Personal Cloud Computing (2)

USB Webserver (muss nicht installiert werden)
 
Startseite des USB Webservers
 
index.html fehlt - alle Dateien werden angezeigt!
Teil 2 - Ein Webserver für die eigene Cloud. Jetzt ist es endlich soweit, jetzt formatieren wir unseren USB-Speicherstick und verwenden dazu das kleine, kostenlose Formatierungsprogramm „HP USB Disk Storage Format Tool“ von Hewlett Packard: http://www.chip.de/downloads/HP-USB-Disk-Storage-F...

Wenn später auf dem USB-Speicherstick und auf dem USB-Webserver nur Dateien gespeichert werden sollen, die kleiner gleich 4 GByte groß sind, dann können Sie sich für das Formatieren mit dem „FAT32“-Dateisystem entscheiden.

Wenn Sie hingegen auch Dateien z.B. für das Hoch- und Runterladen von DVD- oder Blue ray-Images in Form einer ISO-Datei größer 4 GByte ermöglichen wollen, dann sollten Sie das „NTFS“-Dateisystem für das Formatieren des USB-Speichersticks wählen!

Denken Sie bei dieser Gelegenheit auch daran, dass man beispielsweise mit dem Brennprogramm „Nero Burning ROM“ in Verbindung mit einem virtuellen Brenn-Laufwerk beliebig viele und große Dateien nebst Verzeichnissen quasi als eine Archivdatei vom ISO-Dateityp anfertigen kann, die sich dann wiederum mit dem Freeware-Programm „Daemon Tools Lite“ als virtuelles CD-ROM, DVD- oder Blue ray-Laufwerk abspielen lässt, ohne dass eine Disk dazu gebrannt werden muss. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie im Artikel „ZIP war gestern“.

Nach dem Formatieren des USB-Speichersticks können Sie den USB-Webserver 8.2 des Holländers Leon de Vries aufspielen (http://www.usbwebserver.net/en/index.php), indem Sie die ZIP-Datei „USBWebserver v8_en.zip“ aus dem Internet herunterladen und mit allen Unterverzeichnissen auf den USB-Stick entpacken.

Wenn Sie später noch weitere Dateien auf den USB-Stick speichern wollen, dann sollten Sie für den USB-Webserver zuvor noch ein entsprechendes Unterverzeichnis \USB Webserver anlegen, sodass sich die Übersichtlichkeit verbessert.

Nachdem Herunterladen, Entpacken und Aufspielen des Programms, stellt sich sofort die Frage, ob man das Programm des USB-Webservers in Form eines Setups noch installieren muss. Nein, muss man nicht! Das Programm des USB-Webservers lässt sich ohne Installation sofort starten, indem man die Programmdatei usbwebserver.exe direkt vom USB-Stick aus startet.

Als nächstes stellt sich gleich die Frage, wie man sich die Start-Webseite im Browser anzeigen lassen kann. Da der USB-Webserver auf einem gastgebenden (Windows-) Betriebssystem läuft, muss man standardmäßig den Namen „localhost“ als lokale Webadresse, gefolgt von der Portangabe 8080, wie folgt in die Adresszeile des Browsers eintasten: http://localhost:8080

Da wir die Webadresse http://localhost:8080 ohne die Angabe einer Start-Webseite index.htm oder index.html aufgerufen haben, wissen wir zunächst nicht, um welche Art von Webseite es sich bei der Start-Webseite handelt.

Handelt es sich bei der Start-Webseite um eine statische Webseite index.htm oder index.html im Format HTML 4.0 (oder demnächst HTML 5.0), die vom Webserver heruntergeladen und dann im Browser angezeigt wird oder um eine dynamische PHP-Webseite index.php, die ausschließlich auf dem Webserver generiert wird und dann als Datenstrom (engl. "bitstream") über das http-Protokoll an den Browser übertragen wird.

“PHP ist ein System, das PHP-Code serverseitig verarbeitet. Das bedeutet, dass der Quelltext nicht an den Webbrowser übermittelt wird, sondern an einen Interpreter auf dem Webserver. Erst die Ausgabe des PHP-Interpreters wird an den Browser geschickt. In den meisten Fällen ist das ein HTML-Dokument, wobei es mit PHP aber auch möglich ist, andere Dateitypen, wie Bilder oder PDF-Dateien, zu generieren.” (Quelle: Wikipedia)


HTML oder PHP

Webseiten, die man sich bekanntlich im Browser anzeigen lässt, lassen sich auch auf das Dateisystem der lokalen Festplatte abspeichern!

