Mechanik zum BeGreifen

Ein Museum im klassischen Sinne ist das „Mechanika da Vinci“ in Leutenthal nicht. Es hat nicht einmal eine Tür und auch kein Kassenhäuschen.
Dafür haben Kinder hier ganz viel Spaß und können die Welt der Mechanik spielerisch BeGreifen.

Und: Anfassen wird beiden Ausstellungsstücken Unterm Dorf 32 ausdrücklich gewünscht.

„Denn nur so lernen Kinder am schnellsten und erfahren, wie das komplexe Thema
Physik wirklich funktioniert“, sagt Museumsvater Karl-Heinz Brunner.
Auf einem von der Gemeinde gepachteten Grundstück hat er in jahrelanger Arbeit
ein Kleinod geschaffen, dass seines Gleichen sucht. Kleine kindgerechte Hütten zum selbst werkeln und basteln für die kleinen Besucher, dazu Modelle von Maschinen und eine große Menge an Konstruktionen, die auf einfache Art bewegt werden können und die Genialität ihrer Erfinder demonstrieren.

Die Idee zu dem besonderen Freilichtmuseum kam Karl-Heinz Brunner in einem Urlaub. Hier besuchte er ein Museum und durfte nichts anfassen.
„Wie soll man Technik begreifen, wenn man sie nicht anfassen kann? Das geht nicht“, sagt der gelernte Architekturmodellbauer. Berufliche Veränderungen der
Nachwendejahre brachten die nötige Zeit, ein Wettbewerb der Bauhaus Uni die Idee. Das hier eingereichte Modell einer komplexen Maschine von Leonardo da Vinci war der Grundstock und lieferte gleichzeitig im Bekanntenkreis den Namen des
heutigen Museums.

Die Freude, mit der Karl-Heinz Brunner tüftelt und baut, war der Startschuss zu den interessanten Ausstellungsstücken im Freilichtmuseum. „Viele Einzelteile
der Konstruktionen habe ich auf dem Schrottplatz gefunden.
Sie waren zum Wegwerfen einfach zu schade“, sagt der Mann, der heute vielen Kindern die Welt der Physik erklärt. Zu ihm kommen viele Familien mit Kindern, Großeltern mit den Enkeln aber auch Schulklassen. Auf dem Gelände erklärt Brunner
dann die mechanischen Grundlagen, von den Anfängen zu Zeiten da Vinci´s bis heute. Alles bewegt sich, alles muss durch die kleinen Besucher bewegt und ausprobiert werden.
Selbst die wertvollen Modelle in ihren Vitrinen können bewegt und von allen Seiten betrachtet werden.

Neben den Modellen und kindgerechten Konstruktionen können Kinder schon ab dem Vorschulalter hier selbst aktiv werden. In kleinen Hüttchen können sie drechseln, schnitzen, schmieden, töpfern und kleine Dinge aus Holz basteln.

Nach einer kurzen Einweisung geht´s los. Und am Ende? „Da kommen manchmal erstaunliche Dinge heraus, die die Kleinen selbstverständlich mit nach Hause nehmen können.“

Normaler Weise hat das kleine Museum täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Doch kommt es schon einmal vor, dass der Chef mit transportablen Maschinen
in Schulen, Mittelalterund Weihnachtsmärkten oder anderen Veranstaltungen unterwegs ist. „Dann steht am Eingang die Kasse des Vertrauens und die Besucher können sich selbst umsehen. Alle Objekte sind selbsterklärend oder werden
auf kleinen Tafeln erläutert. Und anfassen ist ja sowieso unbedingt gewollt“, sagt Brunner und widmet sich wieder seinen kleinen Gästen, die fleißig am
Arbeiten sind.
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