„50 Plus“ holt auf - Immer weniger Schulabgänger lassen die Unternehmen umdenken

Erfurt: Freund HRC | Es ist beschlossene Sache. Die Rente mit 67 kommt und wir müssen uns auf längeres Arbeiten vorbereiten. Ungeachtet der Diskussion, ob diese Aussage für alle Berufsgruppen zutreffen kann. Allein die demographische Entwicklung lässt unserer alternden Gesellschaft wenig Spielraum. Wollen wir unseren Wohlstand erhalten, benötigen wir eine Antwort auf die Frage, woher die Arbeitskräfte in Zukunft kommen sollen.

Der Zuzug qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland ist eine Möglichkeit. Dies bringt aber andere Probleme mit sich. Wir sehen es an der Diskussion über die Integration ausländischer Mitbürger. Zunächst müssen wir unseren jungen Menschen, der Generation Praktika, den Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen. Aber selbst wenn es gelingt, reicht es immer noch nicht. Wir haben einfach zu wenig junge Menschen. Bis zu 50 Prozent weniger Schulabgänger in den nächsten Jahren sind keine Seltenheit.

Deshalb rückt die Generation „50 Plus" unaufhaltsam in den Fokus der Wirtschaft. Eine Rente mit 67 ergibt nur dann Sinn, wenn die Wirtschaft bereit ist, mehr Jobs im ersten Arbeitsmarkt für Ältere zur Verfügung zu stellen. In Thüringen liegt derzeit der Anteil der 50- bis 65-Jährigen in Arbeit nur bei 23 Prozent. 50 Prozent müssen es werden. Vorbehalte sind zu hören, dass die älteren Mitarbeiter wenig Eigeninitiative und Motivation zeigen, sich nicht mehr von schlechten Eigenschaften abbringen lassen, renitent wirken oder sich von jüngeren Kollegen nichts sagen lassen wollen. Aber es hat längst ein Umdenken in zahlreichen Unternehmen eingesetzt.

Die Chancen für die Generation „50 Plus", wieder in Arbeit zu kommen, werden immer besser. Doch jeder kann und muss auch selbst etwas dafür tun. Ich möchte Ihnen in den nächsten Folgen schrittweise erläutern, wie Sie Ihre Erfolgschancen für einen Neustart erhöhen können.

Ihr Matthias S. Freund


Forsa-Umfrage in Unternehmen: Warum haben Sie bei Stellenausschreibungen so wenig ältere Menschen berücksichtigt?

• Ältere Mitarbeiter melden sich zu häufig krank (32 Prozent).

• Ältere Mitarbeiter sind zu unflexibel (31 Prozent).

• Ältere Mitarbeiter sind nicht mehr so belastbar (18 Prozent).

• Ältere bringen geringere Leistung als Jüngere (16 Prozent).
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige