Die Exoten

Wie Samen von exotischen Früchten helfen kann, Elend zu beseitigen.


Exoten genießen


Lange vorbei sind die Zeiten, in denen uns nur schrumpelige Äpfel und graues Kraut im Konsum "anlachten". Heute ist die Vielfalt kaum überschaubar. Da gibt es Drachenfrüchte (Pitahaya), Tamarillos, Avocado, Pepinos, Kaki (Sharonfrucht), Kaktusfeige und Papaya... und, und, und.

Machen wir uns bei der Überfülle überhaupt Gedanken woher Früchte und Gemüse überhaupt kommen? Oder beißen wir gleich in jeden Granatapfel?

Tonnenweise kommen exotische Früchte nach Europa, bereichern unseren Tisch und spenden uns Vitamine. Den für manche wertvollen Samen entsorgen wir einfach. Dabei kann aus den kernen wieder neue Früchte entstehen. Und es gibt arme Gegenden auf der Welt, da könnten Bauern Felder bestellen und damit den Hunger Paroli bieten, doch sie haben kein Geld für Samen.

Die UNICEF hat in Sahrawi-Flüchtlingslagern in Südwest Algerien das Projekt: "Familien- und Schulgärten - Samen für Nahrung ins Leben gerufen. Nach Analysen vor Ort ergab sich, dass man den Flüchtlingen (Nomaden und Fischer), die mehr als 30 Jahre in diesen Lagern leben, helfen kann kleine Gärten zu bebauen.

In diesem Teil der Sahara (nahe der Stadt Tindouf) sind die Bedingungen so gut, dass zwei ernten im jahr möglich sind:

Herbst-Winter-Saison (September bis Januar) in der verschiedene Gemüse angebaut werden können: Salat, Rüben, Karotten, Zwiebeln, Petersilie…

Frühling-Sommer-Saison (Februar bis August) Da es in dieser Zeit zu heiß für Gemüse ist, können tropische Früchte wie Melonen, Wassermelonen, Kürbisse, Pfeffer, Avocados, Papayas, Auberginen… angebaut werden.

Leider mangelt es an Samen tropischer Früchte und Gemüse. Im Handel sind diese Samen viel zu teuer. Doch wir können dieses Projekt unterstützen und für die Flüchtlinge zur Selbstversorgung Samen sammeln.

Das erfuhr auch Doreen Reichardt aus Erfurt. Spontan entschloss sie sich zu helfen. Sie, ihre Familie und der Freundeskreis sammelt jetzt fleißig exotische Samen und versenden sie nach Belgien.

Die verschiedenen Samen werden gesammelt und größere Mengen per Paket verschickt. Ein kleiner Beitrag, ohne großen Aufwand der Erfolg verspricht.

Einfach die Samen mit Wasser abspülen und auf einem Teller (nicht auf Papier, da dieses an die Samen klebt) trocknen lassen. Sobald diese Samen gründlich getrocknet sind, in eine Tüte - mit dem Namen der Sorte versehen - geben und in einen Umschlag stecken und abschicken an:

Prof. Dr. Willem VAN COTTHEM
Beeweg 36
B-9080 ZAFFELARE (Belgique)
E-Mail : willem.vancotthem@gmail.co


Je mehr Samen und Kerne wir einsammeln, umso mehr Familien können wir helfen.
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Doreen Reichardt aus Erfurt | 04.06.2011 | 16:08  
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