Personal Cloud Computing (6)

“eyeOS”-Update installieren
 
Aktuelle “eyeOS”-Version anzeigen
 
Bilder in die “eyeDocs”-Textverarbeitung einbinden
Teil 6 - Update und praktisches Arbeiten in der „eyeOS“-Cloud. Nehmen wir mal an, dass auf dem Webserver der „eyeOS“-Web-Desktop in der Version 1.9.0.1 installiert ist, der nun auf die Version 1.9.0.3 aktualisiert werden soll. Zu diesem Zweck lädt man sich also die Version 1.9.0.3 in Form der ZIP-Archivdatei eyeOS_1.9.0.3-1.zip aus dem Internet unter der Webadresse http://sourceforge.net/projects/eyeos/files/eyeos/ herunter und entpackt diese direkt in das Unterverzeichnis \eyeOS auf dem Webserver, so dass das bestehende Unterverzeichnis \eyeOS mit den neueren Programm-, System- und Konfigurationsdateien überschrieben wird. Genau genommen wird aber zum bestehenden Unterverzeichnis \eyeOS nur noch das Unterverzeichnis \installer hinzugefügt, aus dem heraus das Update durchgeführt wird.

Nachdem die neue Version aufgespielt wurde, erweitert man im Browser die Webadresse um den Installationspfad http://localhost/eyeos/installer/ und bestätigt die erweitere Adresseingabe durch Betätigen der -Taste, so dass das Setup gestartet wird (siehe Bild “‘eyeOS’-Update installieren”).

Bevor Sie den Setupvorgang fortsetzen, können Sie unten rechts im Fenster „eyeOS Installation“ noch die von Ihnen gewünschte Sprache auswählen.

Nach dem das Setup ordnungsgemäß durchgelaufen ist, wechselt das „eyeOS“-Programm wieder auf die Webadresse http://localhost/eyeos/index.php mit dem Startbildschirm, so dass man sich wieder mit seinem Benutzernamen anmelden kann.

Klicken Sie abschließend unten rechts in der Ecke auf das Symbol „Blauer Punkt mit Kreisring“ (= System), so dass sich das Kontextmenü öffnet. Klicken Sie im Kontextmenü auf den Menüpunkt „About eyeOS“ (= „Über eyeOS“), so dass die aktuell installierte Version angezeigt wird (siehe Bild “Aktuelle ‘eyeOS’-Version anzeigen).


Das praktische Arbeiten in der „eyeOS“-Cloud

Der Mensch ist aus Sicht der Evolution nicht nur ein Gewohnheitstier, sondern auch ein Lebewesen, das den anderen Menschen braucht, um sich in der Zweisamkeit oder in verschiedenen Gruppen selbst wahrzunehmen. Dabei spielt die verbale und nonverbale Kommunikation eine wichtige Rolle. Auch wenn wir nicht schwätzen, kommunizieren wir. Dazu gehört dann auch die innere Zwiesprache oder auch die innere Gefühlsregung, dass wir pünktlich um 12:30 Uhr hungrig sind, wenn wir frühmorgens nicht richtig gefrühstückt haben.

Bei der Kommunikation im täglich Leben, insbesondere am Büroarbeitsplatz oder am Schreibtisch zu Hause dürfte es sich so verhalten, dass wir hauptsächlich fernmündlich, schriftlich per E-Mail oder schriftlich per Textdokument kommunizieren. Dabei spielt dann die Textverarbeitung eine wichtige Rolle, wobei sich im Laufe der Jahrzehnte die Microsoft Textverarbeitung „Word“ quasi als Standard etabliert hat. Selbstverständlich sind im letzten Jahrzehnt dank des Internets noch andere Formen der schriftlichen Kommunikation wie z.B. E-Mail, Text-Chat in Echtzeit per Messenger oder neuerdings die textbasierte Online-Zusammenarbeit nebst Synchronisation und Dokumentenmanagement hinzugekommen.

