Nur eine Frage: Warum drehen sich in ein und demselben Windpark manche Räder schneller als andere und manche gar nicht?

Sie nutzen den gleichen Wind. Doch oft dreht sich das eine Windrad, das andere aber nicht. Für dieses vermeintliche Phänomen kann es ganz unterschiedliche Ursachen geben. (Foto: Petra Bork / pixelio.de)
Erfurt: Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH |

Die Antwort auf die Frage, warum sich in ein und demselben Windpark manche Räder schneller als andere drehen und manche gar nicht, kennt Professor Dr. Dieter Sell. Er ist Geschäftsführer der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA).


Für dieses vermeintliche Phänomen kann es ganz unterschiedliche Ursachen geben:

Wartungsarbeiten oder Defekte, zum Beispiel an Getriebe oder Rotoren:
Betreiber können sich per Fernwartung auf die Windrad-Systeme zuschalten und führen Routinekontrollen durch. Die Rotorblätter werden dann so ausgerichtet, dass sich der Rotor nicht im Wind dreht. Bei Defekten schalten sich manche Anlagen automatisch ab.

Netzkapazität: Die Netzbetreiber dürfen die Einspeisung in das aufnehmende Netz herabregeln, wenn die eingespeiste Energiemenge nicht mehr transportiert oder aufgenommen werden kann. Sind nebeneinanderstehende Anlagen an unterschiedliche Netze angeschlossen, kann eine Anlage still stehen und eine daneben stehende Anlage dreht sich.

Keine Schatten auf die Häuser



Abschaltzeiten zum Schutz von Mensch und Natur:
Windkraftanlagen werden teilweise auch zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu Brut- und Ausflugzeiten abgeschaltet. Ähnliches gilt für den Anwohnerschutz, wenn sie beispielsweise bei tiefstehender Sonne länger als 30 Minuten am Tag Schatten auf anliegende Wohngebäude werfen.

Zu geringer Wind: Bei zu geringem Wind verbrauchen die Anlagen Strom statt diesen zu produzieren. Deshalb schalten sich manche Anlagen ab und einige laufen weiter, um so zu testen, ob verwertbarer Wind ansteht, damit die anderen Anlagen zugeschaltet werden können.

Unterschiedliche Anlagentypen: In Windparks mit älteren und neuen Anlagen lässt sich beobachten, dass die technisch ausgereifteren Typen schon bei geringeren Windstärken anlaufen und Strom produzieren.

Informationen:

www.wind-gewinnt.de
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2 Kommentare
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 29.04.2016 | 14:07  
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Renate Jung aus Erfurt | 29.04.2016 | 21:54  
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