Alles was Recht ist (4) (Aktaufnahmen in der Öffentlichkeit)

Zimmernsupra: Ahornweg | Grundsätzlich sind Aktaufnahmen in der Öffentlichkeit nicht verboten, stellen also auch keine Straftat dar.

Maßgebend ist hier der § 118 des Ordnungswidrigkeitengesetz (OWIG) der dies regelt.
Hier wird in aller Regel die Einzelfallprüfung angewandt. Das Verhalten des Fotografen und des Models darf keinesfalls „grob ungehörig“ sein und auch nicht geeignet sein, die Allgemeinheit zu belästigen oder gar zu gefährden. (Aktaufnahmen auf der Autobahn J )
Auf jeden Fall kann man immer damit rechnen, dass irgendwelche Leute die Polizei oder das Ordnungsamt verständigen. Die Ordnungshüter entscheiden dann ob hier eine Ordnungswidrigkeit vorliegt oder nicht.

In aller Regel bleibt es bei einer mündlichen Verwarnung oder einen Platzverweis. Sind die Posen natürlich zu freizügig, wird dies bestimmt nicht toleriert.

Ob sich die „Allgemeinheit“ nun wirklich belästigt fühlt, bedarf also immer eine Einzelfallabwägung. Ein nackter Busen in der Straßenbahn wird wohl von der Allgemeinheit immer anstößig und als belästigend empfunden als ein Aktmodel in einer dunklen Seitenstraße oder Parkanlage. Hier kann man eigentlich nur an den vernünftigen Menschenverstand des Fotografen appellieren.

Sollten die Ordnungshüter das Model auffordern sich anzukleiden und die Aufnahmen einzustellen, so sollte man der Aufforderung unbedingt Folge leisten.
Widersetzt man sich der Ordnungsgewalt so kann dies mit einer Geldbuße von bis zu 1000.- € geahndet werden.

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Ordnungswidrigkeitengesetz (OWIG)
Dritter Teil - Einzelne Ordnungswidrigkeiten (§§ 111 - 131)
Zweiter Abschnitt - Verstöße gegen die öffentliche Ordnung (§§ 116 - 123)


§ 118
Belästigung der Allgemeinheit
(1) Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen.

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden, wenn die Handlung nicht nach anderen Vorschriften geahndet werden kann.
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2 Kommentare
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Andreas König aus Erfurt | 23.03.2011 | 09:49  
3.977
Thomas Twarog aus Erfurt | 25.03.2011 | 10:42  
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