Drehscheibe im Grünen: Zum Tag der offenen Gärten 2010 in Mühlhausen

Adelheid und Dieter Stauch lieben Rhododendren.
Wer sagt, dass ein Wurzelballen immer in einem Pflanzloch verschwinden muss? Es geht auch anders. "Für unsere Rhododendren haben wir keine Erde ausgehoben, sondern Hügel aufgeschüttet", erklärt Hobbygärtner Dieter Stauch. Der normale Gartenboden wäre zu dicht und zu luftarm für die Pflanzen. Stattdessen thronen sie auf lockerem, feuchtem Humus - genau wie sie es mögen. Die zehn Rhododendren danken es mit üppiger Blüte in den schönsten Farben.

Wer Lust hat, kann diese seltene Pracht heute (30.05.2010) in Augenschein nehmen. Der Hausgarten von Familie Stauch ist eine von 14 grünen Oasen, die am "Tag der offenen Gärten" in Mühlhausen und Umgebung von 10 bis 17 Uhr Besucher empfangen.

Mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln und praktische Tipps auszutauschen, bereitet sowohl den Besuchern als auch den Gastgebern Vergnügen. "Rund 150 Leute schauten im vergangenen Jahr bei uns rein - alles Gartenverrückte. Es war sehr angenehm", erzählt Dieter Stauch, der sich mit Ehefrau Adelheid zum zweiten Mal an der Aktion beteiligt. Ihr gut 1000 Quadratmeter großes Gartenparadies ist bestens vorbereitet.

Die Rasenfläche in der Mitte gleicht einer großen Drehscheibe, die in verschiedene Gartenwelten führt. "Auf der linken Seite liegt unsere Ostasienachse", beginnt Stauch den kleinen Rundgang und lenkt die Schritte zu einem Gartenteil, der mehrere asiatische Elemente vereint. Der Kiesweg, gesäumt von Azaleen, Bambus und Pfingstrosen, führt zu riesigen Kiefern. In ihrem Schatten gedeihen Rhododendren und Funkien. Dahinter überrascht ein Rosengarten. Es gibt ein Sommerbeet mit Dahlien, Lupinen und Rittersporn, ein Stück Wildwiese für Insekten und einen kleinen Teich. Und überall kleine Kunstwerke aus Keramik.

Schalen, Töpfe, Figuren, Tiere - sie setzen stilvoll Akzente. Auch mit 65 Jahren heizt Keramikerin Adelheid Stauch ab und zu den Brennofen an. Ihr Mann (68), der im Berufsleben Landschaftsgärtner ausbildete, weiß ebenso kunstvolle Formen zu schätzen. Doch er greift eher zur Astschere, um Blauregen, Eibe und Flieder das gewünschte Aussehen zu geben. www.offene-gaertenthueringen.
de (Mai 2010)
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