Nur eine Frage: Warum ist die Milch weiß, Herr Frenzel?

Egal, welches Fell die Kuh hat: Milch ist immer weiß. Woran liegt das? (Foto: Thorben Wengert / pixelio.de)
Obermaßfeld-Grimmenthal: Bayerische Milchindustrie eG |

Die Antwort auf die Frage, warum die Milch immer weiß ist, kennt Jörg Frenzel. Er ist Werksleiter bei der Bayerischen Milchindustrie eG (BMI) im südthüringischen Obermaßfeld.

In Thüringen gehören die meisten Kühe zur Rasse Holstein-Schwarzbunt und sind hübsch schwarz-gefleckt. Doch egal welche Fellfarbe die Kuh hat, ihre Milch ist weiß.

Wir verarbeiten für die Marke Thüringer Land im Jahr mehr als 29 Millionen Kilo Rohmilch zu Trinkmilch, Schlagsahne, Sauerrahm oder Trink-Kakao. Das Ausgangsprodukt ist immer weiß, obwohl Milch zu 86 Prozent aus durchsichtigem Wasser besteht. Dass sie anders aussieht und schmeckt als Wasser, liegt an den übrigen Inhaltsstoffen. Milch enthält Fett, Milchzucker, Eiweiß, Mineralien und Vitamine. Das natürlich enthaltene, ernährungsphysiologisch hochwertige Lecithin legt sich um die Fettkügelchen herum und sorgt dafür, dass sie sich in der Flüssigkeit verteilen.

Wenn Lichtstrahlen auf Fett-Tröpfchen treffen



Ähnlich verhält es sich mit den Milcheiweißteilchen, die so winzig klein sind, dass sie sich weder auflösen noch absetzen. Wenn Lichtstrahlen auf die herumschwimmenden Fett-und Eiweiß-Tröpfchen treffen, prallen sie von ihnen ab und werden in viele Richtungen gestreut. Während beispielsweise ein roter Gegenstand alle Farben „schluckt“ und nur rot reflektiert, streuen Milchfett und Eiweiß alle Farbanteile des Lichts in verschiedene Richtungen und es entsteht wieder ein Farbgemisch, das unser Auge als weiß wahrnimmt.
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1 Kommentar
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 20.05.2016 | 13:52  
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