Elisabeth Koppe hat einen besonderen Draht zu Hunden

Elisabeth Koppe (Foto: Nicole Schmidt)
 
(Foto: Nicole Schmidt)

Klare Ansagen sind wichtig: Die Erfurterin Elisabeth Koppe hat einen besonderen Draht zu Hunden und gibt ihr erworbenes Wissen auch an Hundetrainer weiter.

Mit Putin konnte sie sich nirgends blicken lassen. Allein zu Hause blieb er auch nicht. „Es war einfach nur peinlich mit ihm!“, erinnert sich Elisabeth Koppe an einen ihrer vier Hunde, der ständig aus der Reihe tanzte. Heute ist der Jack-Russel-Spitz-Mischling die Ruhe in Person. Elisabeth und Putin sind ein Team. Obwohl sie die Hundeschulen, von denen sie sich Hilfe erhoffte, nicht weitergebracht haben.

Den Hund kennenlernen


„Um mit meinem Hund klarzukommen, muss ich erst einmal von Grund auf etwas über ihn lernen“, sagt sich die junge Architektin damals und unterbricht ihr Studium. Sie absolviert eine Ausbildung zur Hundetrainerin. Bald schon beginnt Elisabeth Koppe, ihren Hund zu verstehen. Und sie lernt: Sie selbst ist es, die zuerst etwas ändern muss. Sich auf ihre eigenen Stärken konzentrieren, dem Hund gegenüber sensibler werden, Grenzen setzen, Schwäche nicht ausnutzen lassen. „Vor allem habe ich an meiner eigenen Unruhe gearbeitet, bin viel gelassener geworden. Nervös und nervös passt eben nicht zusammen“, erinnert sie sich.

Arbeit mit dem Menschen


Heute kann sie Putin überall mit hinnehmen. „Wir haben zueinander gefunden“, resümiert Elisabeth Koppe, der die Arbeit mit dem Hund liegt. Nicht nur mit dem Hund, auch mit dem Menschen. Vor allem jenen gibt sie ihr Wissen weiter, die selbst als Hundertrainer arbeiten wollen. Oder als Hundefriseur, Betreiber von
Tierpensionen oder Tierarzthelfer. Manchmal hilft sie auch direkt, wenn Hund und Mensch nicht zueinander finden.

Immer individuell


Jeder Einsatz ist anders. „Ich muss das Individuum sehen, da gibt es kein Schema“. Immer ist es das Team Mensch-Hund, mit dem sie arbeitet. Immer auch ist das Ziel dasselbe: Ein Problem zu lösen. „Ich kann als Hundetrainer nur gutes Training machen und verzweifelten Haltern helfen, wenn ich den Menschen erreiche und seine Potenziale erkenne und fördere. Dadurch kann er besser seinen Hund führen und leiten.

Klare Ansagen


Für manchen ist das ein langer, schwieriger Weg. Frauen tun sich besonders
schwer, Hunden klare Ansagen zu machen. Dabei kommt es vor allem darauf an, authentisch zu sein. Und seinen Hund zu verstehen. Weiß ein Halter, warum sich sein Hund in einer Situation entgegen den Erwartungen verhält, kann er daran arbeiten. „Ein anständige Ursachenforschung ist das wichtigste“, weiß die Trainerin. Nicht die Symptombekämpfung. „Ich schätze es sehr, wenn Menschen bereit sind, etwas zu verändern und hinzuzulernen“, sagt Elisabeth Koppe, die nicht nur praktische Unterstützung gibt, sondern ebenso Kenntnisse über Verhaltensbiologe und Verhaltenspsychologie und Tiermedizin vermittelt.

Für den Hundeführerschein


„Ich würde es gutheißen, so etwas wie einen Hundeführerschein für alle Halter einzuführen.“ Man müsste ja nicht unbedingt eine Prüfung ablegen, aber in einem Kurs Grundlagen in Theorie und Praxis erlernen. Und wer mitmacht, darf sich über eine reduzierte Hundesteuer freuen. Eine Idee, die einige der späteren Probleme gar nicht erst entstehen lässt
Elisabeth Koppe hält nicht viel davon, einem Hund jede Menge Kommandos beizubringen. „Sitz und Platz – das muss nicht sein!“ Ja und Nein muss er verstehen und ‚Bleib‘, beziehungsweise sofort dem Rückruf folgen.

Einen Rat hat sie noch für jeden Hundebesitzer: „Hunde sind Körpersprachler. Deshalb sollte man sich nicht verstellen und öfter mal intuitiv, aus dem Bauch heraus handeln. Das versteht ein Hund.“
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