Mehr Lob für die Arbeit

Sich einmal wie ein Sieger zu fühlen, ist mit ein bisschen Lob des Chefs möglich. (Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de)
 
Es muss ja nicht gleich ein Pokal sein, aber viele Mitarbeiter wünschen sich mehr Lob von ihrem Chef. (Foto: CFalk/pixelio.de)
Erfurt: Freund HRC | In Zeiten, in denen qualifizierte Arbeitskräfte immer seltener werden, geht es nicht nur darum, die Lücken mit neuem Personal zu füllen. Vor allem müssen die Unternehmen existierende Mitarbeiter behalten und stärker an das Unternehmen binden. Was ist unseren Mitarbeitern besonders wichtig, damit sie im Unternehmen bleiben und sich engagiert einbringen? Worüber ärgern sie sich am meisten? Was führt zur inneren Kündigung oder zum Verlassen des Unternehmens? Diese Fragen waren Gegenstand einer aktuellen Studie in den wichtigsten Industrienationen der Welt. Interessanterweise sind die Unterschiede zwischen den Nationen gar nicht so bedeutend.


An erster Stelle weltweit steht für die Mitarbeiter der Respekt vor der eigenen Arbeit. Egal in welcher Position - sie erwarten von den Vorgesetzten Achtung der eigenen Arbeit und Wertschätzung. Mitarbeiter sind frustriert, wenn Angehörige der Führungsetagen sie übergehen oder einfache Tätigkeiten nur als unwichtig einstufen.

Überhaupt ist der Chef der zentrale Punkt im Spannungsfeld von Lust und Frust am Arbeitsplatz. Die absolute Mehrheit der Befragten wünscht sich einen kompetenten Chef, der darüber hinaus eine emotionale Bindung zu seinen Mitarbeitern herstellt und regelmäßig mit Lob und Anerkennung gute Leistungen würdigt.

Dies ist offensichtlich nicht der Fall, denn 81 Prozent der Befragten bemängeln dies an ihren Vorgesetzten. Sie kritisieren ihr Verhalten nach dem Motto "Nicht geschimpft, ist Lob genug"." Die Mitarbeiter erwarten keine Lobeshymnen, sondern einfache Gesten und anerkennende Bemerkungen für besondere Leistungen oder zum Beispiel für erbrachte Überstunden.

75 Prozent der Arbeitnehmer beklagen die Tatsache, dass sie nicht ausreichend von ihrem Chef nach ihrer Meinung gefragt oder in bestimmte Lösungsprozesse einbezogen werden. Sie fühlen sich übergangen und ignoriert. Wenn sich dann Mitarbeiter mit Verbesserungen zurückhalten, ist das kein Wunder. 69 Prozent fühlen sich vom Chef nicht als Mensch wahrgenommen, sondern nur als funktionierendes Element in der Organisation.


An zweiter Stelle kommt in Deutschland die Verbindung von Arbeit und Privatleben. Wichtig sind flexible Arbeitszeiten, ein Arbeitgeber, der rücksichtsvoll auf bestimmte Situationen im Familienleben reagiert, und ein Unternehmen, das sensibel auf den Kollegen "Mensch" eingeht. Denken wir daran, wie schwer es ist, seine Kinder betreuen zu lassen oder kranke Menschen zu pflegen.


Auf den weiteren Plätzen folgen als motivierende Faktoren ein akzeptables Grundgehalt, zusätzliche Sozialleistungen sowie eine funktionierende Kommunikation zwischen dem Management und den übrigen Mitarbeitern des Unternehmens. Interessanterweise spielt offensichtlich für den deutschen Arbeitnehmer eine langfristige Karrieremöglichkeit im eigenen Unternehmen keine große Rolle. Dieser Aspekt landete nur auf Platz neun.

Nur im mittleren Feld liegt die Aussage der Befragten, dass sie sich von einem Unternehmen angezogen fühlen, welches Visionen hat. Sie erwarten Vorgesetzte, die ihnen mittelund langfristige Ziele aufzeigen und sie für deren Umsetzung begeistern können.
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8 Kommentare
Matthias S. Freund aus Erfurt | 16.04.2013 | 09:27  
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Marcus Daßler aus Zeulenroda-Triebes | 16.04.2013 | 10:52  
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Antje Hellmann aus Jena | 16.04.2013 | 12:43  
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Renate Jung aus Erfurt | 16.04.2013 | 22:14  
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Birgit Baier aus Gotha | 17.04.2013 | 07:53  
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Hannelore Grünler aus Artern | 17.04.2013 | 20:29  
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Silke Dokter aus Erfurt | 22.04.2013 | 08:54  
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Antje Hellmann aus Jena | 22.04.2013 | 10:46  
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