Personal Cloud Computing (3)

Einfache Webseite - die Fehlermeldung
 
HTML-Quellkode der fehlerseite.htm
 
Die erste Webseite
Teil 3 - Die eigene Homepage in der Cloud. Kann man Webseiten generieren, ohne dass man vom Webdesign statischer Webseiten im HTML 4.0-Format eine Ahnung hat? Ja, man kann! Und das ist gar nicht so schwer, wie man meinen könnte! Wenn man aber weiß, wie die Dinge funktionieren, dann ist bekanntlich alles einfach! Wie aber gelangen wir zu unserer ersten Webseite, ohne dass wir uns überfordern bzw. zuvor einen HTML-Lehrgang absolvieren müssen?

Frage: Was passiert, wenn man bei dem USB-Webserver eine statische Webseite aufruft, die es auf dem Server überhaupt nicht gibt? Richtig, es gibt eine entsprechende Fehlermeldung (siehe Bild "Einfache Webseite - die Fehlermeldung").

Normalerweise ist eine Fehlermeldung besonders ärgerlich, eben weil die Webseite nicht vorhanden bzw. erreichbar ist. Im vorliegenden Fall bietet aber die Webseite mit der Fehlermeldung unseres Webservers den entscheidenden Vorteil, dass sie extrem einfach gestaltet ist und das ist gut so, weil wir ja selbst eine eigene und äußerst einfache Webseite erstellen wollen.

Frage: Wenn es die fehlende Webseite fehlerseite.htm auf dem Webserver nicht gibt, wie kann man sich dann den Quellkode der Webseite anzeigen lassen?

Selbstverständlich kann man sich eine Webseite, die auf dem Webserver überhaupt nicht existiert, auch nicht anzeigen lassen! Diesbezüglich interessiert uns ja auch nur Quellkode der einfachen Webseite mit der entsprechenden Fehlermeldung.

Statische Webseiten im HTML-Format, die vor der Anzeige im Browser erst vom Webserver heruntergeladen werden müssen, lassen sich nicht nur im Browser anzeigen, sondern auch im diesbezüglichen Quellkode (siehe Bild "HTML-Quellkode der fehlerseite.htm").

Wie man anhand des Quellkodes sieht, gliedert sich eine statische Webseite im HTML-Format in

- die Angabe des Dokumententyps „HTML“ (siehe erste Programmzeile),

- den Bereich der HTML-Befehle,
der mit dem Tag "html" beginnt und mit dem Tag "/html" endet.

Dabei bezeichnet der englische Ausdruck „tag“ ein Etikett, eine Marke oder
einen Anhänger. Im vorliegenden Fall also das Kenntlichmachen eines
HTML-Befehls.

- den Kopf, englisch „head“, d.h. der Titelangabe der Webseite sowie

- den Körper, englisch „body“, der Webseite.

Der Körper der Webseite enthält den später im Browser anzuzeigenden Text
nebst diverser Textformatierungen wie z.B. fett, kursiv, unterstreichen,
Überschrift sowie diverse HTML-Befehle z.B. für Hyperlinks im Sinne von
Verknüpfungen, d.h. Verlinkungen auf externe Webseiten, Bilder, Audio-
oder Videodateien.

Benennen Sie die Start-Webseite index.html um auf index (Backup).html, damit die Webseite erhalten bleibt und nicht versehentlich überschrieben wird.

Ändern Sie dann den obenstehenden HTML-Quelltext wie folgt ab (siehe Bild "HTML-Quellkode - erste Webseite"), und speichern Sie den abgeänderten Quellkode in der Datei index.html ab!

Wechseln Sie nun in den Browser, und fordern Sie die Webseite neu an, indem Sie diese aktualisieren. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, dann müssten Sie jetzt die veränderte Webseite wie folgt angezeigt bekommen (siehe Bild "Die erste Webseite").

Laden Sie sich nun das kostenlose Programm „OpenOffice 3.3“ aus dem Internet herunter: http://www.chip.de/downloads/OpenOffice_13004346.h...

Wenn Sie sich für die „Portable“-Version 3.2 entscheiden
http://www.chip.de/downloads/OpenOffice-Portable_1...
dann müssen Sie das Programm nicht eigens installieren, sondern nur entpacken und auf den USB-Speicherstick aufspielen, so dass Sie es immer dabei haben, wenn Sie eine neue Webseite erstellen oder eine andere verändern wollen.

