Jeder Achte ist kriminell - Zehn Millionen Deutsche arbeiten ohne Skrupel am Fiskus vorbei

Erfurt: Freund HRC | Monatlich gebe ich Ihnen nützliche Informationen - für einen erfolgreichen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben oder zur Sicherung Ihres Arbeitsplatzes und zur Entwicklung Ihrer Karriere. Dem einen haben diese Hinweise geholfen, anderen wiederum nicht. Aus den Zuschriften weiß ich: Die besten Bewerbungstipps nützen nichts, wenn es nicht genügend Arbeitsplätze gibt.

Was läuft schief? Einerseits registrieren wir Millionen Arbeitslose. Die Langzeitarbeitslosigkeit wird nur geringfügig abgebaut. Junge Menschen werden als „Generation Praktika" deklassiert. Auf der anderen Seite beklagen Unternehmen zunehmend den Mangel an Arbeitskräften. Die Sozialsysteme sind zum Zerreißen gespannt. Der Staat ist überschuldet. Und die weltwirtschaftliche Entwicklung - Stichwort Globalisierung - beschleunigt diesen Prozess. Schwarzarbeit vernichtet Arbeitsplätze Die Schattenwirtschaft hat eine beträchtliche volkswirtschaftliche Größe erreicht. Ihr Volumen beträgt fast 15 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes. Dies entspricht rund 340 Milliarden Euro.

Zwar kann man die Resultate der Schattenwirtschaft nicht 1:1 in „legale Arbeitsplätze" umrechnen. Doch selbst wer diese Zahlen sehr kritisch betrachtet, kommt ohne Schwarzarbeit auf zusätzlich bis zu drei Millionen reguläre Arbeitsplätze. Wer sind die Schwarzarbeiter? Vor allem Männer mit gutem Bildungsabschluss und soliden Berufserfahrungen sind am hohen Aufkommen der Schwarzarbeit beteiligt. Jüngere Menschen arbeiten mehr schwarz als ältere, Verheiratete mehr als Alleinstehende. Sehr häufig bessern 400-Euro-Jobber ihr Einkommen mit Schwarzarbeit auf. Besonders hoch ist der Anteil von Studenten und Arbeitslosen. Mehr als jeder dritte Euro, der in der Bauwirtschaft (inklusive Handwerk und Reparaturen) verdient wird, ist Schwarzgeld.

Warum ist das so? Der Durchschnittsverdienst pro Arbeitsstunde in der Schwarzarbeit beträgt in Deutschland zwischen 10,30 und 13,25 Euro. Wer ist schon freiwillig bereit, davon ein Drittel abzuführen? Daher kommen alle Untersuchungen zu der Erkenntnis, dass die meisten Deutschen Schwarzarbeit tolerieren oder gar unterstützen. An diesem Beispiel wird klar: Es gibt genügend Arbeit in Deutschland.

Wir brauchen eine breite Diskussion in unserer Gesellschaft, wie wir diese Arbeit verteilen und gerecht entlohnen wollen. Ich möchte Sie dazu einladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen und mir Ihre Meinung mitzuteilen. Ich freue mich auf Ihre Zuschriften!

Ihr Matthias S. Freund


Zahlen

• Jeder vierte Deutsche würde sein Einkommen mit Schwarzarbeit aufbessern.

• Als Ursache für Schwarzarbeit sieht die Mehrheit (56 Prozent) eine zu hohe
Steuer- und Abgabenlast.

• Schätzungsweise bis zu 10 Millionen Deutsche arbeiten mehr oder weniger
regelmäßig schwarz und kommen dabei auf circa 400 Stunden pro Jahr.
Zusammengefasst entspricht diese Zeit etwa 2,7 Millionen Vollzeitstellen.
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