Die Ente ist sicher

Fleißige Laufenten
Mönchenholzhausen: Obernissa | Nacktschneckenplage in Thüringen: Wenn gegen die gefräßigen
Gartenmonster nichts mehr hilft, sind Indische Laufenten die letzte Hoffnung.



In Heerscharen fallen sie derzeit in Thüringer Kleingärten ein. Verspeisen Salat und sogar das giftige Kartoffelkraut. Schleimige Spuren verraten die Täter – Spanische Wegschnecken.

Gegen die Horror-Plage stellen die Kleingärtner Bierfallen auf, legen Köder aus und errichten Barrieren. Andere schwingen in Machetenmanier Küchenmesser oder teilen die gefräßigen Gartenmonster mit der Schere. Der Kampf ist nicht zu gewinnen und nimmt bizarre Züge an. In der Krise helfen fleißige Gastarbeiter – Wirtschaftsminister Rainer Brüderle wird’s freuen. Indische Laufenten rücken der Plage auf den braunen Pelz.

„Die Tiere sind verrückt nach Nacktschnecken“, sagt Hobbyzüchter Jörg Käferle aus Obernissa. Er braucht nur das Gehege zu öffnen und die Laufenten rennen los. Die Watschel-Formation nimmt laut schnatternd die Weichtier-Witterung auf und latscht sich die Hacken wund – denn fliegen können Laufenten ja nicht.

„Bereits ein einziges Enten-Pärchen kann einen Garten schneckenfrei halten“, sagt Käferle. Die hyperaktiven Laufenten sind sehr scheu und scheinen ständig auf der Flucht zu sein – sind aber fleißige und sichere Jäger.

Doch bevor der eigene Garten zu Entenhausen wird, sollte man beachten: Indische Laufenten brauchen Pflege, die passende Umgebung und sind meldepflichtig. „Rent an Ent“ ist in Thüringen selten. Man kann die Laufenten aber für 10 bis 15 Euro kaufen. Ist die Saison vorbei, schmeckt eine Laufente am besten mit Reis – und viel Curry.
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