Ansichtssache: Nach dem Kauf auf dem Weg zum Müll, nur über einen kleinen Umweg

Tolles Gegenbeispiel: Meine Kaffeemühle stammt aus den 70er Jahren und läuft noch immer tadellos. Offenbar ist es möglich, Geräte herzustellen, die 30/40 Jahre und länger funktionieren. Foto: Heyder
Erfurt: Mittelhausen | Auf einem Stromkasten war er abgestellt, der Kaffee-Becher mit dem abgebrochenen Henkel. Diese Thermotasse hatte nur ein kurzes Leben, das konnte man am glänzenden Außenmaterial erkennen. Nun liegt sie irgendwo im Müll. Und irgendwoanders auf der Erde macht sich jemand daran, möglichst schnell und billig eine neue zu produzieren.

Schnell verfügbar muss alles sein und möglichst wenig kosten. Und weil wir nicht mehr abwarten können, bis wir uns Dinge leisten können, kaufen wir sie auch dann, wenn sie falsche Schnäppchen sind, aber nichts taugen. Für mich ist das seit Jahren ein Ärgernis.

Besonders günstige Elektronikgeräte sind bereits beim Kauf irgendwie auf dem Weg zum Müllplatz, nur über einen kleinen Umweg eben. Und günstig sind sie auch nicht, weil sie das Geld, was man dort hineinsteckt, gar nicht als Leistung erbringen. Meine erste Spülmaschine war so ein Fall. Da war ich noch Student. Sie überlebte gerade die Garantie. Übrig blieb nur ein Metallhaufen, der neu aussah, aber wegen irgendwelcher verbauter Plastikteile nicht mehr funktionierte. Und so ging es mir auch mit dem Kühlschrank einer Einbauküche. Seither bin ich, da wo es möglich ist, auf der Suche nach Geräten, die sich einfach reparieren lassen und weiter ihren Dienst tun. Auch wenn sie nicht immer alles können.
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