Oje, du fröhliche!

Mit einigen Tipps stellt sich auch bei Weihnachtsmuffeln wieder weihnachtliche Romantik ein. (Foto: Foto: Pixelio/Claudia Hautumm)
Für alle Zeitgenossen, die von Weihnachten eher genervt sind, haben die Autoren Christian Ankowitsch und Manfred Stelzig ihren Ratgeber „Oh Tannentrauma" geschrieben. In 24 Kapiteln des „psychologischen Adventskalenders" widmen sie sich den typischen Fragen rund ums Fest: Was soll ich bloß schenken? Wo bleibt die Romantik? Und woher kommen diese zusätzlichen Pfunde?


Wieder nur eine Krawatte

Männer wünschen sich laut einer Umfrage am häufigsten Technik (34,4 Prozent). Doch die meisten (26,5 Prozent) bekommen etwas zum Anziehen geschenkt - oft Krawatten oder Socken. Nur 27,5 Prozent der Frauen wünschen sich Parfum. Aber 33,8 Prozent der Männer schenken es ihrer Partnerin.

• Kramen Sie daher in Ihren Sehnsüchten: Schreiben Sie in Ruhe alle Wünsche auf. Ohne Rücksicht darauf, ob sie erfüllbar, erwachsen oder alltagstauglich sind.

• Ordnen Sie dann Ihre Wünsche: nach Erfüllbarkeit, nach Dringlichkeit, nach Farben. Egal! Ziel sollte es sein, ein Gefühl für die echten Wünsche zu bekommen, für die Wünsche, die andere erfüllen können und für jene, für die Sie selbst zuständig sind.

• Erzählen Sie anderen von Ihren Wünschen. Schreiben Sie sie auf, zum Beispiel unter WunschSammlung.de.

• Untersuchungen zeigen, dass große Geschenke nur kurzfristig erfreuen. Glücklicher machen kleine Freuden, die man möglichst jeden zweiten Tag bereitet.


Die perfekten Geschenke

• Nicht der reale Wert eines Geschenkes ist ausschlaggebend dafür, ob es jemand als kostbar empfindet, sondern dessen symbolischer und sozialer Wert. Wir könnten uns die allermeisten Dinge problemlos selbst kaufen, aber das käme nicht aufs Gleiche hinaus. Wir lieben Geschenke, weil sie uns etwas geben, das wir nur von anderen bekommen können: Aufmerksamkeit, Respekt und Zuwendung.

• Machen Sie es wie Journalisten: Recherchieren und beobachten Sie, hören Sie auf Zwischentöne. Machen Sie sich Notizen. Am besten das ganze Jahr über.

• Fühlen Sie sich in die anderen hinein, sehen Sie die Welt aus ihren Augen. Was brauchen sie, was fühlen sie, was erfreut oder kränkt sie? Hilfreich: Überlegen Sie, was Sie an diesen Menschen schätzen und suchen Sie ein Symbol dafür: einen Stein, eine Blume, eine Murmel. Welche Eigenschaft wünschen Sie dem Menschen? Suchen Sie auch dafür ein Symbol.

• Es hat keinen Sinn, alle Bekannten zu beschenken. Gute Freundschaften bleiben auch ohne Geschenk bestehen.


Immer dieser Stress

• Es gibt unterschiedliche Sorten von Stress. Positiver Stress ist durchaus gesund. Schreiben Sie auf eine Seite eines Blattes alles, was Sie als Belastung empfinden. Auf die andere Seite, was Sie an der Weihnachtszeit schön finden, was Sie genießen wollen, wie Sie die Adventszeit gestalten wollen.

• Überlegen Sie, wie Sie diese positiven Punkte Wirklichkeit werden lassen könnten. Mit dieser Technik werden Sie den vielen Belastungen deutlich leichter begegnen. Hilfreich ist, wenn Sie sich auf den kindlichen Teil Ihrer Seele einlassen. In ihm wohnt Ihre Lebendigkeit, Neugierde, Begeisterungsfähigkeit und Ihre Sehnsucht nach Liebe, Schutz und Geborgenheit.


Romantische Weihnachten

• Erwarten Sie nicht allzu viel. Das klingt unromantisch. Doch diese Strategie bietet die Möglichkeit, sich vor allzu großen Enttäuschungen zu bewahren.

• Locken Sie die Romantik selbst hervor. Suchen Sie im Alltag kleine Anzeichen von Schönheit und Freude: ein stimmungsvolles Essen, der Weihnachtsgruß eines Freundes, der aufrichtige Dank eines Mitmenschen. Notieren Sie jeden Abend ein solches Erlebnis - 24 Tage lang. Beschenken Sie sich selbst, indem Sie am Heiligen Abend die Erinnerungen Ihres Adventskalenders lesen. Glücksforscher haben herausgefunden, dass zufriedene Menschen genau diese Momente verstärkt wahrnehmen - und negative schneller wieder vergessen.

• Starten Sie mit Ihrem Partner eine Reise in die Vergangenheit. Erzählen Sie einander, wie es war, als Sie sich kennen lernten. Fragen Sie nach angenehmen, nach romantischen Dingen und nach ihren wichtigsten Freunden.


Mist, drei Kilo angefuttert

• Um über Weihnachten drei Kilo zuzunehmen, müssten Sie täglich 7000 Kilokalorien aufnehmen - zusätzlich zum normalen Bedarf. Das sind täglich rund 1,2 Kilo Schokolade.

• Grübeln Sie nicht über die Kalorien in Adventskeksen. Denken Sie lieber an die Vorbereitungen aufs Fest oder an weiße Weihnachten.

• Wenn‘s am schönsten ist, soll man aufhören - also am Höhepunkt des Genusses. Die Glücksforschung bestätigt, dass vor allem das Finale von Erlebnissen bestimmt, wie sie uns in Erinnerung bleiben.
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