„Kind, streng dich an!“ Eine aktuelle Studie belegt: Bildung lohnt sich

Büffeln lohnt: Je besser die Ausbildung, desto besser ist später das Gehalt.
Erfurt: Freund HRC | Ausbildung? Studieren? Oder doch lieber darauf hoffen, von Heidi Klum als Model oder Dieter Bohlen als Superstar entdeckt zu werden? Jeder Jugendliche steht am Ende der Schulzeit vor einer wichtigen Lebensentscheidung.

Die Chance, Model oder ­Superstar zu werden, ist sicherlich geringer als ein Lottogewinn. Dennoch entwickeln immer mehr junge Menschen die Hoffnung, es auf unkonventionellen Wegen doch noch im Leben zu etwas zu bringen. Zugleich steigt die Zahl der Schulschwänzer und Schulabbrecher. Dies beunruhigt mich und ist offensichtlich Ausdruck falscher „Lebensideale“. Sicherlich sind zahlreiche TV-Formate daran nicht ganz unschuldig.

Doch auch in den ­Elternhäusern ist einiges im Argen. Früher soll es ja noch Eltern gegeben haben, die ihren Kindern sagten: „Streng dich an, damit aus dir einmal etwas wird! Oder damit es dir mal besser geht als uns“. Und heute?

Damit steht die Frage im Raum, ob es noch lohnt, sich während der Schulzeit, in der Berufsausbildung oder während des Studiums anzu­strengen. Oder kann man als ­„Glücks­ritter und ­Abenteurer“ am Lebensende einen „dickeren Geldsack“ vorzeigen?

Dieser Frage hat sich das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) in einer kürzlich vorgelegten Untersuchung gewidmet. Um es auch gleich zu sagen: Natürlich ist Geld nicht alles! Aber bei dieser Untersuchung hat sich das IAB vordergründig mit den Einkommen zwischen dem 18. und 65. Lebensjahr beschäftigt. Dazu wurden fünf Personengruppen untersucht:
• Personen ohne Berufsausbildung,
• mit Berufsausbildung ohne Abitur,
• Abiturienten mit oder ohne Berufsausbildung,
• Fachhochschulabsolventen
• und Hochschulabsolventen.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Bildung lohnt sich!

Vergleicht man die Lebenseinkommen in Bezug zu den Menschen in Deutschland ohne eine berufliche Ausbildung, so wird der monetäre Vorteil durch Bildung deutlich sichtbar. Der finanzielle Mehrwert – auch Bildungsprämie genannt – liegt bei Facharbeitern bei rund 500.000 Euro, bei Fachhochschulabsolventen bei etwa 900.000 Euro und bei den Hochschulabsolventen sogar bei 1,25 Millionen Euro.

Leider gibt es nach wie vor Ungerechtigkeiten. So gibt es noch deutliche Unterschiede bei der Entlohnung in allen Stufen zwischen Frauen und Männern sowie zwischen den ­Einkommen in Ost und West.

Fazit: "Kind, streng dich an, damit es dir einmal besser geht!“ Betrachtet man nur das Einkommen, ist dieser Satz richtiger denn je. Bildung lohnt sich!


Hintergrund:

· Im Westen verdienen Akademiker in ihrem Leben 1,4 Millionen Euro mehr als Menschen ohne Berufsausbildung, in Ostdeutschland liegt dieser Unterschied nur bei 800.000 Euro.

· Bei Frauen mit Fach­hoch­schul­abschluss beträgt die ­sogenannte Bildungsprämie 430.000 Euro - das ist weniger als die Hälfte als bei den männlichen Kollegen, für die der Mehrwert 1,1 Millionen Euro beträgt.

·Mehr Infos:www.iab.de
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9 Kommentare
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Joachim Kerst aus Erfurt | 22.02.2014 | 15:21  
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Hannelore Grünler aus Artern | 22.02.2014 | 20:04  
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Renate Jung aus Erfurt | 23.02.2014 | 18:23  
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Silke Dokter aus Erfurt | 23.02.2014 | 22:06  
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Mike Renke aus Hermsdorf | 26.02.2014 | 10:25  
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Renate Jung aus Erfurt | 26.02.2014 | 18:31  
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Mike Renke aus Hermsdorf | 27.02.2014 | 10:05  
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Renate Jung aus Erfurt | 27.02.2014 | 14:46  
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Mike Picolin aus Gera | 25.03.2014 | 13:02  
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