Weltweite Krise und alternative Verkehrspolitik - Vortrag und Diskussion mit Winfried Wolf

Wann? 05.11.2013 19:00 Uhr

Wo? Café Nerly, Marktstraße 6, 99084 Erfurt DE
Erfurt: Café Nerly |

Plädoyer für eine Stadt für Menschen - nicht für Autos und Beton



im Podium mit Prof. Dr. Matthias Gather (Verkehrspolitik und Raumplanung, FH Erfurt), Moderation Radio F.R.E.I. (angefragt)

Eine Veranstaltung von: VCD (Verkehrsclub Deutschland), attac Erfurt, BUND/ Jugend- Bündnis 90 die Grünen, AG fahrscheinfreier ÖPNV (die Linke)

Eintritt frei


Seit dem Jahr 2008 erleben wir in großen Teilen der Weltwirtschaft eine Krise, die eine besondere Ausprägung im Verkehrssektor hat. Stichworte hierzu: "peak oil", Klimaerwärmung nicht zuletzt durch verkehrsbedingte CO -Emissionen; Zerfall der ehemals 2 größten Autostadt der Welt - Detroit; Bürgerbewegungen gegen große Infrastrukturprojekte wie neue Startbahn beim Rhein-Man-Airport oder "Stuttgart 21".
Die bisherige Bundesregierung reagierte darauf ähnlich wie die Regierungen in
Washington, Peking oder Paris, nämlich grundlegend falsch: Es gab Subventionen in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar und Euro für die Autoindustrie, für den Flugzeugbau, für Airlines und für den Straßenbau. Und im Vorfeld der neuen Regierungsbildung in Berlin wird bekannt: Kanzlerin Angela Merkel setzt sich in Brüssel vehement dagegen ein, dass die Abgaswerte für Oberklasse-Pkw verschärft werden. Offensichtlich tut sie dies als Ergebnis
einer 690.000 Euro Spende durch die BMW-Großaktionärsfamilie Quandt/Klatten.
Damit aber wird ein Transport- und Mobilitätsmodell buchstäblich betoniert, das mit zur aktuellen Krise der weltweiten Ökonomie beitrug; ein Modell, das einen maßgeblichen Anteil an der Umweltzerstörung und der Klimaveränderung hat.

Winfried Wolf, Verfasser mehrerer Bücher zum Verkehrssektor, plädiert für eine Politik der Verkehrswende - und für ein Investitionsprogramm in den folgenden Bereichen:
- für den Ausbau der Schiene hin zu einer Flächenbahn - in ganz Europa, konkretisiert für Deutschland
- für eine Politik der kurzen Wege in den Regionen und in den Städten zur Einsparung von Transporten und Verkehr
- für die Stärkung der nicht motorisierten Verkehrsarten zu Fuß Gehen und Rad Fahren
- für die Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel mit Zielsetzung „Nulltarif“ oder
"fahrscheinloser ÖPNV“
- für die Unterstützung insbesondere der Länder und Kommunen in diesen Bereichen.

Damit würde eine nachhaltige Verkehrspolitik eingeleitet. Damit könnten mehr als zwei Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Damit würde zukunftsgerichtet agiert.
Winfried Wolf, ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac und Chefredakteur der Zeitschrift „Lunapark21 - Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie“. Er war in den Jahren 1994 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages (PDS) und dort Mitglied im Verkehrsausschuss.
Jüngste Veröffentlichungen zum Thema: "Verkehr. Umwelt. Klima - Die Globalisierung des Tempowahns" (Wien 2007 und 2009) und "Empört Euch weiter - neue Argumente gegen Stuttgart 21" (Köln 2013).

Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige