Personal Cloud Computing (7)

XAMPP Control Panel - Statusanzeige, welche Server gestartet wurden
 
FileZilla FTP-Server - Einrichten eines Benutzeraccounts
 
Microsoft Internet Explorer - integrierter FTP-Client mit Dateimanager
 
eyeOS-Browserbetriebssystem mit integriertem FTP-Client
Teil 7 (Schluss) - Verschlüsselte Internetverbindung mittels „https“ und Port 443 - Auch wenn Sie bisher noch nichts über das „https“-Sicherheitsprotokoll gehört haben sollten, so bin ich mir ziemlich sicher, dass Sie diesem schon begegnet sind. Spätestens beim Online-Banking im Browser sollten Sie darauf achten, dass Sie bereits bei der Anmeldung mit Ihrem Benutzer- bzw. Kontonamen nebst Passwort mit dem Sicherheitsprotokoll „https“ unterwegs sind, da nur bei diesem die Anmeldedaten sowie das eigentliche Online-Banking nebst TAN (= Transaktionsnummer) in verschlüsselter Form erfolgt, so dass eventuelle Hacker wegen der automatischen Verschlüsselung während der Onlineverbindung zum Server Ihrer Hausbank keinen Zugriff auf die Datenverbindung haben und Daten mitlesen und abgreifen können.

Achten Sie deshalb beim Online-Banking darauf, dass Sie stets mit dem „https“-Sicherheitsprotokoll mit dem Bankserver verbunden sind und nicht mittendrin auf eine fremde, ähnlich aussehende Webseite umgeleitet werden, so dass Sie plötzlich wieder unverschlüsselt mit dem herkömmlichen „http“-Protokoll unterwegs sind und die Hacker Ihre Daten wie z.B. PIN und TAN mitlesen und missbrauchen können!

Wie aber kann man sicher sein und noch zusätzlich überprüfen, dass man wirklich mit dem „https“-Sicherheitsprotokoll unterwegs ist?

Ganz einfach, indem man zur „https“-Webadresse zusätzlich noch den (Standard-) Sicherheitsport 443 wie folgt mit in die Adresszeile des Browsers mit einfügt:

https://bankingportal.meine_sparkasse.de:443/porta...

Dazu muss man wissen, dass das (Standard-) Webprotokoll „http“ über den Port 80 und bei einem vorgeschalteten Proxyserver im lokalen Netzwerk (LAN) über den Port 8080 übertragen wird. Dabei wird der Proxyserver meistens dazu verwendet, das World Wide Web („www“) des Internets auch im lokalen Netzwerk (LAN) verfügbar zu machen. Insbesondere dann, wenn man nur über ein herkömmliches DSL-Modem ohne Firewall ans Internet angebunden ist. Obwohl man mit dem Proxyserver auch über eine Filterfunktion verfügt und den ein- und ausgehenden Datenverkehr filtern, d.h. manipulieren kann, muss man sich auf dem Proxyserver trotzdem noch um eine Firewall kümmern!

Während also unser im lokalen Netzwerk (LAN) befindlicher USB-Webserver 8.2 (oder ein eventuell vorgeschalteter Proxyserver) über den Port 8080 kommuniziert, müssen wir im DSL-Router noch ein sogenanntes „Port-Forwarding“, d.h. eine Portweiterleitung zur IP-Adresse unseres Webservers vornehmen, damit die von außen angefragten Webseiten auch tatsächlich erreichbar sind.

Ähnlich verhält es sich übrigens auch, wenn wir im lokalen Netzwerk (LAN) unseren XAMPP-Webserver 1.7.4 auf dem USB-Stick mit dem „https“-Sicherheitsprotokoll betreiben. Auch da müssen wir für den (Sicherheits-) Port 443 eine entsprechende Portweiterleitung auf unseren Webserver einrichten! Siehe auch „Personal Cloud Computing“, Teil 4, Abschnitt 1 „Webserver im Internet erreichbar machen“.


