Nur eine Frage: Haben ­Menschen auf dem Land ­seltener ­Allergien?

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Land­kinder möglicherweise durch einen bestimmten ­Bestandteil von Bakterien, sogenannte Endotoxine, eher vor Allergien geschützt sind. Diese befinden sich im Stallstaub. (Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)
Erfurt: Allergie-, Neurodermitis- und Asthmahilfe Thüringen e.V. (ANAT e.V.) |

Die Antwort auf die Frage, ob Menschen auf dem Land seltener Allergien haben, kennt Kornelia Holzapfel. Sie ist stellvertretende Vorsitzende, Allergie-Beraterin und Lungensport-Trainerin beim Verein ­Allergie-, Neurodermitis-und Asthmahilfe Thüringen (ANAT).

Die aktuelle Untersuchung des ­Robert-­Koch-­Instituts zur Gesundheit stellt fest, dass Großstädter häufiger unter allergischen Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis oder Nahrungsmittelallergien leiden als Land­bewohner. Der Anteil der Menschen, die einmal in ­ihrem Leben von einer dieser Krankheiten betroffen sind, steigt leicht mit der Größe des Wohnorts: In Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern sind es 29 Prozent, in mittelgroßen Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern 30 Prozent, in Großstädten 33 Prozent.

Das Immunsystem wird beschäftigt


Kinder vom Lande haben weniger häufig Allergien, weil sie in der Lebensphase, in der sich das Immunsystem konstituiert, mehr mit Mikroben in Kontakt kommen. Das Immunsystem wird beschäftigt und damit gestärkt.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Land­kinder möglicherweise durch einen bestimmten ­Bestandteil von Bakterien, sogenannte Endotoxine, eher vor Allergien geschützt sind. Diese befinden sich im Stallstaub.
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1 Kommentar
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 04.01.2016 | 13:50  
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