Fenster für Licht und Luft

Waren das nicht die Bürger aus Schilda, die ein Rathaus bauten, aber die Fenster vergaßen? Mühevoll schleppten sie schließlich das Tageslicht mit Säcken ins Haus. Keine gute Idee. Ein Haus ohne Fenster ist ein Silo für Weizen. Ein Ort zum Wohnen und Arbeiten ist das nicht. Fenster schaffen Licht ins Haus und bringen den Mief nach draußen.

Die Bibel erzählt uns von Daniel. Als Jugendlicher aus Jerusalem verschleppt, wird er am babylonischen Königshof erzogen. Er soll seine Herkunft vergessen und im neuen Land dem Staat dienen. Diesen Dienst macht er gut. Zu gut. Es gibt Neider und die haben einen Plan: Per Gesetz wird verordnet, dass nur der König angebetet werden darf. Keiner soll zu irgendeinem Gott beten. Ein Schlag gegen Daniel, der plötzlich in der Klemme ist. Er war seinem Glauben an den Gott der Bibel treu geblieben. Er beachtete jüdische Speisevorschriften und Gebetszeiten. Und nun?

„Als nun Daniel erfahren hatte, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.“ (Daniel 6,11). Daniel hatte eine feste Orientierung. Tägliches Gebet, Gottesdienst und Bibellesen sind Fenster für Licht und Luft – gerade wenn es eng wird. Nur Schildbürger brauchen keine Fenster.

Gesegnete Zeit.
Ihr Egmond Prill
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
13.458
Uwe Zerbst aus Gotha | 10.11.2013 | 13:42  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige