Mathe macht Spaß? Den Beweis gibts zur "Langen Nacht der Wissenschaften"

Professor Dr. Zylka bereitet ein Experiment vor.
Erfurt: Fachhochschule Erfurt |

Spaßfaktor Mathematik? Geht das überhaupt? Die "Lange Nacht der Wissenschaften" am 6. November startet mit einer unterhaltsamen Mathe- und Physikvorlesung.



Mathematik macht Spaß. Darauf schwört Christian Zylka jeden Eid. Kein Wunder, schließlich sind Mathematik und Physik die erklärten Leidenschaften von Professor Dr. rer. nat. habil. Zylka. Er ist Dozent und Leiter des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Zentrums an der Erfurter Fachhochschule, gibt sein Wissen und die Leidenschaft Tag für Tag an die Studenten weiter. Und er möchte in einer ungewöhnlichen Vorlesung auch jene begeistern, die noch gar nichts davon wissen, wie wunderbar sich Naturwissenschaften anfühlen, wenn man sie beherrscht. Professor Zylka tut das auf besondere Weise, mit einer großen Portion Humor.


Die ähnlich angelegte Weihnachtsvorlesung, die er seit neun Jahren auch für Nicht-Studenten hält, sorgt immer für einen übervollen Hörsaal. Nun freut er sich auf die Auftaktveranstaltung zur Langen Nacht der Wissenschaften, lässt Mathematik und Physik dort aufeinandertreffen. "Die klassischen Gedankengänge von Archimedes und von Galilei sind noch immer aktuell", will er seine Vorlesung vor allem den Klassikern widmen, die ihrerzeit mit nobelpreisverdächtigen Ideen und Berechnungen daherkamen. Aber den Preis gab es damals ja noch nicht. Zu sehen und zu bestaunen gibt es in Professor Zylkas Vorlesung einiges. Gerade bereitet er gemeinsam mit anderen Lehrenden, den Laboringenieuren und der Werkstatt die Experimente vor. Zum Beispiel das, bei dem sich alles um Widerstände und die Supraleitung bei äußerst tiefen Temperaturen dreht. In einem anderen Versuch spielt eine Tafel Schokolade die Hauptrolle. Aha-Erlebnisse bleiben nicht aus. Natürlich wird Christian Zylka alles, was da geschieht, genau erklären. So, dass es jeder versteht, wirklich jeder, verspricht er. "Aber ein bisschen Mathematik muss schon sein", fügt er lächelnd hinzu.


Natürlich, so weiß es der Professor, ist es nicht einfach, jemanden für Mathematik und Naturwissenschaften zu begeistern. Aber er wird nicht müde, leidenschaftliche Plädoyers für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu halten. Wer ein solches Studium absolviert, habe anschließend exzellente Berufsaussichten. Und das Schülerlabor in der Fachhochschule bietet schon den Jüngeren die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auf diesen Gebieten zu testen und weiterzuentwickeln. "Wir haben hier Gerätschaften, die die meisten Schulen nicht zu bieten haben", sagt Zylka und freut sich, wenn noch mehr Schulklassen die Angebote wahrnehmen.


Doch schon vorher, zur Langen Nacht der Wissenschaften, lässt sich erfahren, wieviel Spaß Mathematik machen kann. Und Physik. Und Technik. Eigentlich alles, was mit neuem Wissen zu tun hat.


Termin:



Auftaktvorlesung mit Prof. Dr. Zylka: 6.11. um 18 Uhr im Audimax der Fachhochschule Erfurt, Altonaer Straße 25, geeignet für Besucher ab 12 Jahren: "Wo Mathematik und Physik zusammentreffen - Argumente und Experimente". Aufgrund begrenzter Platzkapazität können Karten (1 Euro) in Verbindung mit dem Kauf einer Eintrittskarte zur Wissenschaftsnacht im EVAG-Zentrum am Anger erworben werden.




Die "Lange Nacht der Wissenschaften"



Als "klügste Nacht des Jahres" geht die "Lange Nacht der Wissenschaften" am 6. November (18 bis 1 Uhr) in eine neue Runde. Dann lädt die Stadt Erfurt gemeinsam mit den Erfurter Hochschulen, dem Helios Klinikum sowie zahlreichen weiteren Unternehmen und Einrichtungen dazu ein, Wissenschaft hautnah zu erleben.
Ein Abend voller Vorträge, Ausstellungen, Präsentationen und Experimente erwartet die Besucher, wenn Wissenschaftler und Experten aus der Region die Türen zu ihren Laboren, Cleanrooms, OPs, Archiven, Hörsälen und Produktionsstätten öffnen.

Ausführliche Infos:www.wissenschaftsnacht.erfurt.de
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