Karrierefalle Internet: Googeln Sie regelmäßig ihren Namen und löschen Sie die kompromittierenden Inhalte

Die Mitarbeiter in den Personalabteilungen lassen sich nicht mehr ohne Weiteres von „geschönten“ Bewerbungsmappen blenden. Sie recherchieren im Internet. (Foto: Pixelio/Rainer Sturm)
Erfurt: Freund HRC |

Wenn ein Bewerber heutzu­tage auf seine Bewerbung eine Absage erhält, so muss dies nicht unbedingt an den ­Bewerbungsunterlagen liegen. Die meisten Bewerber wissen schon, dass man nur mit ordentlichen Unterlagen punkten kann. Trotzdem eine Absage – was ist passiert?

 Die Mitarbeiter in den Personalabteilungen lassen sich nicht mehr ohne Weiteres von „geschönten“ Bewerbungsmappen blenden. Sie recherchieren im Internet, um herauszufinden, ob das angestrebte Bild vom Bewerber mit der Realität übereinstimmt. Das Stichwort dazu heißt Online-Reputation.

Aktuelle Umfrage:
Personalchefs recherchieren im Internet


 Nach einer aktuellen Umfrage bei über 300 Personalchefs namhafter Firmen bestätigten diese mehrheitlich, dass sie bei der Besetzung wichtiger Positionen Informationen über den Bewerber im Internet recherchieren. Eine Zahl von 86 Prozent steht im Raum. Dabei geht es gar nicht nur um negative Auftritte bei Facebook und Co.

 Die eigene Online-Reputation kann auch positive Auswirkungen auf die berufliche Zukunft haben. In der Regel veröffentlichen die Menschen im Internet weit mehr Informationen über sich, als sie es je in einer Bewerbungskam­pagne machen würden. Folglich finden sich Zusatzinformationen über einen Bewerber, die bessere Grundlagen für die Gesamtbeurteilung eines Kandidaten bieten: fachliche Interessen, Hobbys, soziales Engagement, Begabungen und Talente.

 Bleiben wir bei den ­negativen Auswirkungen. Haupt­ursachen für Ablehnungen sind negative Äußerungen über Arbeitgeber, ungeeignete Fotos, die auf einen bedenklichen Lebensstil schließen lassen sowie Anhaltspunkte für Falschangaben in der Bewerbung. Es gibt aber noch wesentlich mehr.

Tipps für den Erfolg im Netz


 Beachten Sie daher ­folgende Ratschläge:
• Recherchieren Sie regelmäßig alle Informationen zu Ihrem Namen beziehungsweise zu Ereignissen, die mit Ihnen in Kontakt stehen können.

• Betrachten Sie alle Informationen im Internet über sich von zwei Seiten. Könnte eine Information gegebenenfalls nachteilig ausgelegt werden?

• Nutzen Sie alle Möglichkeiten, Ihre Privatsphäre in den sozialen Netzwerken zu schützen. Seien Sie sparsam mit der Freigabe und Zugriffs­erlaubnissen.
• Erlauben Sie nicht jedem den Zugriff auf Ihre Kontakte.

• Gestalten Sie Ihren Internet­auftritt individuell, um sich gegebenenfalls von gleichnamigen Personen im Internet zu unterscheiden. Sonst droht Verwechslungsgefahr.

• Nutzen Sie berufliche Netzwerke (XING, LinkedIn), um sich positiv darzustellen und zu vernetzen.

• Wählen Sie nur Themen für Ihren Internetauftritt aus, mit denen Sie in der Öffentlichkeit punkten wollen. Stichwort: persönliches Online-Marketing.

• Nutzen Sie alle Möglichkeiten, um kompromittierende Inhalte aus dem Internet zu entfernen. Neuerdings können Sie bei Google einen entsprechenden Antrag stellen.
Hier der Link.
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2 Kommentare
12.763
Renate Jung aus Erfurt | 07.06.2014 | 13:58  
7.111
Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 10.06.2014 | 21:35  
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