Flinke Maus-Finger: Mit richtiger Anleitung können auch Kindergartenkinder Erfahrungen am PC sammeln

Einmal wöchentlich findet im Kindergarten Geraberg Computerunterricht statt. PC-Trainer Ulf Hirschmann gibt Lynn noch kleine Hilfestellungen.
Arnstadt: Kinder-Computerschule | Lynn ist fünf. Gebannt sitzt sie vor einem Laptop. Ihre Maus huscht flink über den Bildschirm. Die Puppe ist fertig, die Tagesaufgabe geschafft. Schnell noch ein Ausdruck für Mama. Jetzt kommt die Belohnung, ein kleines Spiel. "Ich mag Tapsi!", ruft Lynn begeistert.

Jeden Donnerstagvormittag findet im Kinder­garten Geraberg Computer­unterricht statt. Ein Projekt, welches seit mehr als zehn Jahren in Kooperation mit der Kinder-Computerschule Arnstadt e.V. durchgeführt wird. Der PC ist heute aus der Welt der Kinder nicht mehr wegzudenken. "Richtig angewendet schadet er der Entwicklung nicht", meint Dr. Heike Schulze, die Vereinsvorsitzende der Kinder-Computerschule Arnstadt. "Der Spaß im Umgang mit dem PC erhöht die Lernbereitschaft. Wissen kann so kindgerecht und spielerisch vermittelt werden."

Einfache Aufgabenstellungen im Word oder Exel können sogar schon 5-Jährige bearbeiten, ohne dass sie lesen müssen. Da werden Formen in Tabellen sortiert, Dreiecke, Kreise und Sterne vergrößert oder Blätter in dazugehörige Körbe gelegt. Jede Woche gibt es neue, spannende Aufgaben. Auch kleine Spiele gehören dazu. Sie sollten allerdings die Aufschrift "Pädagogisch wertvoll" tragen. "Die Spiele »Harry Hops auf dem Bauernhof« oder »My grandmother and me« kann ich für Kinder­gartenkinder bedenkenlos empfehlen", rät Dr. Heike Schulze.

Wichtig ist, dass Kinder von Beginn an den sinnvollen Umgang mit dem Computer lernen. Die Expertin hat dafür einige Tipps parat:
• Zeigt sich ein Kind aufgeschlossen gegenüber dem Computer, kann man seine Neugier unabhängig vom Alter fördern.
• Die Spiele müssen dem Entwicklungsstand entsprechen , sonst ist das Kind überfordert.
• Die Eltern sollten mit ihrem Kind über die gemachten Erfahrungen am PC sprechen.
• Kinder dürfen nicht vor dem Computer "geparkt" werden, 30 Minuten täglich reichen.
• Essen am Rechner ist tabu.
• Der Computer kann die Erfahrungen beim freien Spielen nicht ersetzen.
• Möchte ein Kind ständig zwischen verschiedenen Programmen hin- und herspringen, fehlt noch die notwendige Konzentration. Das sollte für die Eltern ein Zeichen sein, noch zu warten.

Kontakt: Kinder-Computerschule
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