Der Umgang mit dem Internet, d.h. das Aufrufen von Webseiten nebst des Hin- und Herspringens von (Hyper-) Link zu Link, sind uns selbstverständlich geworden. Was aber vielen Internetanwendern erst nach und nach bewusst wird, ist der Umstand, dass sich viele Dinge online ins Internet verlagern. Dazu gehört auch die viel geliebte oder gehasste Textverarbeitung, die sozusagen klammheimlich auch internetfähig geworden ist und sich z.B. mittels Windows Live SkyDrive von Microsoft inkl. 25 GB kostenlosem Speicherplatz ins Internet verlagert hat: http://www.windowslive.de/skydrive/. Vielen Anwendern ist dabei noch gar nicht bewusst, dass man mit Microsoft Word oder OpenOffice "Writer" auch Textdokumente z.B. im HTML-Format im Netz abspeichern oder als „Webseite“ veröffentlichen kann. Ebenso ist vielen Anwendern bei der Online-Textverarbeitung im Browser bisher unbekannt geblieben, dass die Textverarbeitung im Browser, d.h. beim „Cloud Computing“ in der Datenwolke nichts mehr mit der herkömmlichen Textverarbeitung Word von Microsoft zu tun hat, weil sich die Dinge im Internet auf Servern abspielen und anderen „Gesetzmäßigkeiten“ gehorchen. Auf den Punkt gebracht: Die Online-Textverarbeitung in der Datenwolke funktioniert im Zusammenhang mit HTML 4.0/5.0, Javascript auf der Anwenderseite (= Client) und/oder ASP.NET , C#, PHP oder Java auf der Serverseite. Microsoft versucht zwar die herkömmliche Textverarbeitung Word auch ins Internet zu bringen, was aber nichts anderes bedeutet, dass man diese mittels HTML/XML, Javascript sowie ASP.NET oder C# auf dem Microsoft Server nachbildet!

Da wir aber mittels des „eyeOS“-Browser-Betriebssystems für den Web Desktop unsere eigene, d.h. persönliche Datenwolke völlig unabhängig von Microsoft Live SkyDrive, Google Cloud Connect oder Google Text & Tabellen betreiben wollen, müssen wir unsere Textdokumente im Word-Format internetkompatibel machen, damit wir mit diesen direkt in der Datenwolke, d.h. im Browser arbeiten können! Der Preis für die Internetkompatibilität ist also der, dass wir uns vom herkömmlichen Microsoft Word-Format lösen, d.h. unabhängig machen, um auf diese Weise flexibler zu werden mit dem Ziel, Textdokumente direkt im Internet, d.h. im Browser zu bearbeiten. Das Tröstliche dabei ist der Umstand, dass sich internetkompatible Textdokumente im HTML-Format jederzeit mit herkömmlichen Textverabeitungsprogrammen weiterverarbeiten lassen, nachdem man sich diese aus dem Internet heruntergeladen hat.

Für das Konvertieren von Microsoft Word-Dokumenten ins HTML-Format eignet sich am besten das kostenlose Konkurrenzprodukt OpenOffice: http://de.openoffice.org/. Zu Zwecken der Konvertierung ins HTML-Format öffnen wir die Word-Textdatei in der Textverarbeitung „Writer“ von OpenOffice als sogenannte Arbeitskopie und speichern diese als Webdatei im HTML-Dateiformat ab.

Wenn wir davon ausgehen, dass eine Word-Textdatei auch das eine oder andere Bild enthält, dann stellt sich sofort die Frage, ob und wie die Bilder beim Konvertieren ins HTML-Dateiformat übertragen werden. Bleiben sie eventuell auf der Strecke und gehen verloren oder werden sie mit ins HTML-Textdokument übernommen? Probieren wir’s doch einfach aus!

Beim Einlesen (= Öffnen) der Word-Textdatei in die Textverarbeitung „Writer“ von OpenOffice wird das komplette Word-Dokument einschließlich der darin enthaltenen Bilder übernommen. Wenn wir aber das eingelesene Word-Dokument nun als HTML-Webseite abspeichern wollen, dann geht das logischerweise nur mittels der Menüwahlen „Datei“, „Speichern unter …“. Beim Abspeichern als HTML-Webseite benutzen wir den geläufigen Dateityp „HTML-Dokument (OpenOffice.org Writer).html“. Was es genau damit auf sich hat, werden wir gleich sehen.

Beim Abspeichern als HTML-Webseite wird der Dateiname der Word-Textdatei übernommen und z.B. wie folgt angezeigt: Personal Cloud Computing, Teil 06.doc. Damit wird sichergestellt, dass der Ursprung der Word-Textdatei mittels des Original-Dateinamens nachvollziehbar und erhalten bleibt. Beim Abspeichern als HTML-Webseite müssen Sie dann aber noch zusätzlich den Dateierweiterungsname .html manuell hinzufügen, damit sich das neue Textdokument (= HTML-Webseite) später mit dem Browser darstellen lässt!

