, die Macht über das Volk hatte.
Wir waren als Volk hinter der Mauer eingesperrt und unter dem Terror der Stasi leiden viele DDR-Opfer bis heute noch.
Aber es muss aufgearbeitet werden von dem deutschen Volk, auch wenn wir uns damit schwer tun. Auch die diktatur Hitlers wurde und wird nur zögerlich aufgearbeiet, was so typisch für uns Deutsche ist.
So sehen nur die Hälfte der deutschen Schüler, das das Dritte Reich ebenfalls als eine Diktatur war an und mehr als ein Drittel von ihnen erkennt die DDR als Zwangsstaat an. Das ist doch ein Phänomen, oder?.

Um dies zu ändern und ist es notwendig eine Aufklärung der Geschichte zu bringen und offen darüber zu diskutieren.

Ich war mit einer Gruppe auf dem Petersberg im Gebäude der Stasi-Ungterlagen-Behörde -BStU-, welches Aufklärt mit seinem Archiv zur Einsichtnahme an Aktenansichten. Es gibt eine kleine Ausstellung und ist eine Außenstelle des ehemaligen Bezirkes Erfurt, der DDR. Wir haben auch ein Video gesehen.

Zu Zwecken von Bildungsangeboten für Studenten, sowie eigene Recherchen, kann man einen Antrag stellen, um eine Aktenansicht, falls vorhanden, zu bekommen, bzw zu fordern. Die Bearbeitungszeit zur Karteinummer beträgt ca. 12 Wochen und dann bekommt man eine Nachricht, ob man erfasst wurde. Weiter Auskünfte bei Bestätigung einer Akte, kann heute bis zu zweieinhalb Jahre dauern.

Da ja die Stasi, Akten vernichtet hat und noch mehr wollte, ist noch nicht immer alles gesichtet und so kann man auch später noch einmal einen neuen Versuch starten. Es liegen immer noch Säcke mit vernichteten Akten in Form von Schnitzeln vor, die erst durch modernste Technik gesichtet und gesichert werden kann.

Die Anträge werden nach Dringlichkeit bearbeitet, so spielt das Alter eine Rolle, oder zur Rheabilität, der Opfer, aber auch Klärungen zu Rentenfragen.
Ganz wichtig ist die Überprüfung von höheren Angestellten in großen Firmen. Noch wichtiger ist, dass alle Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst überprüft werden. Das betrifft natürlich nicht die jüngere Generation, die damit nichts mehr zu tun hatte.


Ich habe das Gebäude seit meiner Schulzeit nie wieder betreten gehabt und für mich war es interessant zu erfahren, wie es Innen aussah, denn ich hatte ja noch meine Erinnerungen daran, wie es mal aussah.
Ich bin 1968 ausgeschult und der historische Wertegang des Gebäudes welches sich, "untere Kaserne" nennt, weil es eine war zur napolionischen Zeit, hat schon bestimmt viel gesehen.

Errichtet wurde es 1681-97 und war bis 1964 in ständiger millitärischer Nutzung. Ich kann mich noch erinnern, dass in den Fünfzigern die Polizei oben war. Ich ging damals in die Gutenbergschule, die geteilt war, in Oberschule 7 und Oberschule 14. Dann wurde die Oberschule 14 ausquartiert und in das Gebäude der Kaserne verlegt. Bis 1984 war also das Gebäude eine Schule. Die Stasi hatte aber schon damals etliches auf den Petersberg stationiert. So konnten wir den Fuhrpark von oben teiweise einsehen.
In der Andreasstraße war der Hauptsitz der Stasi, mit seiner U-Haft. Danach wurde dann das Gebäude ab 1984 von der Stasi ganz genutzt und die Schule musste umziehen. Das Gebäude war dann mit Mauern hermetisch abgeriegelt. Wenn ich schon mal hoch zur ehemaligen Schule ging, tat es mir weh zu sehen, wie das Gebäude durch eine Mauern abgesichert wurde.
Gegenüber stand ein Gebäude, welches die Großküche von Erfurt zur damaligen Zeit war.
Nach der Wende kam dann die neue Nutzung durch die Gauckbehörde, bis hin heute als Gebäude BStU genutzt zu werden.

Eigentlich wollte ich nicht wissen, ob ich auch in den Fängen der Stasi mit einer Akte drin war. Zumal ein "netter" Mann mich damals "werben" wolle. Ich kenne heute noch seinen Namen. Es war ein Herr Binder und ich hatte Angst davor, was auf mich zukommen sollte. Ob der Name echt war weiß ich nicht. Das war im Jahr 1988 und ihr glaubt gar nicht wie froh ich war, dass das mit der Wende sich änderte, denn es war nicht immer leicht in diesem Staat, DDR.
Aber dieses persönliche Kapitel gehört nicht hier her.

Ich empfehle jeden, der auch einmal in den Fängen der Regiems war sich zu informieren. Die Mitarbeiter sind nett und geben gern Auskunft. Man kann einen Termin vereinbaren solo, aber auch als Gruppe oder Familie.

Die Jugend solle auch erfahren, wie man uns unter Druck gesetzt hat und was das für Folgen hatte.

Überhaupt, sollte die Geschichte der Deutschen vor den beiden Weltkriegen und die DDR- Zeit intensiver aufgearbeitet werden und die Wahrheit muss ans Licht. Übrignes die DDR-Geschichte wird in der heutigen Zeit nur ganz kurz durchgenomen, ich glaube es war ein halbes Jahr oder weniger.

Irgendwie kommt mir das bekannt vor, aus meiner Schulzeit.



Wer sich interessiert, kann unter der Telefonnummer 0361 5519-0 anfragen.

Die Zeiten sind versetzt,e nach Situation und unter www.bstu.bund.de, einzusehen.
http://www.bstu.bund.de/DE/Home/home_node.html

Anfragen kann man nur persönlich stellen, geht aber auch über und für Dritte.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
5 Kommentare
3.886
Lydia Schubert aus Nordhausen | 21.10.2012 | 22:45  
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 22.10.2012 | 05:45  
3.760
Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 23.10.2012 | 08:24  
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 23.10.2012 | 17:51  
13.453
Uwe Zerbst aus Gotha | 25.10.2012 | 19:01  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige