Bildungswege in Deutschland – die Qual der Wahl

Das Bildungssystem in Deutschland umfasst fünf Stufen, von der Grundschule bis hin zu beruflichen Fortbildungen oder Weiterbildungen. Dazwischen liegen zahlreiche weitere Bildungsmöglichkeiten. Die passende Auswahl zu treffen, ist dabei nicht immer leicht – weder für Eltern noch für Schüler.

Bildung beginnt von klein an

Bildung beginnt schon von klein an. Bereits in der Kita lernen Jungen und Mädchen einzelne Buchstaben und Zahlen. Teils werden auch schon die ersten englischen Wörter vermittelt. Bis zur Grundschule ist der Bildungsweg von Kindern in Deutschland einheitlich. Danach steht der Wechsel zur weiterführenden Schule. Diese Entscheidung bereitet vielen Eltern erste Kopfzerbrechen: Gymnasium, Hauptschule oder Realschule? Welche ist für mein Kind die passende Einrichtung?

In Deutschland besteht eine Schulpflicht. Die Grundschule und die Realschule decken diese Pflicht ab. Im Anschluss an die Vollzeitschulpflicht – bekannt als Sekundarstufe I – kommt die sogenannte Berufsschulpflicht, die an unterschiedlichen Einrichtungen absolviert werden kann. Nun beginnt die Sekundarstufe II. Auch an diesem Punkt stehen sowohl Eltern als auch Schüler oftmals vor einem großen Problem: Wie geht es zukünftig weiter und welcher Bildungsweg sollte jetzt eingeschlagen werden?

Die Hoheit der einzelnen Bundesländer

In Deutschland herrscht ein föderalistisches System vor. Das bedeutet, Bildungssysteme sind Länderhoheit und unterscheiden sich somit von Bundesland zu Bundesland. Eins haben alle Bundesländer gemeinsam: die Vielzahl verschiedener Bildungswege. Die Meinungen über die vorhandene Vielfältigkeit gehen stark auseinander. Einerseits wird von Verdrängungswettbewerb gesprochen, andererseits von Chancenvielfalt. Die vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenzahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Den Schülern stehen viele Wege offen, die sie entsprechend ihrer Neigungen verfolgen können. Dadurch kann letztlich jeder den für sich passenden Beruf finden.

Ausbildung oder Studium?

Nach dem Schulabschluss haben Abgänger – je nach Art des Abschlusses – die Wahl zwischen einer Ausbildung oder einem Studium, bevor sie in das Berufsleben einsteigen können. Schüler sollten sich daher schon vor dem Schulabschluss darüber Gedanken machen, welcher Weg der richtige für sie sein könnte. Schließlich erfordert jeder Beruf ganz spezifische Voraussetzungen. Für den einen ist ein Studium unabdingbar, für den anderen muss eine entsprechende Berufsausbildung absolviert werden. Auch hier ist das Angebot groß: Zwischen rund 350 verschiedenen Ausbildungen können Schulabsolventen derzeit in Deutschland wählen. Bei den Studiengängen an Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien ist die Anzahl noch um ein Vielfaches höher.

Lebenslanges Lernen

Bildung endet jedoch nicht mit dem Abschlusszeugnis der Universität oder dem Gesellenbrief: Der Mensch bildet sich täglich auf verschiedenste Art und Weise weiter. Auch im Berufsleben nehmen Angestellte verschiedene Fortbildungen wahr, um neue Erkenntnisse zu erlangen, die mit ihrem Fachgebiet zusammenhängen. Auch neben dem Beruf gibt es die Möglichkeit, sich an privaten Einrichtungen, wie z. B. der Volkshochschule, weiterzubilden. Eine Altersbegrenzung beim Lernen gibt es nicht – warum sollte es auch?
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