Dazu muss man wissen, dass Windows schon seit geraumer Zeit lange Dateinamen inklusive mehrerer Dateierweiterungsnamen unterstützt. Kopieren Sie eine Microsoft Word-Textdatei vom Dateityp *.doc und hängen Sie an die Kopie den Dateierweiterungsnamen *.odt für “Open Document Text” einfach an: Personal Cloud Computing, Teil 06.doc.odt

Obwohl es sich noch immer um eine Word-Datei handelt, wird diese unabhängig davon entsprechend dem letzten Dateierweiterungsnamen jetzt der OpenOffice-Textverarbeiter “Writer” zugeordnet!

Wenn Sie die Textdatei vom Dateimanager “Windows Explorer” aus öffnen, dann startet sich automatisch die Textverarbeitung “Writer” von OpenOffice, lädt die Textdatei und zeigt diese zur weiteren Bearbeitung an.

Den Effekt mit weiteren, zusätzlichen Dateierweiterungsnamen machen sich auch einige Viren- oder Trojaner-Programme zunutze, um sich quasi zu verstecken: meine_urlaubsgruesse.exe.pdf oder meine_urlaubsgruesse.dll.pdf (interne Windows-Programmdatei).

Der letzte Dateierweiterungsname vom Typ *.pdf gaukelt dem Anwender und dem Windows-Dateimanager vor, es handele sich um eine harmlose PDF-Datei für den Adobe Reader (früher Acrobat Reader). In Wirklichkeit steckt aber ein ausführbares Programm vom Typ *.exe dahiner, nämlich z.B. ein Viren- oder Trojaner-Programm!

Bevor Sie also blindlings irgendwelche E-Mail-Dateianlagen z.B. vom Typ *.pdf oder *.jpg (= Bilddatei) herunterladen und öffnen, sollten Sie es sich angewöhnen, den vollständigen Dateinamen mit sämtlichen Dateierweiterungsnamen in Augenschein zu nehmen. Das gelingt Ihnen aber nur, wenn Sie zuvor Microsoft Windows mitteilen, dass auch Dateierweiterungsnamen angezeigt werden sollen! Bei dieser Gelegenheit sollten Sie sich auch versteckte Dateien des Dateisystems anzeigen lassen!

Doch nun wieder zurück zum Abspeichern einer Word-Textdatei als Webseite im HTML-Format.

Wenn Sie alles richtig gemacht haben, dann wurde die Word-Textdatei jetzt als HTML-Webseite mit dem Dateinamen Personal Cloud Computing, Teil 06.doc.html abgespeichert!

Nun starten wir unseren Browser und lassen uns die HTML-Webseite quasi offline anzeigen. Offline deshalb, weil sich die Webseite (noch) nicht auf unserem USB-Webserver befindet, sondern „nur“ in einem Unterverzeichnis auf der lokalen Festplatte. Geben Sie dazu beim Mozilla Firefox-Browser die Menübefehle „Datei“, „Datei öffnen“ ein, und wählen Sie die Webseite mit dem Dateinamen Personal Cloud Computing, Teil 06.doc.html aus dem Dateiauswahlfenster nebst entsprechendem Unterverzeichnis aus.

Beim Google Chrome-Browser gibt es leider (noch) keinen Menübefehl „Datei“. Dies ist aber weiter kein Problem. Gehen Sie einfach in die Adresszeile des Browsers, und tasten Sie den Befehl „file:///C:/" ein, so dass alle Dateien im Hauptverzeichnis der Festplatte C: angezeigt werden. Wechseln Sie dann ins Unterverzeichnis wo sich die Webseite befindet. Der Befehl „file:///C:/" funktioniert übrigens auch bei allen anderen Browsern!

Wenn Sie alles richtig gemacht haben und sich die Webseite ordnungsgemäß anzeigen lässt, dann werden Sie feststellen, dass zwar alle Bilder innerhalb der ursprünglichen Word-Textdatei vorhanden sind, aber die Formatierung bezüglich der Zeilenschaltung mit Wagenrücklauf „Carriage Return“ geändert hat, so dass die Absätze weiter auseinander gerückt sind.

Auch wenn dies jetzt ungewöhnlich aussieht, so ist es trotzdem „normal“, weil es bei einer HTML-Webseite keine Absatzschaltung nebst „Carriage Return" gibt.

