Ein Museum zum Hören & Anfassen

Das Glockenmuseum in Apolda

So lange es Kirchen gibt, solange läuten in ihnen Glocken.
Kleine, mittlere, große – entweder einzeln oder als Geläut in Kombination von mehreren Glocken in verschiedener Größe.
Dabei ist eine Glocke ein sehr spezielles Musikinstrument und ihre Herstellung bedarf einer großen Fertigkeit und viel Erfahrung.

Die ältesten bekannten Glocken stammen aus der Shang-Dynastie in China und entstanden etwa um die Jahre 1600 bis 1027 v. Chr. Sie wurden mit der Mündung nach oben montiert, besaßen keinen Klöppel und wurden von außen mit Schlägeln angeschlagen.

In Europa tauchen die ersten Glocken im 4. Jahrhundert am Jupitertempel in
Rom auf. Über die ganze Geschichte dieser metallenen Kultsymbole informiert
das Glockenmuseum in Apolda.

Hier erfährt der Besucher nicht nur eine ganze Menge Wissenswertes aus der Welt dieser Musikinstrumente, hier kann man viele der Ausstellungsstücke auch selbst anschlagen und sich am Klang erfreuen. Im Glockenmuseum, in der Bahnhofstraße 41, betritt der Besucher ein „großes Buch“ mit reichhaltigen Informationen zu dem großen Thema Glocke, das in fünf Abteilungen gegliedert ist: In der 1. Abteilung
– der Glockenarchäologie – sind kleine Glocken vergangener Kulturen
mit Erläuterungen ihrer Funktion als Kult- oder Signalinstrument zu sehen.

Die fünf Räume der 2. Abteilung – die Entwicklung der europäischen Turmglocke – sind einheitlich in Anlehnung an eine historische Turmstube gestaltet und präsentieren neben vielen Turmglocken auch Tierglocken, Schiffsglocken, Uhrglocken, Handglocken sowie Gipse und Glockenbruchstücke mit unterschiedlichen Glockenverzierungen.
In chronologischer Folge werden die Entwicklung des Berufsstandes der Glockengießer, die Geschichte der Apoldaer Glockengießereien und die vielen Aufgaben der Glocken dargestellt. Der Besucher erfährt Wissenswertes über die berühmtesten Glocken der Welt.

Die 3. Abteilung informiert über den Glockenguss, Klöppel, Joche und Glockenstühle, unterschiedliche Glockentürme und natürlich über das Läuten.

Die 4. Abteilung gibt Auskunft über außereuropäische Glocken. Das Apoldaer Glockenmuseum – gegründet 1952 – zeigt die Kulturgeschichte der Glocke
von den Anfängen bis zur Gegenwart und würdigt die Tradition der Apoldaer Glockengießereien von 1722 bis 1988.
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