Fragen der BürgerReporter: Jetzt antwortet die Geschäftsführung

Thomas Nössig (links) und Maik Schmidt führen nach dem Ausscheiden der langjährigen Geschäftsführer Wolfgang Bock und Joachim Zaumsegel die Geschäfte des Allgemeinen Anzeigers.
 
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So berichtet der Allgemeine Anzeiger am Sonntag.
Erfurt: meinanzeiger.de | Nach dem Aufruf Fragen an die Geschäftsführung antworten jetzt Thomas Nössig und Maik Schmidt.




Sind Sie mit den Zugriffszahlen zufrieden? Wo sehen Sie noch Potenzial zur Verbesserung - insbesondere bei den einzelnen Beiträgen?
Thomas Nössig: Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden. MeinAnzeiger hat sich seit dem Start 2011 kontinuierlich weiterentwickelt. Im Februar informierten sich knapp 60.000 Besucher, zudem wurden gut 560.000 Seiten aufgerufen. Dass zudem die Verweildauer auf dem Portal bei über neun Minuten liegt, ist ein Zeichen, dass die Inhalte der BürgerReporter gern und intensiv gelesen werden.
Maik Schmidt: Die Zugriffe auf einzelne Beiträge sind natürlich sehr unterschiedlich. Hier gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Mit unseren Auftritten in sozialen Netzwerken – wie Twitter und Facebook – arbeiten wir daran, meinAnzeiger noch attraktiver zu machen.

Wäre es nicht sinnvoll, eine Rubrik einzurichten, in der jeder seine Bilder einstellen kann, ohne dass gleich ein neuer Beitrag entsteht?
Thomas Nössig: Bilder sind auch eine Form des Beitrages und ein wichtiger Bestandteil des Portals. Schon jetzt kann bei der Erstellung die Form „Schnappschuss“ ausgewählt werden – dann erscheint das Foto im entsprechenden Kasten auf der Startseite, aber nicht als Beitrag in der jeweiligen Rubrik. Trotzdem ist jedes Bild einer Rubrik zugeordnet – zur besseren Übersicht und zum besseren Auffinden für die Nutzer.

Ist eine meinAnzeiger-App für Android und iPhone geplant?
Maik Schmidt: Ja, wir planen die Entwicklung einer mobilen meinAnzeiger-Seite und einer Applikation. Wir hoffen, damit noch in diesem Jahr starten zu können.

Werden die Social Bookmarks durch google+ und Xing ergänzt?
Maik Schmidt: Bisher haben wir aus Datenschutzgründen die passive Verlinkung zu sozialen Netzwerken gewählt. Die Entwicklung der so genannten „2-Klick-Variante“ gibt uns nun die Möglichkeit, die Social Bookmarks ohne Sicherheitsrisiken auszubauen. Dazu werden auch google+ und Xing gehören. Die Umsetzung ist im April geplant.

Findet die AA-Redaktion es genau so toll wie wir, dass wir BürgerReporter-Treffen organisieren und wie möchte sich die Redaktion mit einbringen?
Thomas Nössig: Dass die BürgerReporter selbst Treffen organisieren, ist für das Portal ein großes Kompliment. Die Community ist lebendig, selbstständig und gut vernetzt. Wir haben beschlossen, diese Aktivitäten zu unterstützen und die Kommunikation untereinander zu fördern. Eine grundsätzliche Frage können vielleicht die BürgerReporter beantworten: Ist ein zentrales oder ein lokales Treffen besser?

Jeder hat ja eine gewisse Vorstellung von seiner Geschäftsidee, in der Praxis ist jedoch einiges anders. Was finden Sie gut, was weniger?
Thomas Nössig: Unsere Idee war, den Menschen in Thüringen eine Plattform für alles zu bieten, was sie bewegt - was sie einer großen Öffentlichkeit mitteilen wollen. Die Entwicklung mit mehr als 1600 BürgerReportern zeigt, wie aktiv die Menschen in Thüringen sind und wie vielfältig unsere Heimat ist. Dafür vielen Dank an alle BürgerReporter, die sich auf meinAnzeiger engagieren. Ausbaumöglichkeiten – das zeigen die Beiträge – haben wir in einigen technischen Dingen – die Gruppenorganisation zum Beispiel, das Anlegen von Vereinsprofilen oder die bessere Anbindung an die sozialen Netzwerke. Aber Sie sehen: Wir treiben die Entwicklung voran.

Ich wünsche mir zwei weitere Kategorien: Natur und Pinnwand für die zahllosen Schnappschüsse.
Maik Schmidt: Eine Art Pinnwand gibt es bereits – nämlich den Schnappschuss-Kasten auf der Startseite zum Durchklicken. Die neue Rubrik „Natur“ werden wir auf Wunsch vieler BürgerReporter einrichten. Dann können dort auch die vielen Schnappschüsse in einer Rubrik gesammelt werden.