Stattdessen gibt es den HTML-Formatbefehl „break“ für eine Zeilenschaltung (= neue Zeile) sowie den HTML-Formatbefehl „paragraph“ für eine Zeilenschaltung plus Wagenrücklauf (= Absatz).

Wenn Sie also von vornherein mit der OpenOffice „Writer“-Textverarbeitung ein Textdokument als HTML-Webseite erstellen, dann sollten Sie es sich tunlichst angewöhnen die Zeilenschaltung mittels ”Shift” & “Return”, d.h. ”Umschalttaste” (für die Groß- und Kleinschreibung) & ”Eingabetaste” zu verwenden, damit später bei der Anzeige der Webseite im Browser keine weit auseinandergezogene Absätze entstehen! Die ”Return”- bzw. ”Eingabe”-Taste sollten Sie nur noch dann verwenden, wenn Sie einen echten Absatz im HTML-Textdokument erzeugen wollen!

Daran, dass die Textformatierung eines HTML-Webdokumentes innerhalb der OpenOffice „Writer“-Textverarbeitung etwas anders aussieht als dann später im Browser, werden Sie sich also gewöhnen müssen, da es noch keine WYSIWYG-Textverarbeitung für HTML-Webdokumente gibt. WYSIWYG-Texteditoren für HTML gibt es hingegen schon, die aber nichts mit Textdokumenten von Microsoft Word oder OpenOffice Writer anfangen können. -

Beim Abspeichern der Word-Textdatei als HTML-Webseite mit dem Dateinamen Personal Cloud Computing, Teil 06.doc.html zeigt es sich, dass die Bilder innerhalb der HTML-Webseite erhalten bleiben, aber im gleichen (Unter-) Verzeichnis separat abgespeichert werden! Wichtig dabei ist, dass die Bilder, d.h. der Verweis auf die Bilddatei innerhalb des HTML-Textdokuments gespeichert wird. Konkret bedeutet dies, dass das jeweilige Bild vom HTML-Textdokument von außen eingelesen wird, so dass das Bild selbst eben nicht innerhalb der Webseite gespeichert wird!

Selbstverständlich lassen sich Webseiten bei den Webbrowsern auch abspeichern. Dabei werden beim neuen Dateiformat *.mht oder *.mhtml auch die Bilder zusammen mit der Webseite abgespeichert!

“Mit diesem Standard soll das Problem behoben werden, dass beim Speichern einer HTML-Seite Grafiken und andere darauf dargestellte Merkmale separat gespeichert werden müssen, was letztlich auch Änderungen an der Ursprungsdatei erfordert.

In MHTML werden Webseiten einschließlich ihrer Grafiken und anderer eingebetteter Elementen in eine kompakte Form gebracht, die als eine Datei in einem MIME-fähigen Format abgelegt wird. Bestimmte Inhalte, z. B. Skripte, die nicht von derselben Domain wie die Webseite kommen, werden nicht gespeichert. MHTML-Dateien werden häufig mit der Endung .mht gespeichert.

Das Format ist wie eine MIME-E-Mail aufgebaut. MHTML wird beispielsweise bei HTML-E-Mails zum Einbetten von Bildern in der E-Mail verwendet.

Das Format wird derzeit von den Browsern Internet Explorer und Opera unterstützt. Für den Mozilla Firefox ist ein Add-on namens unMHT erhältlich, das im Gegensatz zum Mozilla Archive Format auch Bilder korrekt einbettet. Bei einigen Mobiltelefonen werden Webseiten des eingebauten Browsers in diesem Format gespeichert.

Um Webseiten in einer möglichst originalgetreuen Form zu archivieren, ist MHTML ein geeignetes Mittel. Inhalte ganzer Websites können so nicht effizient archiviert werden, für solche Anlässe bietet sich wget an.

Eine andere Möglichkeit, Elemente in eine HTML-Datei einzubetten, ist die Data-URL.” (Quelle: Wikipedia)

Doch leider haben wir uns zu früh gefreut, da die Textverarbeitung OpenOffice “Writer” das neue Dateiformat *.mht bzw. *.mhtml beim Abspeichern (noch) nicht unterstützt!

ACHTUNG: Das neue Dateiformat *.mht bzw. *.mhtml nützt uns nur, wenn die Bilder innerhalb des Webdokuments gespeichert und nicht von außen per Link eingebunden werden!

Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie die Dateigröße des neuen Webdokuments im Dateiformat *.mht bzw. *.mhtml überprüfen, da diese auf jeden Fall wegen der intern abgespeicherten Bilder größer sein muss als das HTML-Webdokument!

Wenn man eine Webarchivdatei vom Typ *.mht oder *.mhtml auf den Webserver hochlädt und anschließend im Browser z.B. mit der Webadresse http://localhost/pcc/Personal Cloud Computing, Teil 06.mht wieder aufruft, so wird man schmerzlich feststellen, dass das nicht geht, weil das Webarchivformat den HTML-Quellkode erweitert, so dass die Webarchivdatei auf der Clientseite nicht mehr vom Webbrowser angezeigt werden kann! -

„Back to the roots!“, zurück zu den Wurzeln! Ziel unserer Bemühungen ist es ja, dass wir ein Word-Dokument so aufbereiten, dass es sich in der Datenwolke weiterverarbeiten lässt. Zu diesem Zweck haben wir es in das HTML-Format einer Webseite mittels der Textverarbeitung „Writer“ von OpenOffice „konvertiert“, d.h. abgespeichert. Das Problem dabei ist aber, dass Bilder innerhalb eines Textdokuments oder einer Webseite stets relativ abgespeichert werden und nicht absolut. Was bedeutet das?

Bei einer relativen Speicherung wird nicht der vollständige Verzeichnispfad bezüglich des Dateisystems der lokalen Festplatte oder des Webservers gespeichert, sondern vielmehr nur ein Teil davon wie z.B. ./weiteres_Unterverzeichnis/Bild_Dateiname.jpg

Bei der absoluten Speicherung wird der vollständige Verzeichnispfad des Dateisystems inklusive des Laufwerkbuchstabens der lokalen Festplatte oder die vollständige Webadresse des Webservers gespeichert, wie z.B. http://www.meine_ip_weiterleitung/pcc/erstes_bild.... so dass die Bilddatei innerhalb der Webseite später aus dem Internet heruntergeladen geladen und dann erst zur Anzeige gebracht wird. Sollte dann der Webserver wider Erwarten offline sein, dann lässt sich das Bild innerhalb der Webseite nicht anzeigen!

Da wir sowohl den Webserver als auch den „eyeOS“-Web-Desktop-Server in Personalunion auf unserem USB-Speicherstick betreiben, stellt es für uns kein Problem dar, Bilddateien eines Webdokuments auf dem USB-Webserver abzulegen.

Obwohl man mit der Textverarbeitung „Writer“ von OpenOffice auch Webdokumente anlegen, bearbeiten und sich den HTML-Quellkode des Webdokuments anzeigen lassen kann, gibt es trotzdem keinen einfachen (Text-) Editor mit dem sich Änderungen am HTML-Quellkode auch abspeichern ließen!

Zum Glück gibt es aber im Browser-Betriebssystem „eyeOS“ Web Desktop sowohl eine einfache „eyeDocs“-Textverarbeitung als auch einen einfachen (Text-) Editor „eyeNotes“ mit sich HTML-Quellkode bearbeiten und nach entsprechenden Änderungen auch wieder abspeichern lässt!

Jetzt können wir also das mittels OpenOffice „Writer“ ins HTML-Format übertragene Word-Dokument Personal Cloud Computing, Teil 06.doc.html auf den „eyeOS“-Desktop hochladen und den HTML-Quellkode mittels des Texteditors „eyeNotes“ verändern, indem wir die relativen Angaben der Bilddateien vom Typ *.jpg zu absoluten Bilddateinamen erweitern!

Wie bereits gesagt, ist das recht einfach, da wir vor den Bilddateinamen lediglich die noch fehlenden Angabe http://localhost/pcc/ der Webadresse unseres Webservers voranstellen müssen. Beim USB-Webserver http://localhost:8080/pcc/ .