Demzufolge lässt sich die Start-Webseite, von der wir noch gar nicht wissen, wie diese heißt, und ob es sich bei dieser um eine statische HTML-Webseite index.htm oder um eine dynamische Webseite index.php handelt, abspeichern.

Da der Browser die Webseite nur anzeigen kann und gleichzeitig keinen administrativen Zugriff auf den Webserver hat, kann der Browser die Webseite nur als statische Webdatei im Format HTML mit dem Dateierweiterungsnamen *.htm, *.html oder *.mht abspeichern! Und genau diesen Umstand machen wir uns zunutze, um die unbekannte Start-Webseite als statische Webseite abzuspeichern.

Wenn es sich also bei der Start-Webseite um eine dynamische PHP-Webseite index.php handelt, dann wird diese beim Abspeichern automatisch in eine statische Webseite umgewandelt, da der Browser selbst über keinen integrierten PHP-Webserver verfügt und demzufolge Webinhalte in Form einer dynamischen Webseite nur statisch im HTML-Format abspeichern kann!

Und genau diesen Sachverhalt machen wir uns zunutze, wenn wir die Start-Webseite unter dem vorgeschlagenen Dateinamen Usbwebserver.htm nebst Unterverzeichnis \Usbwebserver_files für die Bilddateien auf den USB-Speicherstick ins Webverzeichnis \root des USB-Webservers abspeichern!

Die auf dem USB-Webserver abgespeicherte Start-Webseite Usbwebserver.htm lässt sich wiederum, da sie sich ja auf dem Server im Verzeichnis \root befindet, unter der Webadresse http://localhost:8080/Usbwebserver.htm im Browser aufrufen und anzeigen. Rein äußerlich sieht man zwischen der dynamischen Webseite index.php und der statischen Webseite Usbwebserver.htm keinen Unterschied. Einen Unterschied würde man aber dann sehen, wenn bei der dynamischen Webseite index.php entsprechende Datenbankinhalte angezeigt würden.

Da es im Webserververzeichnis \root noch keine statische Webseite index.htm gibt, können wir die heruntergeladene und abgespeicherte Webseite Usbwebserver.htm nach index.htm umbenennen.

Frage: Welche Webseite, die statische (index.htm) oder die dynamische (index.php), wird nun im Browser angezeigt, wenn wir die Webadresse http://localhost:8080 ohne weitere Angabe eines Dateinamens aufrufen?

Selbstverständlich können Sie das noch nicht wissen, sondern bestenfalls erahnen. Da aber bekanntlich das Probieren über’s Studieren geht, können Sie das Ganze ausprobieren und die dynamische Webseite index.php nach index (Backup).php umbenennen!

Wenn Sie nun die Webseite im Browser neu anfordern, indem Sie auf die Schaltfläche „Seite neu laden“ klicken, dann wird plötzlich das Dateisystem, werden alle Dateien im Webserververzeichnis \root angezeigt, weil es weder eine dynamische Start-Webseite index.php noch eine statische Start-Webseite index.html gibt!

Wenn aber alle Dateien im Webserververzeichnis \root angezeigt werden, dann ist das der sogenannte „Worst Case“, d.h. der schlimmste (Un-) Fall, weil der Server plötzlich offen ist und der Anwender alle Dateien anklicken und mittels rechter Maustaste herunterladen kann. Natürlich auch solche, die der Anwender normalerweise nicht sehen soll. Schließlich geht es beim Betrieb eines Webservers darum, dass der Anwender maßgebliche Webseiten angezeigt bekommt und keine internen Word- oder PDF-Dateien!

Aber diese Sicherheitslücke lässt sich sehr schnell und einfach schließen, indem wir die statische Start-Webseite von index.htm nach index.html umbenennen! -

So jetzt wissen wir, dass man beim USB-Webserver eine statische Start-Webseite index.html oder alternativ eine dynamische Start-Webseite index.php benötigt, damit das Webverzeichnis \root nebst einzelner Dateien nicht nach außen sichtbar ist! Selbstverständlich gilt das auch für etwaige Unterverzeichnisse des Webverzeichnisses \root .

Im dritten Teil richten wir mit wenigen Programmzeilen eine einfache Webseite ein und publizieren diese zunächst im lokalen (Heim-) Netzwerk (LAN). Das ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, dass man mit einer Textverarbeitung auch Webseiten generieren kann! -
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