Exotik trifft Waffel

Janin schmeckt's. 7,7 Liter Eis schleckt jeder Deutsche pro Jahr.
 
Sylvia Ploß stellt in der Erfurter Firma Voigt-Eis­spezialitäten 65 Eissorten her.
Die Eis-Vorlieben sind vielfältig – Eisexpertin Sylvia Ploß sagt, was man in diesem Sommer schleckt

Aperol-Sprizz, der Drink des Sommers, kann jetzt auch geschleckt werden. „Die neue Eissorte kommt dem bitter­süßen Geschmack des italienischen Mixgetränks erstaunlich nah“, findet Sylvia Ploß. Sie verfolgt Eistrends von Berufs wegen – als Chefin der Erfurter Firma Voigt-Eis­spezialitäten.

Die 65 Eissorten, die hier handwerklich hergestellt werden, haben Abnehmer in ganz Deutschland, in Österreich und Holland. Die kühlen Vorlieben ähneln sich: Je höher die Temperatur, desto fruchtiger das Eis. „Mit exotischen Früchten wie Mango oder Papaya kommt eben gleich ein bisschen Urlaubsstimmung auf“, sagt die Eisexpertin. Und sie ­registriert noch eine große Sommerliebe: das Joghurteis. "Es hat einen gesunden Touch. Das gibt den Leuten dieses gute Gefühl beim Sündigen." Kombiniert mit Brombeere, Kiwi und Co. liegt Joghurteis in der Genießergunst weit vorn. Am beliebtesten sind jedoch nach wie vor die Eisklassiker Vanille und Schoko­. Sie munden immer.

Aber wer die Kunden binden will, muss sich immer mal was Neues einfallen lassen. „Gerade die Abwechslung macht den Reiz an der Eis­theke aus“, betont Sylvia Ploß. Aus Italien kommen stets neue Kreationen. Aber nicht jede ist nach ihrem Geschmack. Das Zuckerwatte-­Eis zum Beispiel fiel durch. Aperol-Sprizz dagegen erweitert fortan die Produktpalette des Erfurter Eisherstellers.


Auf jeden Fall. Ein Genuss ist zum Beispiel gefrorener Yoghurt. Je nach Geschmack kann ich Früchte, Schokolade oder Vanille zufügen. Auch ein Sorbet ist relativ einfach zubereitet.

Was ist beim Sorbet zu ­beachten?
Es besteht zu mindestens einem Viertel aus Früchten, zu knapp einem Drittel aus Zucker, der Rest ist Wasser. Gut sind Früchte, die sehr fein püriert werden können. Die Fruchtfasern verbessern die Konsistenz. Zi­tronensaft unterstützt den Frucht­geschmack und erhält die Farbe.

Kann ich weniger Zucker verwenden?
Ja. Aber: Je größer der Zucker­anteil, um so cremiger das Sorbet. Es empfiehlt sich, einen Teil des Zuckers durch Traubenzucker zu ersetzen.

Das Sorbet kommt dann in den Tiefkühler?
Ja, während es gefriert, sollte man es alle 15 Minuten mit ­einer Gabel durchrühren. Dann bilden sich keine großen Eiskristalle und Luft kommt unter die Masse.

Haben Sie noch eine köst­liche Empfehlung?
Einen Milchshake: Einfach zwei Kugeln Eis in ein Gefäß geben, mit Milch auf 300 ml auffüllen und mit dem Stabmixer mixen. Über die Innenwand eines Glases Fruchtsauce laufen lassen, dann den Shake einfüllen. Das schmeckt und sieht toll aus.

Eis am Stiel (für 4 Personen)
250 g Erdbeeren
200 g Naturjoghurt (3,5%)
1 P. Vanillezucker
2 frische Eier
½ abgeriebene, unbehandelte Zitrone
2 bis 3 EL Honig
200 ml Sahne
Für die Dekoration:
1 P. Vollmilch-Kuchenglasur

Zubereitung: Erdbeeren waschen, abtropfen lassen, im Mixer pürieren. Erdbeerpüree mit Naturjoghurt, Vanillezucker, Eigelb, Zitronenschale und Honig verrühren. Sahne steif schlagen, mit dem Schneebesen unter die Erdbeer-Joghurt-Masse ziehen. Alles in Joghurtbecher verteilen und jeweils als Stiel einen Eierlöffel hineinstecken. 4 bis 6 Stunden in das Gefrierfach stellen. Nach Be­lieben mit Kuchenglasur verfeinern.

Das Rezept stammt von der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft. Mehr unter http://www.milchland-bayern.de/
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