Das Textverarbeitungsprogramm „Writer“ von OpenOffice eignet sich deshalb besonders gut für das Erstellen von Webseiten, weil es sich strikt an den HTML-Standard hält, während hingegen Microsoft Word bis zur Version Word 2003 eigene, teils proprietäre, d.h. eigenmächtig erweiterte HTML- und XML-Befehle verwendet, so dass der Quellkode einer einfachen Webseite wegen der Fülle der Formatierungen praktisch unlesbar wird.

Demzufolge lassen sich mit Microsoft Word im HTML-Format abgespeicherte Dokumente bzw. Webseiten mangels Kompatibilität nur mit dem Microsoft Internet Explorer formatgerecht einlesen und anzeigen. Bei der Verwendung anderer Browser muss man deshalb damit rechnen, dass das ins HTML-Format konvertierte Dokument bzw. die Webseite nicht richtig angezeigt wird.

Zum statischen Webdesign im HTML 4.0-Format gibt es übrigens eine ausführliche Lern-CD für Einsteiger ohne Vorkenntnisse. -


Webserver im lokalen Heimnetzwerk erreichbar machen

Bisher verhielt es sich so, dass der Webserver nur im lokalen Netzwerk über die Webadresse http://localhost:8080 erreichbar war. Dabei wird dem Namen „localhost“, d.h. lokaler, gastgebender Rechner, standardmäßig die Hardware IP-Adresse 127.0.0.1 der Netzwerkkarte im PC zugeordnet, so dass die beiden Webadressen http://localhost:8080 und http://127.0.0.1:8080 identisch sind.

Da es sich bei der IP-Adresse localhost bzw. 127.0.0.1 um die Hardware IP-Adresse der Netzwerkkarte im PC handelt, lässt sich die Homepage nur an diesem PC im Browser aufrufen. Andere PCs im lokalen (Heim-) Netzwerk können die Homepage nicht erreichen!

Wenn aber die Homepage auf dem USB-Webserver auch im lokalen (Heim-) Netzwerk erreichbar sein soll, dann benötigen wir dazu die logisch zugewiesene IP-Adresse der Netzwerkkarte z.B. in Form 192.168.178.23, 192.168.0.23 oder 192.168.2.23. Dazu muss man wissen, dass sich logische IP-Adressen sowohl automatisch über „DHCP“ (engl. „Dynamic Host Configuration Protocol“), d.h. dem dynamischen Konfigurationsprotokoll gastgebender Rechner, einrichten lassen als auch durch manuelle Eingabe derselben.

Wie aber finden wir heraus mit welcher IP-Adresse unsere (Ethernet-) Netzwerkkarte im LAN (= „Local Area Network), d.h. dem lokalen (Heim-) Netzwerk, unterwegs ist? Ganz einfach: indem wir unter Windows XP (oder Windows Vista bzw. Windows 7) den aktuellen Status der Netzwerkkarte abfragen!

Gehen Sie zu diesem Zweck in die Systemsteuerung, dann in die Netzwerkverbindungen und dort auf die LAN-Ethernet-Netzwerkkarte bzw. Broadcom-Ethernet-Netzwerkkarte (= Kommunikationsübertragung mittels Ethernet-Netzwerkkarte). Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die LAN-Ethernet-Netzwerkkarte und im kleinen Kontextmenü auf die Menüauswahl „Status“. Im Fenster „Status von Broadcom Ethernet“ klicken Sie abschließend auf das Register „Netzwerkunterstützung“, so dass der Status der Netzwerkkarte angezeigt wird (siehe "Statusanzeige (Ethernet-) Netzwerkkarte").

Alternativ können Sie sich die IP-Adresse sowie alle Netzwerkeinstellungen auch mittels des Netzwerk-Befehls ipconfig /all in der sogenannten „Eingabeaufforderung“ (= DOS-Box, DOS = Disk Operating System) anzeigen lassen.

Zu der sogenannten „Eingabeaufforderung“ (= DOS-Box) gelangen Sie über die Menüauswahlen Start, Alle Programme, Zubehör, Eingabeaufforderung.

Die Homepage unseres USB-Webservers erreichen Sie im gesamten lokalen (Heim-) Netzwerk (LAN) ab sofort unter der Webadresse http://192.168.178.23:8080

Sollte sich die Homepage im lokalen Netzwerk (LAN) wider Erwarten nicht aufrufen lassen, dann ist entweder

- der USB-Webserver nicht gestartet,
- die (Ethernet-) Netzwerkkarte nicht ordnungsgemäß in Betrieb oder
- die IP-Adresse der (Ethernet-) Netzwerkkarte eine andere! -

Im vierten Teil geht es darum, dass wir die Homepage unseres USB-Webservers von außen über das Internet erreichbar machen. -
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