Umstieg vom USB-Webserver 8.2 auf XAMPP 1.7.4 USB

Da unser bisheriger USB-Webserver 8.2 das „https“-Sicherheitsprotokoll nicht unterstützt, wir aber beim „Rechnen in der Datenwolke“ unbedingt auf Nummer sicher gehen wollen, tauschen wir den USB-Webserver einfach gegen den „XAMPP“-Webserver aus: http://de.wikipedia.org/wiki/XAMPP

Für den Fall, dass Sie bereits einen „XAMPP“-Webserver (Download, deutsche Version) unter Windows installiert und ordnungsgemäß in Betrieb genommen haben, so brauchen Sie nur das entsprechende Programmverzeichnis \xampp von der lokalen Festplatte C: auf den angeschlossenen USB-Stick F: zu kopieren!

Wichtig ist also in diesem Zusammenhang, dass Sie kein Setup ausführen, d.h. kein Installationsprogramm „xampp-win32-1.7.4-VC6.exe“ starten, sondern vielmehr nur die ZIP-Archivdatei „xampp-win32-1.7.4-VC6.zip“ ins Verzeichnis \xampp auf dem USB-Stick entpacken!

Nachdem das geschehen ist, stellt sich gleich die Frage, wie man den „XAMPP“-Server direkt vom USB-Stick aus startet. Doch bevor man den Teufel ruft, sollte man zuvor wissen, wie man diesen wieder los wird! Was wir also noch bräuchten, wäre eine entsprechende Statusanzeige, die uns Auskunft darüber gibt, welche Server (Apache Webserver, MySQL-Datenbankserver, FileZilla FTP-Server, Mercury E-Mail-Server) im Einzelnen gestartet sind oder nicht.

Das Programm zur „XAMPP“-Statusanzeige heißt „xampp-control.exe“ und befindet sich im Unterverzeichnis \xampp

Wie man im nachfolgenden Fenster „XAMPP Control Panel Application“ (= Anwendungs-Kontrolltafel) unschwer sieht, lässt sich der Apache Webserver für HTML, Javascript, Perl und PHP ganz einfach starten bzw. beenden in dem man einfach auf die Schaltfläche „Start“ bzw. „Stop“ klickt und dabei die Statusanzeige im unteren Fensterausschnitt beobachtet (siehe Bild “XAMPP Control Panel - Statusanzeige, welche Server gestartet wurden”).

Die oben angezeigte Anwendungs-Kontrolltafel „XAMPP Control Panel Application“ lässt sich einfach schließen, - nicht beenden! - indem Sie oben rechts in der Fensterleiste auf die Schaltfläche „x“ klicken!

Wenn Sie oben im Fenster „XAMPP Control Panel Application“ auf die Schaltfläche „Exit“ (siehe roter Kasten) klicken, dann wird das Programm „xampp-control.exe“, beendet, so dass sich das Fenster mit der Anwendungs-Kontrolltafel wieder schließt!

Dabei gilt es zu beachten, dass der bis dahin gestartete Apache-Webserver im Hintergrund weiterläuft. Praktisch bedeutet dies, dass man zwar das Programm „XAMPP Control Panel Application“ durch Mausklick auf die Schaltfläche „Exit“ beenden kann, der Apache-Webserver aber unabhängig davon eigens manuell runtergefahren, d.h. beendet werden muss! -

Ob der Apache-Webserver im Hintergrund noch immer still vor sich hinwerkelt oder nicht, lässt sich mittels des „Windows Task Mangers“ leicht festellen!

Starten Sie zu diesem Zweck den „Windows Task Manger“ mittels des sogenannten Affengriffs, d.h. der Tastenfolge „Strg“ + „Alt“ + „Enf“.

Wechseln Sie im Fenster „Windows Task Manager“ in das Register „Prozesse“, klicken Sie auf die Spalte „Name“, so dass die im Arbeitsspeicher aktiven Programme und Prozesse in alphabetischer Reihenfolge aufsteigend angezeigt werden.

