Durch den Bumerang zur Ausbildung

Wie ein junger Mann aus Erfurt seinen Ausbildungsplatz als Einzelhandelskaufmann fand

Pascal-Marten Kühnlenz ist glücklich. Der 16-Jährige Erfurter begann im August seine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel in der Erfurter tegut...-Filiale in der Eichendorffstraße. Der Realschüler beendete im Sommer die Schule und suchte bereits seit Oktober letzten Jahres nach einem Ausbildungsplatz. Doch er erhielt nur Absagen. Als er Mitte April noch keinen Ausbildungsplatz hatte, nutzte sein Berufsberater von der Agentur für Arbeit Erfurt, Carsten Berndt, den Tag des Ausbildungsplatzes am 17. April und nahm seine Bewerbungsunterlagen mit zur tegut...-Filialleiterin Mercedes Luthardt. Aufgrund der guten Erfahrungen lud sie ihn gleich am nächsten Tag zum Probearbeiten ein. „Marten passt gut ins Team und in den Beruf. Da fiel die Entscheidung leicht“, so Luthardt. Dabei hatte sie viele Bewerbungen auf dem Tisch. Doch ihr fällt es sofort auf, wenn sich ein Bewerber nicht ernsthaft für den Ausbildungsberuf interessiert. „Bei vielen sah man, dass sie nicht wirklich mit dem Herzen bei der Sache waren. Im Gegensatz dazu hat mich die aufgeschlossene Art von Marten sofort überzeugt“, sagt Luthardt. Auf einen Einstellungstest folgte der Ausbildungsvertrag.

„Marten ist mir schon früher durch seinen Fleiß und sein Interesse bei meinen Berufsorientierungsprojekten an der Schule aufgefallen. Wie zum Beispiel beim Australienprojekt 2011, bei dem die Teilnehmer einen Bumerang in einer Holzwerkstatt gebaut, australisches Essen gekocht und damit Berufe in der Gastronomie entdeckt haben“, sagt Berndt. Bei diesem Projekt hatte die Filialleiterin den Schulförderverein mit Lebensmitteln unterstützt – ohne zu wissen, dass sich daraus mal ein Ausbildungsverhältnis entwickeln würde.

Der frischgebackene Azubi hat zum 1. August seine Ausbildung begonnen – zusammen mit zwei weiteren Azubis. Insgesamt hat die tegut...-Filiale 30 Mitarbeiter und bildet acht Azubis aus. Nach seinen ersten Eindrücken befragt, sagt Kühnlenz: „Mir macht die Ausbildung Spaß, die Mitarbeiter sind alle sehr nett zu mir. Alles ist perfekt.“ Diese Aussagen im ersten Lehrjahr sind für den Berufsberater und die Filialleiterin nicht Standard. „Für viele ist der neue Lebensrhythmus eher herausfordern, wenn man 8 Std. am Tag auf den Beinen ist, statt auf einem Stuhl zu sitzen“, erläutert Luthardt. Wenn der junge Mann seine Ausbildung gut absolviert, kann er dauerhaft im Unternehmen bleiben. Und nach der Ausbildung bietet das Unternehmen Aufstiegsmöglichkeiten: Neben einem Stipendium zum Bachelor Professional können Azubis auch den Meisterweg gehen, sich in der Filiale weiter qualifizieren und Warenverantwortliche/r für ein Warenfach werden.
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