Nudeln? Nein, danke!

Der erste Ernährungsentertainer: Patric Heizmann. (Foto: Agentur Heizmann)
 
Muskeltraining ist für Patric Heizmann der ­effektivste Abnehmsport. (Foto: Agentur Heizmann)
Spricht Patric Heizmann über Kalorien & Co., hat das Unterhaltungswert. Er ermuntert zum ersten Schritt, einfach mal schlank zu sein.

„Ich bin kein Mann für die schnelle Nummer“, stellt Patric Heizmann klar. Der Ernährungs­entertainer hält nichts von Crash-Diäten. Er will Abnehmwillige langfristig auf den richtigen Weg bringen und das mit Wissen, Witz und Comedy-Einlagen.

Ihr Buch und Ihre Show tragen den Titel „Ich bin dann mal schlank“. Damit nehmen Sie Anleihe bei Hape Kerkeling?
Ja, weil es um eine Lebenseinstellung geht, nicht um ein Diätprogramm. Hape Kerkeling wusste nicht, was ihn auf dem Jacobsweg erwartet. Aber er hat den entscheidenden ersten Schritt getan. Nur so merkt man: Es ist gar nicht schlimm, auf zum nächsten Schritt.

Aber wir hängen doch sehr an alten Essgewohnheiten...
Und unser Schweinehund beschützt sie. Wir sollten nicht gegen ihn arbeiten, sondern ihn lieber auf die Hundeschule schicken. Die heißt bei mir: der perfekte Tag. Anfangs reicht es, nur ­einen Tag in der Woche perfekt zu essen und sich zu bewegen. Man merkt sehr bald, dass dieser Tag gut tut und überträgt die Regeln auf immer mehr Tage. Ganz ohne Zwang und der ­Schweinehund geht bei Fuß.

Ist Sport der sichere Weg zur guten Figur?
Nicht immer. Es kommt auf den Mix aus richtiger Ernährung und richtiger Belastung an. Oft wird ein Riesenfehler gemacht und der Kalorienverbrauch beim Ausdauertraining völlig überschätzt. Viele gehen ein bisschen Schwimmen, machen etwas Nordic Walking und belohnen sich mit Kuchen. So ist die Energiezufuhr am Ende größer als der Verbrauch. Ausdauer­sport ist gut, keine Frage. Aber er verbrennt nur mehr Energie, während wir ihn betreiben.

Haben Sie einen besseren Tipp?
Wesent­lich effektiver ist ein intensives Krafttraining. Je mehr Muskeln wir haben, umso mehr Fett wird dauerhaft verbrannt. Die kleinen Kraftwerke im Körper verbrauchen auch dann Energie, wenn man nichts tut. Sogar im Schlaf. Bei Einsteigern reichen zwei- bis dreimal 15 Minuten Muskelaufbautraining pro Woche. Das geht auch mit leichten Übungen zu Hause.

Was ist Ihr Lieblingsessen?
Schafskäse-Zucchini-Pfanne. Die liebe ich über alles.

Ganz ohne Nudeln?
Ja. Dabei war ich früher ein Kohlenhydrat-Junkie. Bis ich begriff: Nicht die Nudeln, der Reis oder die Kartoffeln schmecken, sondern das Drumherum. Das Hirn gaukelt uns was vor. Heute esse ich lieber Gemüse mit einer deftigen Soße oder Olivenöl.

Macht Fett nicht dick?
Nicht das Fett, sondern die Kombination von Kohlenhydraten und Fett. In meiner Bilderwelt verpacke ich die Kohlenhydrate als Papier und die Fette als Briketts. Ich habe keine Chance, im Ofen dicke Briketts zu verbrennen, wenn ich ihn ständig mit Papier füttere, das sofort in Flammen aufgeht. Es ist erwiesen: Nachmittags und abends keine Kohlenhydrate zu essen, macht schlank. Nach Fisch-Fleisch-Gemüse-Kombinationen kann der Körper über Nacht effektiv Fett verbrennen.

Was tun, wenn mich trotzdem der Hunger plagt?
Dann helfen Nüsse, ein Stück Käse, Naturjoghurt oder ein hartgekochtes Ei. Nicht hungrig bleiben, denn Hunger schlägt Alarm. Er wird ausgelöst durch den Botenstoff Ghrelin. Klingt wie Gremlin und ist auch so fies. Hunger schaltet den Verstand auf Stand-by. Wir rennen wie ferngelenkt zum Kühlschrank und trösten uns mit Sprüchen wie „Das ist Nervennahrung.“ oder „Heute noch mal richtig, morgen mache ich Diät“.
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