Zu diesem Zweck starten wir auf dem „eyeOS“-Desktop in der Menüleiste unter „Zubehör“ den Texteditor „eyeNotes“ und öffnen das zuvor hochgeladene Webdokument Personal Cloud Computing, Teil 06.doc.html

Webseiten mit HTML-Kodierung und/oder Javascript lassen sich deshalb in einfachen (Text-) Editoren bearbeiten, weil diese letztlich im sogenannten ACSII-Kode in Form einer reinen Textdatei ohne Formatierung abgespeichert werden. Und zwar unabhängig von dem jeweiligen Dateierweiterungsnamen wie z.B. *.htm oder *.html

Nachdem wir mittels des „eyeNotes“-Editors alle relativen Verzeichnispfade durch absolute ersetzt haben, speichern wir das veränderte Webdokument mit dem zusätzlichen Dateierweiterungsnamen .eyedoc ab, also Personal Cloud Computing, Teil 06.doc.html.eyedoc, um auf diese Weise auszudrücken, dass es sich nun um ein „eyeOS“-Textdokument handelt, das sich mit der „eyeDocs“-Textverarbeitung bearbeiten lässt (siehe Bild “Bilder in die ‘eyeDocs’-Textverarbeitung einbinden”).

Die „eyeDocs“-Textverarbeitung bietet im Gegensatz zum einfachen „eyeNotes“-Editor den Vorteil, dass sich nicht nur Formatierungen, sondern auch Hyperlinks, Bilder usw. ins Textdokument einbinden lassen. Letztere müssen sich allerdings auf einem, d.h. unserem Webserver befinden und über die absolute Webadresse eingebunden werden.

Da sich die lokale IP-Adresse der (Ethernet-) Netzwerkkarte LAN im Desktop-PC auch schon mal ändern kann, und damit Sie diese im „eyeDocs“-Textdokument nicht jedes Mal von Hand abändern müssen, empfiehlt es sich, den IP-Adressenamen „localhost“ (= physikalische IP-Adresse 127.0.0.1) zu verwenden.

Denken Sie aber in diesem Zusammenhang immer daran, dass der USB-Webserver mit dem „localhost“ immer nur für denjenigen Windows-PC gültig und zutreffend ist, an dem der Webserver betrieben wird. Andere Netzwerkkarten von Windows-PCs im lokalen Netzwerk LAN heißen nämlich auch „localhost“! Deshalb müssen Sie innerhalb des LAN von PC zu PC stets die lokale IP-Adresse wie z.B. 192.168.0.23, 192.168.2.23 oder 192.168.178.23 des Desktop-PCs mit dem Webserver angeben, wenn Sie diesen erreichen wollen!

Diesbezüglich sollten Sie dann auch auf den Port 8080 verzichten, zumal wir später mit dem „Secure“-Protokoll https://... und dem (Sicherheits-) Port 443 (TCP) arbeiten, der aber in der Firewall bezüglich des „Port Forwardings“ explizit freigegeben werden muss. Das „https“-Protokoll lässt sich übrigens auch im lokalen Netzwerk anwenden, allerdings nicht mit dem USB-Webserver, sondern mit dem XAMPP-Server als USB-Version.


Fazit

Das Arbeiten in und auf der eigenen, persönlichen Datenwolke, engl. „Personal Cloud Computing“, mit dem eigenen USB-Webserver und dem „eyeOS“-Browserbetriebssystem inklusive Web Desktop auf dem USB-Stick erfordert etwas mehr Kompetenz bezüglich der Netzwerktechnik (IP-Adressen, Ports, Firewall, dynamische IP-Weiterleitung) sowie des statischen HTML-Webdesigns (Einsteigerkenntnisse). Aber das Ganze ist auch und gerade für PC-Interessierte mit etwas Mut, sich auf etwas Neues einzulassen, sinnvoll und machbar, da man auf diese Weise eine wertvolle Kompetenz erwirbt und sich bezüglich Cloud Computing von Google, Microsoft, Amazon und Apple unabhängig macht, getreu dem Motto „Meine Daten gehören mir! An meine Daten darf nur ich ran!“ Das Angenehme dabei ist auch noch, dass die eigene Datenwolke nichts kostet!

Selbstverständlich gibt es zum Thema „Personal Cloud Computing“ auch einen Support sowie eine multimediale Lern-CD mit etlichen Screenshots und ausführlichen Videos. Bei Interesse bitte an den Autor wenden. -

Im sieben Teil setzen wir den “XAMPP”-USB-Webserver mit dem “https”-Secure-Protokoll ein und nehmen den FTP-Server in Betrieb, um beliebige Dateien unabhängig von fremden Betriebssystemen in unserer “eyeOS”-Datenwolke zu speichern! Aufgezeigt wird das Ganze am neuen, kostenlosen (Browser-) Betriebssystem “Google Chrome OS” für abgespeckte Netbooks ohne herkömmliche Festplatte. -
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