Hinweise zur Verarbeitung von Fototapeten

 
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Wer gut Raufaser kleben kann, kann nicht automatisch auch gut eine Fototapete hinkriegen, denn die Herausforderungen sind hierbei andere. Das Trägermaterial von Fototapeten ist meistens ein Spezialpapier, das aber in Kontakt mit Wasser dennoch Quelleigenschaften aufweist und dann ganz besonders empfindlich gegen mechanische Beanspruchungen wird. Das bedeutet, dass wir mit Fototapeten wirklich sehr sorgfältig arbeiten müssen.

Zunächst einmal zu den Werkzeugen beziehungsweise Materialien, die für diese Arbeit gebraucht werden:


• Fototapete
• Zollstock
• Bleistift
• Wasserwaage
• Spachtel
• Spachtelmasse
• Schere
• Kleisterpinsel
• Tapetenkleister
• Schaumstoffroller
• Cuttermesser (Linolschneider)

Vorbereitende Arbeiten für den Untergrund

Die Wand, auf die die Fototapete aufgebracht werden soll, muss so glatt wie möglich sein und von allen alten Tapetenresten befreit werden. Oftmals gelingt dies damit, dass die alten Tapeten (mehrfach) sehr eingenässt werden, wodurch sich, manchmal auch erst unter Einsatz eines Tapetenablösers, der alte Tapetenkleister löst. Das ist eine sehr schmutzige und zum Teil eklige Arbeit, die auch sehr viel Kraft erfordert, da immer wieder der scharfe Spachtel zum Einsatz kommen muss.

Wenn die Wand dann endlich freiliegt, erleben wir viele schadhafte Stellen, Löcher durch ehemalige Nägel oder Dübel sowie tiefere Scharten, die wir selbst mit dem Spachtel in den Putz gekratzt haben. Manche Wände waren auch einst mit Öl- oder Latexfarben gestrichen worden, die nun großflächig anzuschleifen sind. In der Regel muss jetzt sehr viel Spachtelmasse angerührt werden, um alle (auch die kleinen) Löcher damit auszugleichen.

Tipp vom Hersteller LanaKK: Wer einfachen, billigen Gips verwendet, hat das Problem, dass der Gips sehr schnell aushärtet und dann nicht mehr streichfähig ist. Gips ist etwas für Profis, die wirklich sehr große Löcher stopfen müssen. Im Normalfall ist dazu ein Produkt wie "Moltofill" sehr gut geeignet.

Gerade wenn noch alte Ölfarben oder ein ziemlich bröseliger, sandiger Wandputz zu beklagen sind, empfiehlt sich die Verwendung einer Grundierung wie "Tiefgrund", bevor es mit dem Tapezieren richtig losgeht. Beachten Sie dabei die Trocknungs- und Aushärtezeiten, die auf den Verpackungen angegeben sind.

Auslegen der Fototapete

Die Fototapete sollte zunächst unbedingt auf dem Fußboden ausgelegt werden, den Platz dafür muss man sich irgendwie schaffen. Die passenden Bahnen müssen dabei nebeneinander arrangiert werden. Falls Sie jetzt deutliche Farbabweichung zwischen einzelnen Bahnen feststellen, ist das der letztmögliche Zeitpunkt zur Reklamation.

Herstellung des Kleisters


Meistens auf den Kleisterpackungen ist das Mischungsverhältnis von Kleister und Wasser auch mit Bezug auf Fototapeten genau angegeben. Bitte halten Sie das genau ein. Das lässt sich so in einem Eimer oder in einer Schüssel mit der Hand einrühren, indem der Kleister langsam und gleichmäßig unter ständigem Rühren ins Wasser geschüttelt wird. Mit einem Küchenmixer geht es aber noch besser, da dieser weitestgehend eine mögliche Klumpenbildung verhindert.

Das Anzeichnen und Einkleistern


Fototapeten werden in Bahnen geliefert. Wenn die genauen Positionen der einzelnen Fototapetenbahnen feststehen, zeichnen wir mithilfe der Wasserwaage einen beziehungsweise mehrere (wirklich) senkrechte Striche auf den Untergrund. Die Rückseite der ersten Bahn wird gleichmäßig und nicht zu dick eingekleistert. Es wird nun unmittelbar an die Wand gebracht, damit es keine Zeit zum Aufquellen hat.

Ansetzen der ersten parallelen Tapetenbahn

Eine dünne Bleistiftlinie kann recht hilfreich sein, um die benachbarte Bahn in exakt der richtigen Bildhöhe anzusetzen. Da sich die Tapete beim Trocknen in jeder Richtung geringfügig verkürzt, ist es wichtig, dass sich die Bahnen stets um ca. zwei Millimeter überlappen. Auch die zweite Bahn wird wieder mit dem Schaumstoffroller glatt gestrichen, wobei wir uns von der Mitte langsam nach außen arbeiten. Der Profi hat hierbei aber auch den Bogen raus, dies mit wenig Andruck mit sauberen Händen zu bewerkstelligen.

Die letzten Schritte

Zum Trocknen sollten wir die Raumtemperatur auf ca. 20 Grad Celsius bringen. Zugluft ist wie immer beim Tapezieren zu vermeiden. Überstehende Kanten lassen sich besser und sauberer am nächsten Tag mit der Schere oder dem Cuttermesser an der trockenen Tapete abschneiden.
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