Job-Profil: Wie ist das Leben als SoFa, Herr Linz?

Sozialversicherungsfacharbeiter Sascha Linz arbeitet viel im Büro.
Erfurt: IKK classic |

Sascha Linz ist ein kommunikativer Typ. Deshalb ist der Sozialversicherungsfach­angestellte (SoFa) sehr zufrieden mit seinem Beruf. „Ich spreche täglich viel am Telefon oder auch persönlich mit den Versicherten.“

Bei der IKK classic in Erfurt betreut er Langzeitkranke. Der 28-jährige Berater schaltet sich ein, wenn Patienten schon seit Monaten und ­womöglich nie mehr ihren Job ausüben können. Linz verhilft den Versicherten zur beruflichen Rehabilitation, zur Rente oder Umschulung, damit sie auch in Zukunft sozial abgesichert sind.

Ist ihm dies gelungen, war es für den Erfurter ein gelungener Arbeitstag. „Für mich persönlich ist es immer gut, wenn ich jemandem helfen kann, aber auch die Ziele des Unternehmens verwirklicht habe. Das heißt: Der Patient freut sich, denn er bekommt seine Behandlung, Reha oder Rente. Und für uns als gesetzliche Krankenkasse ist es entlastend, weil wir wissen, dass er kein Krankengeld mehr beziehen muss.“

Sascha Linz, SoFa aus Erfurt: "In diesem Job ist Teamfähigkeit gefragt. Man steht nicht nur mit Versicherten im Kontakt, sondern beispielsweise auch mit Ärzten oder dem medizinischen Dienst."

Linz muss sensibel vorgehen. „Denn wem es schlecht geht, der möchte oft lieber in Ruhe gelassen werden“, weiß er. Ob es nun der Handwerker ist, der seinen Beruf wegen einer orthopädischen Erkrankung nicht mehr ausüben kann, ein Krebs­patient, der um sein Leben kämpft, oder ein psychisch Kranker, der unter Burnout leidet. Der Berater muss ohne Fachchinesisch die Sprache der Menschen finden, sachlich bleiben, aber das nötige Einfühlungsvermögen zeigen. „Ich versuche, den Menschen alles zu erklären und nicht mit Paragraphen um mich zu schießen.“

Dennoch gehört Rechtswissen natürlich zum Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten, und das Sozialgesetzbuch ändert sich ständig. Ebenso kommen auf den SoFa in der Regel Büro- und Verwaltungs­arbeit zu – mal mehr oder eben weniger wie bei Linz. „Es ist ein breit gefächerter Beruf.“ Die Rechnungsprüfung war dem 28-Jährigen beispielsweise zu starr und zu trocken, eher etwas für den Typ Buchhalter. Er wechselte den Bereich und spricht davon, jetzt gesegnet zu sein, dass er den Menschen helfen darf. „Generell begegnen mir die Leute mit sehr großer Dankbarkeit.

Aber es gibt auch Geschäftsbereiche, in denen man unangenehme Entscheidungen trifft und auch mal einen Antrag ablehnen muss.“ Linz aber kann den Beruf weiterempfehlen, der Zukunft habe, stete Weiterbildung ermögliche und bundesweit einheitlich entlohnt werde.

Hintergrund

Wo?
Der Sozialversicherungsfachangestellte (SoFa) arbeitet bei gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherungen, bei Berufsgenossenschaften oder auch in Einrichtungen des Öffentlichen Dienstes wie der Agentur für Arbeit. Bei der IKK classic erfolgt die praktische Ausbildung in der Krankenversicherungsagentur vor Ort, die Theorie in Lehrgängen an der IKK-Akademie.

Was?
Zu den Ausbildungsinhalten gehören Krankenversicherungsrecht, Kommunikation, Informationsverarbeitung und Marketing. Voraussetzung ist ein Realschulabschluss oder ein weiterführender Schulabschluss mit guten Noten, insbesondere in Mathe und Deutsch.

Wie lange?
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre.

VITA Sascha Linz (28)
• 2003 bis 2006 Ausbildung, seitdem Sozialversicherungsfachangestellter bei der IKK classic
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