Wenn der Apache-Webserver noch im Hintergrund arbeitet, so erkennen Sie das am aktiven Prozess namens „httpd.exe“.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass das Programm „httpd.exe“ des Apache-Webservers zweimal im Arbeitsspeicher aktiv ist. „Stattdessen läuft der Apache-Webserver unter Windows NT in zwei verschiedenen Prozessen ab; einem Steuerprozess und einem Prozess zur Verarbeitung der eingehenden HTTP-Anfragen. Die einzelnen Anfragen werden dabei vom zweiten Prozess jeweils in eigenen Threads bearbeitet.“ (Quelle: Internet)

Jetzt, wo nun der Apache-Webserver einwandfrei läuft, wollen wir auch statische Webseiten im HTML-Format auf der Clientseite und dynamische Webseiten in Form von PHP-Programmen auf der Serverseite, wie z.B. das „eyeOS“-Browserbetriebssystem mit dem Web Desktop, laufen lassen. Dazu brauchen wir das Unterverzeichnis \htdocs im übergeordneten Verzeichnis \xampp

Im Unterverzeichnis \htdocs (nebst weiterer Unterverzeichnisse wie z.B. \eyeos, \images oder \downloads) müssen sich also alle zu publizierenden Webseiten, Dateien oder PHP-Programme befinden, die sich später im Browser anzeigen lassen sollen!

Nun können wir uns abschließend wieder dem verschlüsselten Zugriff über das „https“-Sicherheitsprotokoll zuwenden.

Obwohl man im lokalen Netzwerk (LAN) normalerweise keine Portangaben braucht, empfehle ich beim „https“-Sicherheitsprotokoll trotzdem mit dem (Sicherheits-) Port 443 zu arbeiten, um auf diese Weise immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass man auf dem Webserver mit „https“-Sicherheitsprotokoll arbeitet und dieses auch tatsächlich ordnungsgemäß von diesem umgesetzt wird: https://localhost:443/eyeos/index.php

Dabei entspricht der Name „localhost“ des gastgebenden Rechners (= „host“) der physikalischen IP-Adresse 127.0.0.1 der (Ethernet-) Netzwerkkarte (LAN).

Wenn der Apache-Webserver auch innerhalb des lokalen Netzwerks (LAN) erreichbar sein soll, dann muss man den „localhost“ durch die physische IP-Adresse der Netzwerkkarte wie z.B. 192.168.178.23, 192.168.0.23, 192.168.2.23 ersetzen: https://192.168.178.23:443/eyeos/index.php

Wenn der Apache-Webserver auch von außen über das Internet erreichbar sein soll, dann benötigt man nicht nur eine dynamische IP-Weiterleitung, sondern auch das entsprechende „Port-Forwarding“ des Sicherheitsports 443: https://meine_ip_weiterleitung:443/eyeos/index.php

Wenn das „Port-Forwarding“ einwandfrei funktioniert, dann kann man die Angabe des Sicherheitsports 443 selbstverständlich auch weglassen, so dass der unbedarfte Anwender nicht unnötig verunsichert wird und sich eine Tippfehlerquelle weniger einstellt. Außerdem lassen sich Webseiten beim Webdesign einfacher untereinander verlinken: https://meine_ip_weiterleitung/eyeos/index.php


Mit dem eigenen FTP-Server die Datenwolke anzapfen

Kennen Sie das Sprichwort: „Der eigene Herd ist Goldes wert“? Nur das, was einem selbst gehört, ist Goldes wert, weil man über sein Eigentum frei verfügen kann, sich von niemanden Vorschriften machen lassen muss, niemandem Rechenschaft schuldig ist und ansonsten schalten und walten kann wie man will. Fast! Allerdings gibt es in der Bundesrepublik Deutschland trotzdem ein paar Regeln zu beachten. So steht z.B. im Grundgesetz, dass Eigentum verpflichtet. Demzufolge hört die Nutzungsfreiheit des Eigentums dort auf, wo Rechte eines Dritten verletzt werden. Außerdem darf man gemäß dem (neuen) Urheberrechtsgesetz keine Raubkopien im und über das Internet verbreiten. Strafbar macht man sich z.B. auch, wenn man volksverhetzende Schriften oder Kinder pornografische Inhalte über seinen Web- oder FTP-Server frei zugänglich macht. -

Wie Sie sicherlich bereits gesehen haben, stellt der „XAMPP“-Server u.a. auch einen FTP-Server und zwar den sogenannten „FileZilla“-FTP-Server zur Verfügung.