Was für mich immer noch sehr wichtig ist: dass Beiträge von BürgerReportern im Allgemeinen Anzeiger abgedruckt werden. Das Internet ist zwar die Zukunft, aber die Printmedien sind immer noch die erste Wahl für Leser.
Thomas Nössig: Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Wir haben uns in den vergangenen Wochen intensiv Gedanken gemacht, wie wir die vielfältigen und guten Beiträge der BürgerReporter noch besser im gedruckten Allgemeinen Anzeiger würdigen können. Eine ganz konkrete Idee wollen wir noch im Frühjahr umsetzen. An der Entwicklung werden wir auch die BürgerReporter aktiv beteiligen. Mehr Informationen dazu gibt es in Kürze auf meinAnzeiger.de.

Kann man nicht auch mehr gestalterische Möglichkeiten bei den Kommentaren zulassen – wie das Einfügen von Zitaten, das Hervorheben von Worten oder das Einfügen von Bildern?
Maik Schmidt: Das alles ist bereits möglich. Unter „Hilfe“ ist dies gut erklärt. Auch unsere Communitymanagerin Antje Hellmann hilft dabei gern. Allerdings wollen wir kein Editor für Bilder, Grafiken oder Videos einbinden. Dann nämlich würden die Nutzer ein kunterbuntes und unübersichtliches Portal vorfinden. Die Kommentare würden zwischen den grafischen Elementen völlig untergehen. Dabei lebt das Portal doch von den lebhaften Diskussionen. Zudem sind mit der Einbettung von grafischen Elementen immer Sicherheitsrisiken verbunden.

Ich würde mir einen vorwählbaren Veröffentlichungszeitpunkt für vorbereitete Artikel wünschen.
Maik Schmidt: Eine gute Idee. Wir lassen den Einsatz dieses Werkzeugs prüfen.

Die Übersicht über die Gruppen und der direkte Gruppenzugriff sollte einfacher sein.
Thomas Nössig: Das Gruppenthema wollen wir weiter fördern und sind im Gespräch mit unserem technischen Dienstleister. Die Umsetzung gestaltet sich aber komplex. Bisweilen gibt es den Link „Gruppen“ am Kopf der Seite, der die aktivsten Gruppen anzeigt. Gleichzeitig können die Gruppen vor allem über Beiträge bekannter gemacht werden. Auch die einheitliche Vergabe von Schlagworten führt zu einer leicht auffindbaren „Gruppe“ von Beiträgen.

Warum kann man keine Kommentare löschen?
Maik Schmidt: Wenn es zu einem Beitrag eine intensive Diskussion gibt und im Nachhinein Kommentare verändert oder gelöscht werden können, verfälscht dies nicht nur den gesamten Verlauf, die Debatte ist für andere auch überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen. Im schlimmsten Fall werden andere Diskussionsteilnehmer dadurch bloßgestellt. Das wollen wir vermeiden. Wer einmal übers Ziel hinaussschießt, sollte sich in einem neuen Kommentar einfach korrigieren.

Ich würde vorschlagen, ein Rundtischgespräch in Ihren Geschäftsräumen in Erfurt durchzuführen und dazu ihre ehrenamtlichen BürgerReporter einzuladen.
Thomas Nössig: Wie bereits bei der Frage nach den BürgerReporter-Treffen erwähnt, wollen wir den Dialog fördern. Am liebsten natürlich in einem größeren Rahmen, als in unseren Geschäftsräumen möglich. Deshalb unterstützen wir die BürgerReporter-Treffen, um dort mit möglichst vielen engagierten Menschen ins Gespräch zu kommen.

Wäre es möglich, dass Beiträge bewertet werden können?
Maik Schmidt: Das finde ich schwierig, zudem entspricht es überhaupt nicht der Idee des gleichberechtigten Mitmachportals. Wir laden alle Menschen ein, als BürgerReporter über ihre Heimat zu berichten. Dabei ist jeder Beitrag gleich wertvoll. Ich sehe auch keinen Sinn darin, ein inhaltliches Bewertungssystem einzurichten und zwischen beliebt und unbeliebt oder gut und weniger gut zu sortieren. Was die Interessantheit eines Artikels betrifft, so lässt sich dies bereits jetzt an den Leserzahlen der einzelnen Beiträge ablesen.
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8 Kommentare
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Thomas Twarog aus Erfurt | 24.03.2012 | 18:30  
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Andreas Stricker aus Erfurt | 24.03.2012 | 21:37  
3.760
Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 25.03.2012 | 09:45  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 25.03.2012 | 11:10  
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Birgit Baier aus Gotha | 25.03.2012 | 21:43  
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Mariett Demirelli aus Erfurt | 26.03.2012 | 22:18  
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Antje Hellmann aus Jena | 29.03.2012 | 13:24  
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 25.04.2012 | 22:06  
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