Mit diesen Tipps kratzt Sie Eis nicht länger

Immer nur in eine Richtung kratzen. (Foto: Pixelio/Gabi Eder)
 
ADAC-Experte Ulrich Buckmann sagt: "Das Eis wegzukratzen, verlängert nicht gerade die Lebensdauer der Scheibe." (Foto: ADAC)
Der ADAC-Experte Ulrich Buckmann gibt Autofahrern Tipps für frostfreie Scheiben:

Motor an und die Lüftung auf volle Pulle – bringt nichts. Denn:
• Der ADAC-Test zeigt, dass der Wagen im Leerlauf gar nicht warm wird. Nach vier ­Minuten hat das Motoröl erst eine Temperatur von minus sieben Grad erreicht und aus den Düsen kommt mit 13 Grad nur ein laues Lüftchen.
• Den Motor warmlaufen zu lassen, ist verboten. Wird man erwischt, sind zehn Euro Verwarnungsgeld fällig.
• Es schadet der Umwelt und dem Portemonnaie. Nach vier Minuten werden bereits 0,15 Liter Sprit sinnlos verbrannt.
• „Sie versauen sich das Motoröl“, sagt ADAC-Experte Ulrich Buckmann. Denn läuft der Motor nur im Leerlauf, ­geraten mehr Kondenswasser und Kraftstoff ins Öl.


Der Geheimtipp: Wasser über die Scheiben schütten. „Diese geniale ­Methode ist konkurrenzlos am schnellsten und schont die Scheiben“, erklärt Buckmann. „Kaltes Wasser aus dem Hahn reicht völlig.“ Heißes Wasser kann den Scheiben sogar schaden. Sobald das Eis getaut ist, muss man es schnell mit einem Gummi­abzieher wegwischen. „Aber wenn diesen Trick viele nachahmen", gesteht Buckmann, „wird dort überall die Fahrbahn rutschig.“


Bei den Kratzern gibt es qualitative Unter­schiede. „Werbegeschenke können Sie meist vergessen“, warnt Buckmann vor Kratzern mit ungenauen Kanten, die schnell abbrechen. Auch von Kratzern mit Metallkante sollte man die Finger lassen. Schnell verkantet man sich und zerkratzt die Scheibe.


Der Kratzer sollte gut in der Hand liegen und nicht zu klein sein. Sinnvoll sind Schaber mit Schneebesen am anderen Ende. Beheizbare Kratzer taugen nichts. Buckmann: „Die können Sie in die Tonne werfen.“


Immer nur in eine Richtung kratzen. Am besten den Eiskratzer oben ansetzen und dann in Bahnen von links nach rechts kratzen.


Ist die Scheibe von innen gefroren? Am besten entfeuchtet man den Wagen, indem man die Klimaanlage anwirft. Wird diese in den Wintermonaten nicht genutzt, leiden nämlich zudem ihre Dichtungen.


Tränken Sie einen Schwamm in Salzwasser und reiben Sie mit ihm die Scheibe ein. Sie wird über Nacht nicht zufrieren. Und keine Angst vor dem Salz. Buckmann beruhigt: „Bei einer Fahrt über die gestreute Autobahn bekommt Ihr Wagen 10-mal mehr Salz ab.“


Vorbeugend kann man die Scheibe auch mit unverdünntem Frostschutzmittel, das sonst in die Wischanlage kommt, besprühen. Aber: Greifen Sie zum Mittel, das bis minus 60 Grad hilft.


Eine Alufolie verhindert 100-prozentig, dass die Frontscheibe zufriert. Allerdings zerreißt oftmals lichtscheues Gesindel böswillig die Folien. Die alubeschichteten Matten, die im Sommer die Sonne abhalten, funktionieren ebenso wie die sogenannten Halb- und Ganzgaragen. Einziges Problem: Reibt die Plane bei Wind am Lack, sind Kratzer möglich. Und: Wohin mit den nassen Abdeckungen? Auf jeden Fall nicht ins Auto.


Anti-Eissprays helfen auch, dickes Eis zu brechen. Nach dem Aufsprühen muss man allerdings ein wenig warten, ehe man ans Kratzen geht.
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3 Kommentare
Michael Steinfeld aus Erfurt | 26.11.2011 | 14:06  
7.498
Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 26.11.2011 | 22:55  
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Antje Hellmann aus Jena | 28.11.2011 | 22:28  
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