Gesund genießen: Lebensmittel aus der Region sorgen für mehr Frische auf den Tisch

Marita Schmalz ist Fachberaterin Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen.
Der Winter ist vorbei. Sonne und Wärme werden herbeigesehnt. Der Wechsel von den kalten, dunklen Wintermonaten in die neue Jahreszeit fällt vielen schwer. Frühjahrsmüdigkeit ist angesagt. Dagegen lässt sich etwas tun: Bewegung, Sonnenlicht und eine ausgewogene Ernährung.

"Reichlich Gemüse und Obst, am besten fünf mal am Tag. Das macht frühjahrsmüde Menschen munter", sagt Marita Schmalz, Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Thüringen.
Für die Umsetzung hat sie gleich einige Tipps parat:
• Müsli lässt sich wunderbar mit frischem Obst mischen.
• Belegte Brote lassen sich mit Radieschen, Gurken oder frischen Kräutern aufpeppen.
• Als Knabbereien eignen sich auch Gemüsesticks oder ein bunter Obstteller.
• Obst wie Bananen oder Äpfel lassen sich überall mit hinnehmen.
• Zu Hause frisches Obst und Gemüse ins Blickfeld stellen.
• Ein Glas Obst- oder Gemüsesaft.

"Wir empfehlen dabei saisonal und regional einzukaufen. Denn müssen es wirklich die Äpfel aus Südamerika, die Trauben aus Chile oder die Gurken aus Spanien sein? Je kürzer die Transportwege sind, umso mehr Frische kommt auf den Tisch." Der Vorteil: Das Obst und Gemüse wird erst reif geerntet. Dadurch ist es vitaminreicher und die Aromastoffe können sich voll entfalten.

Viele Menschen haben durch die stetige Angebotsvielfalt verlernt, auch saisonal einzukaufen. Kleiner Tipp: Auf das Herkunftsland achten. Jetzt kommen wieder verstärkt einheimische Produkte in den Handel. Die haben garantiert Saison. Viele regionale Erzeuger bieten auch direkt ihre Lebensmittel an, verstärkt auch aus ökologischer Produktion.

"Der Thüringer Ökoherz hat einen regionalen Einkaufsführer erstellt. Hier sind alle Anbieter nach Branchen aufgelistet", sagt Marita Schmalz. "Diese natürlich gewachsenen Lebensmittel sind für die gesunde Ernährung erste Wahl."

Als weniger empfehlenswert stuft die Ernährungsexpertin Halbfertig- und Fertiglebensmittel ein. Durch die vielen Verarbeitungsschritte ist oft vom Grundprodukt nur noch wenig enthalten. Andere Stoffe, wie Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker werden zugesetzt. Damit geht der natürliche Charakter unserer Ernährung immer weiter verloren. Tipp: Selbst am Herd aktiv werden und Speisen zubereiten. Das macht Spaß und sorgt für eine gesunde Abwechslung.

INFORMATIONEN:

Beratung zu Ernährung und Lebensmitteln in den Verbraucherberatungsstellen
Bad Salzungen, Erfurt, Jena, Rudolstadt, Schmalkalden, Suhl
Ratgebertelefon: 03 68 - 70 84 40 (Ortstarif ), Montag und Donnerstag, 9 bis 12 Uhr
und 13 bis 16 Uhr
Infos im Internet: www.vzth.de
Regionale Anbieter: www.oekoeinkaufsfuehrerthueringen.de

(Artikel vom April 2010)
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