Aller Anfang ist schwer - Matthias S. Freund rät, wie die ersten 100 Tage im neuen Beruf am besten gemeistert werden können

Erfurt: Freund HRC | Endlich geschafft: Der neue Arbeitsvertrag ist unterschrieben, die Aufregungen der heißen Bewerbungsphase liegen hinter Ihnen. Nun kann es im neuen Job losgehen. Doch aufgepasst: Für die allermeisten bedeutet dies zunächst, die Probezeit zu überstehen.

Obwohl die Probezeit in der Regel sechs Monate dauert, sind die ersten zwei bis drei Monate für Ihr Ansehen und Ihre weitere Perspektive in der neuen Firma ganz entscheidend. Ob Mitarbeiter oder Führungskraft - für beide gilt:
Sie können viel gewinnen, aber auch vieles falsch machen.

Mit dem neuen Job fangen Sie wieder ganz vorn an. Ihnen begegnen fremde Menschen, die betrieblichen Abläufe sind anders, alle kennen sich untereinander und wissen besser Bescheid als Sie. Das Parkett ist glatt, auf dem Sie sich bewegen. Wer gewisse Regeln nicht beachtet, kann ganz schnell hinfallen. Aller Anfang ist schwer Matthias S. Freund rät, wie die ersten 100 Tage im neuen Beruf am besten gemeistert werden können

Ein Augenblick, der Weichen stellt:
Der erste Tag im Unternehmen ist entscheidend, denn für den ersten Eindruck haben Sie nur eine Chance. Wissenschaftler beschreiben dieses Phänomen als Primacy-Effekt. Dahinter verbirgt sich die Erkenntnis, dass die erste von mehreren Eigenschaften, mit denen ein Mensch auffällt, seine gesellschaftliche Wahrnehmung prägt.

Freundlichkeit lohnt sich:
Als „der Neue" sollten Sie pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen und sich vom Pförtner bis zum Chef jedem Mitarbeiter gegenüber freundlich und respektvoll zeigen. Oftmals sind es die „unscheinbaren" Multiplikatoren, die Ihren Ruf in der Firma schnell und überall hin verbreiten. Das Stichwort heißt informelle Kommunikation.

Eine seriöse Kleidung, die sich am allgemeinen Dresscode der Firma orientiert, hilft Ihnen, Selbstsicherheit zu signalisieren. Vermeiden Sie bitte Extreme in die eine oder andere Richtung.

Die Neugier der Anderen:
Mit 100-prozentiger Sicherheit erwartet Sie die Neugier Ihrer Kollegen. Wollen die doch wissen, wer „der Neue" ist, woher er kommt und was er will. Normalerweise übernimmt diesen Part Ihr Vorgesetzter. Ungeachtet dessen sollten Sie aber überlegen, wie Sie sich Ihren neuen Kollegen vorstellen möchten.

Für den Anfang reichen dabei die wichtigsten Fakten zur Person, Ihrer Ausbildung und Ihren beruflichen Stationen. Äußern Sie Ihre Freude auf die bevorstehende Zusammenarbeit und bitten Sie um Unterstützung in der Anlaufphase.

Am Anfang gilt: Weniger ist mehr!
Beweisen Sie Sozialkompetenz: Gehen Sie mit den anderen zum Mittagessen oder zu anderen Treffpunkten wie Kaffeeküche oder Raucherecke. Besuchen Sie Ihre Kollegen an deren Arbeitsplätzen und beginnen Sie langsam mit ersten fachlichen beziehungsweise dienstlichen Gesprächen.

Hüten Sie sich vor Klatsch und Tratsch - seien Sie in dieser Beziehung sehr zurückhaltend. Viele begehen den Fehler, sich zu schnell zu offenbaren. Sie glauben, sich damit rasch viele Freunde zu machen. Doch meist ist das Gegenteil der Fall. Nicht jede Neugier der Kollegen ist Ausdruck von Wohlwollen.

Oftmals verfolgen diese nur ein Ziel - schnell herauszubekommen, ob Sie den Wortführern der Seilschaften gefährlich werden können oder sich rasch „einordnen" lassen. Es ist die Stunde der „Mikropolitiker". Mehr dazu aber in der nächsten Folge,

Ihr Matthias S. Freund
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