Doch bevor wir mit diesem arbeiten können, müssen wir noch für spätere FTP-Benutzer entsprechende FTP-Accounts nebst FTP-Verzeichnissen anlegen! Nehmen wir z.B. den FTP-Benutzer eyeos, dessen FTP-Verzeichnis wir im Unterverzeichnis \xampp\FileZillaFTP\eyeos des „FileZilla“-FTP-Servers anlegen.

Ein weiterer FTP-Benutzer chrome-os wird angelegt, dessen FTP-Verzeichnis wir im Unterverzeichnis \xampp\htdocs\chrome-os des Apache-Webservers anlegen.

Damit alle FTP-Benutzer komfortabel mit dem FTP-Server arbeiten können, geben wir diesen alle Rechte am jeweiligen FTP-Verzeichnis, so dass diese beliebige Dateien hochladen, runterladen, löschen oder umbenennen können. Diesbezüglich sollen die FTP-Benutzer auch selbst weitere Unterverzeichnisse anlegen, löschen oder umbenennen dürfen.

Starten Sie jetzt den „FileZilla“-FTP-Server, indem Sie im Programm „XAMPP Control Panel Application“ auf die entsprechende Schaltfläche klicken.

Klicken Sie anschließend beim „FileZilla“-FTP-Server auf die Schaltfläche „Admin“, so dass sich das Programm „FileZilla Server“ mit der Benutzeroberfläche öffnet. Richten Sie dann einen FTP-Benutzer „eyeos“ ein, indem Sie in der Menüleiste auf das Icon „(Wuschel-) Kopf“ (siehe roter Kasten) klicken (siehe Bild "FileZilla FTP-Server - Einrichten eines Benutzeraccounts").

Jetzt, wo der „FileZilla“-FTP-Server läuft und entsprechende Benutzeraccounts angelegt wurden, stellt sich die Frage, wie man mit diesen auf den FTP-Server zugreifen kann. Ganz einfach! Mit einem sogenannten FTP-Client, d.h. dem Gegenstück zum FTP-Server, den es z.B. auch von „FileZilla“ als Portableversion für USB-Sticks gibt! Ansonsten verhält es sich so, dass jeder moderne Browser über einen integrierten FTP-Client verfügt, so dass man diesen nicht extra herunterladen und installieren muss, sondern einfach nur benutzt. Dabei verwendet man statt des „http“- oder „https“-Protokolls das „ftp“-File-Transfer-Protokoll: ftp://benutzername:passwort@192.168.178.33 oder ftp://benutzername:passwort@meine-ip-weiterleitung

Wenn man nicht möchte, dass der Benutzername nebst Passwort in der Adresszeile des Browsers erscheint, so kann man diesen auch weglassen ftp://meine-ip-weiterleitung, so dass sich dann stattdessen ein entsprechendes Anmeldefenster für den Benutzernamen nebst Passwort öffnet.

Wenn Sie mit dem Microsoft Internet Explorer (= Browser) arbeiten, der wegen des Windows-Betriebssystems auch das sogenannte „ActiveX“ unterstützt, dann können Sie sich die Dateien und Verzeichnisse auf dem FTP-Server auch im Windows Explorer (= Dateimanager) anzeigen lassen und direkt auf den FTP-Server zugreifen, d.h. Dateien und Verzeichnisse direkt auf den FTP-Server hoch- oder runterladen, neue Unterverzeichnisse anlegen oder bereits vorhandene löschen. Klicken Sie zu diesem Zweck im Internet Explorer in der Menüleiste auf den Menüpunkt „Seite“ und dann im Kontextmenü auf „FTP-Site in Windows Explorer öffnen“ (siehe Bild "Microsoft Internet Explorer - integrierter FTP-Client mit Dateimanager").

