Durch ILKA Alleinerziehende noch gezielter unterstützen

Alleinerziehende gezielt bei der Jobsuche zu unterstützen und Arbeitgeber für die Potentiale aufzuschließen – das sind die Ziele des gerade gestarteten Projektes der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Ilm-Kreis ILKA.
ILKA steht für ILM-Kreis-Projekt: Arbeit für Alleinerziehende und ist Teil der bundesweiten Fachkräfteoffensive des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Bundesagentur für Arbeit und Teil der Kampagne „Beschäftigungschancen für Alleinerziehende erschließen“.
„Der Frauenanteil unter den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist im Ilm-Kreis mit 42 Prozent besonders niedrig. 429 Alleinerziehende waren im Juli arbeitslos. Damit liegt der Anteil an allen Arbeitslosen bei neun Prozent. Wir unterstützen mit dem Projekt gezielt alleinerziehende Frauen und Männer beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt“, sagt Beatrice Ströhl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt.
Erster Meilenstein des Projektes ist der gerade frisch erschienene Newsletter für Arbeitgeber mit Profilen von jobsuchenden Alleinerziehenden. Dieser wird durch den Arbeitgeberservice an Unternehmen der Region ausgehändigt und ist auf www.arbeitsagentur.de/erfurt abrufbar.

„Neben der assistierten Vermittlung, bei der wir ausgewählte Alleinerziehende beim Arbeitgeber ins Gespräch bringen, besprechen wir auch die Möglichkeit, Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln. Auch bieten wir besondere Unterstützung für Alleinerziehende, die eine Ausbildung suchen, und bieten gezielte Beratung zu Fördermöglichkeiten und zur Schaffung von familienfreundlichen Arbeitsplätzen an“, sagt Mario Lehwald, Geschäftsführer des Jobcenters Ilm-Kreis. Dafür gibt es in der Agentur für Arbeit und im Jobcenter je eine Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA). Sie beraten Unternehmen zur familienorientierten Personalpolitik. Da ein großes Hindernis für die Alleinerziehenden bei der Arbeitssuche die Sicherung der Kinderbetreuung darstellt, hat Evelin Gösel, BCA der Arbeitsagentur, den Kinderbetreuungsatlas für den Ilm-Kreis erstellt. Dieser stellt zahlreiche Betreuungsmöglichkeiten vor und enthält auch Informationen zur ergänzenden Betreuung in Randzeiten.

Warum gerade Alleinerziehende im Ilm-Kreis?
„Wir erleben Alleinerziehende als hoch motiviert und fachlich gut qualifiziert. Sie wollen Vorbild für ihre Kinder sein und ihre Familie ernähren. Natürlich sind sie aufgrund der besonderen Solobetreuung ihrer Kinder zeitlich weniger flexibel. Dadurch haben sie es leider immer noch besonders schwer auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Ströhl. Mit ILKA wird Aufmerksamkeit für die Personengruppe erweckt, um die Chance für den Wiedereinstieg in dauerhafte Beschäftigung zu erhöhen. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter haben sich im April mit dem Projekt ILKA beworben. Unter dem Dach der bundesweiten Fachkräfteoffensive ist der Ilm-Kreis nun eine von mehr als 20 deutschen Modellregionen.

Hintergrund Alleinerziehende
429 Alleinerziehende waren im Ilm-Kreis im Juli 2012 arbeitslos. Vor fünf Jahren waren es noch 751. Der Anteil der Alleinerziehenden an allen Arbeitslosen liegt seit Jahren konstant bei 9 Prozent.
Im Ilm-Kreis sind 31 Männer alleinerziehend (7 Prozent). 295 (69 Prozent) haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, weitere 7 (2 Prozent) eine akademische Bildung.
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