Wer regiert die Welt?

Nun habe ich es doch geschafft, mit Herrn M. über Gott und die Welt zu reden. Er ist auch nicht mehr im Wachzimmer, sondern hellwach. Obige Überschrift gehört zu einem Buch von Ian Morris und trägt den Untertitel „Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden.“ Es erschien 2012 im Campus-Verlag Frankfurt/Main + New York. Der Historiker Ian Morris ist Brite. Er unterrichtet an der University of Chicago und in Stanford.
Kapitel 6 „Verfall und Untergang“ beschäftigt sich mit Gesellschaftsentwicklungen. Wichtige Punkte sollen neben dem Machtpotential die Energie und Wärme, Öl, Gas und Rohstoffe sein. Weitere Faktoren sind die Atom- und Militärressourcen. Hier hat der Westen eindeutig eine Vormachtstellung. Die Frage ist: „Wie wird mit dem Ungleichgewicht in den Gesellschaften umgegangen?“
Kapitel 12 Untertitel: „Bis jetzt, dann auf dem Friedhof der Geschichte.“ Mit dem Atom-bombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki begann das Atomzeitalter. Im Kalten Krieg wurde damit gedroht, aber auch ein Gleichgewicht gehalten. Trotz Einsatz von Napalm und Atomwaffen erlitten die USA im Vietnam-Krieg eine demütigende Niederlage. Danach wurde der USA der Nahe Osten wichtig, weil sie an den Ölfeldern interessiert waren.
Ab 1991 gab es beständig Kriege. Die Gründe waren keinesfalls die behaupteten humanitären Einsätze. Es ging um Vormachtstellung. Aber auch die Wirtschaftsziele änderten sich, z.B. zwischen 1992 und 2007 stiegen die chinesischen Exporte um das 12-fache, die Exporte der USA dagegen waren rückläufig. Unter Einbeziehung der Entwicklung aller Fakten in der Wirtschaft, im Sozialem und Militärischem kommt Professor Morris zu der Erkenntnis, dass die Vorherschaft des Westens 2013 enden wird.
Die Eugenik erlaubt es, Designer-Menschen zu schaffen. Das kann gefährlich werden.
Äußert schwierig sieht es auch aus z.B. in der Umweltpolitik, in der Entwicklung der Dauerkriege (wirtschaftlich und machtpolitisch), bei Finanzkrisen und sozialen Schieflagen. Der derzeitige Abfluss von Macht von West nach Ost kann bedeuten, dass die aktuelle Vorherrschaft der USA 2020 enden wird (Seite 572). Gesellschaftliche Kipppunkte sind: Ständige nukleare, biologische und terroristische Bedrohungen, Klimawandel durch Umweltzerstörung, das Risiko der Kriegs- und Sicherheitssysteme. Die Kräfte der wissenschaftlichen Fortentwicklung sind aufgebraucht (S. 573). Wichtige staatliche Entwicklungspunkte werden abrupt irreversibel verändert. Hunger und Wassermangel führen zu hohen Sterblichkeiten. Uns erwartet eine Weltendämmerung um das Jahr 2045 (S. 587). Das wäre 100 Jahre nach meiner Geburt und den Ereignissen in Hiroshima und Nagasaki. Interessanter Weise kommen Friedensforscher an deutschen Universitäten zu ähnlichen Prognosen; allerdings setzen sie die Weltendämmerung schon für 2025 an. Was uns auch immer erwartet, es besteht noch die Möglichkeit der Veränderung, aber dazu bedarf es den Willen der Menschheit. Wie wird es kommen?
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