Wenn Sie eines Tages mit einem Tablet-PC wie z.B. dem „iPad“ von Apple oder dem Netbook „Chromebook“ von Samsung und dem Browserbetriebssystem „Google Chrome OS“ unterwegs sind, dann brauchen Sie einen vollwertigen FTP-Client, der vollkommen unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem ist!

Das Browser-Betriebssystem „eyeOS“ in der Version 1.9.0.3 nebst Web Desktop verfügt über einen leistungsfähigen FTP-Client mit dem man auf den „FileZilla“-FTP-Server vom XAMPP-Server auf dem USB-Stick zugreifen kann. Beachtenswert ist dabei, dass man z.B. mit dem „Google Chrome OS“-Browser nur im Internet oder in der Google-Datenwolke unterwegs ist und demzufolge - außer über den „eyeOS“-FTP-Client - keinen Zugriff auf die eigene Datenwolke auf den USB-Stick hat!

Wenn allerdings, wie im vorliegenden Fall bei dem FTP-Benutzer „chrome-os“, das FTP-Verzeichnis mit dem HTTP-Verzeichnis \htdocs\chrome-os identisch ist und beide Server sozusagen unter der gleichen Webadresse https:// bzw. ftp://192.168.178.33/chrome-os/ erreichbar sind, dann ist die eigene Datenwolke auf dem USB-Stick auch von einem fremden Betriebs- und Dateisystem aus erreichbar. Beim Browser allerdings nur mit Lese- und Downloadfunktion. Das Hochladen, Verändern, Löschen von Dateien oder Verzeichnissen bleibt dabei aber dem „eyeOS“-FTP-Client vorbehalten (siehe Bild "eyeOS-Browserbetriebssystem mit integriertem FTP-Client").

Aber immerhin wissen wir jetzt, wie man mit einem einfachen Trick erreichen kann, dass der Anwender auch gänzlich ohne einen FTP-Account auf die Daten und Dateien eines (oder mehrerer) Unterverzeichnisse in unserer persönlichen Datenwolke zugreifen kann. Nämlich indem das Webverzeichnis des Apache-Webservers mit dem FTP-Verzeichnis des „FileZilla“-FTP-Servers eines FTP-Benutzers identisch ist!

Allerdings sollte man sich dessen immer bewusst sein, da im Prinzip jeder Internetanwender ohne Nachfrage und ohne es zu merken auf das gemeinsame Webverzeichnis zugreifen kann. Er muss nämlich nur wissen, wie das Verzeichnis heißt und wie es von außen über das Internet zu erreichen ist: https://meine-ip-weiterleitung/offenes-web-ftp-ver...

Wenn man das offene Webverzeichnis vor unliebsamen Blicken schützen will, dann muss man nur eine index.html-Webseite im Sinne einer nachgemachten oder kopierten Fehlermeldungswebseite „Objekt nicht gefunden! … Error 404“ ins entsprechende Unterverzeichnis auf den Webserver kopieren! Das geht einfacher als man denkt. Rufen Sie im Browser eine beliebige, fiktive, d.h. nicht existierende Webseite auf, so dass Sie eine entsprechende Fehlermeldung in Form einer Webseite angezeigt bekommen. Speichern Sie sich die Webseite als index.html-Seite ins Verzeichnis \offenes-web-ftp-verzeichnis auf dem „Apache“-Webserver von XAMPP.

Wenn Sie darüber hinaus bei der Fehlermeldungswebseite index.html verschleiern wollen, dass es sich um einen Apache-Webserver handelt, dann müssen Sie die Webseite z.B. mit dem kostenlosen Textverarbeitungsprogramm „Writer“ von „OpenOffice“ editieren und den entsprechenden Eintrag „… Apache/2.2.14 (Win32) DAV/2 …“ entfernen! -

Das kostenlose „OpenOffice“-Programm gibt es übrigens auch als USB-Version, so dass Sie u.a. Ihre Textverarbeitung „Writer“ auf dem USB-Stick immer mit dabei haben: http://www.chip.de/downloads/OpenOffice-Portable_1...


Ein Webdokument live in der Datenwolke publizieren

Wie bereits beschrieben, arbeitet man bei Textdokumenten in der Datenwolke wegen des Webservers eigentlich immer mit HTML-Webseiten. Demzufolge kann man eine herkömmliche Word-Textdatei wie z.B. „Personal Cloud Computing, Teil 07.doc“ mittels der kostenlosen Textverarbeitung „Writer“ von „OpenOffice“ in ein Textdokument in Form einer einfachen HTML-Webseite „Personal Cloud Computing, Teil 07.doc.html“ abspeichern, d.h. automatisch ins HTML-Format konvertieren und mittels des Dateimanagers vom „eyeOS“-Browser-Betriebssystem in die „eyeOS“-Datenwolke hochladen. Wenn man dann den Dateierweiterungsnamen nach dem Hochladen noch mit „.eyedoc“ erweitert, dann lässt sich das Webdokument „Personal Cloud Computing, Teil 07.doc.html.eyedoc“ auch in der „eyeOS“-Textverarbeitung weiter bearbeiten.

Weil aber das „eyeOS“-Browser-Betriebssystem sein eigenes kodiertes Dateisystem verwendet, ist dieses nicht kompatibel zum Windows-Dateisystem auf dem USB-Stick. Demzufolge lässt sich ein „eyeOS“-Webdokument nicht direkt auf dem Apache-Webserver bearbeiten.

Aber das ist natürlich kein Beinbruch. Schließlich lässt sich das HTML-Webdokument z.B. mit der „Writer“-Textverarbeitung von „OpenOffice“ (Portable) problemlos bearbeiten. Und zwar eben auch direkt auf dem Apache-Webserver von XAMPP. Vorausgesetzt natürlich, dass man selbst den Webserver auf dem USB-Stick betreibt und demzufolge den vollen Zugriff als Administrator bzw. Superuser „root“ darauf hat.

Beim Publizieren eines Webdokuments live in der Datenwolke muss man das Textdokument, das man live auf dem Webserver bearbeitet, zwischendrin immer wieder mal abspeichern, damit die inzwischen vorgenommenen Änderungen und Ergänzungen wirksam werden. Analog dazu muss der Anwender, der sich das Webdokument live im Browser anschaut, ebenfalls die Webseite öfters aktualisieren, d.h. neu vom Webserver anfordern, damit die inzwischen vorgenommenen Änderungen angezeigt werden.

Das „Refreshen“ einer Webseite lässt sich dabei aber auch ganz einfach automatisieren, indem man in den HTML-Quellkode der Webseite den Metabefehl (mit spitzen Klammern) meta http-equiv="refresh" content="20" einbaut, so dass sich die Webseite alle zwanzig Sekunden automatisch aktualisiert.

Allerdings gibt es da noch einen kleinen Schönheitsfehler, der aber vom jeweilig verwendeten Browser (Google Chrome, Microsoft Internet Explorer) abhängig ist. Jedes mal, wenn die Webseite aktualisiert wird, springt diese wieder an den Webseitenanfang, so dass der Leser immer wieder zu seiner aktuellen Lesestelle „scrollen“ muss. Dieser Umstand kann aber auch als Vorteil aufgefasst werden, da der Leser sofort merkt, dass die Webseite neu geladen und zur Anzeige gebracht wurde.

Selbstverständlich lassen sich Webseiten z.B. innerhalb der „Writer“-Textverarbeitung von „OpenOffice“ auch mittels der Webadresse http://192.168.178.23/chrome-os/Personal%20Cloud%2... schreibgeschützt in die Textverarbeitung laden und mittels „Speichern unter …“ auch auf die lokale Festplatte abspeichern. Wenn Sie das heruntergeladene Webdokument aber im HTML-Format abspeichern, dann sollten Sie anschließend den Metabefehl (mit spitzen Klammern) meta http-equiv="refresh" content="20" wieder aus dem HTML-Quellkode entfernen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man das heruntergeladene Webdokument wieder auf den „Apache“-Webserver abspeichert!

Ansonsten gilt es noch zu beachten, dass das „https“-Secureprotokoll beim Herunterladen in die „Writer“-Textverarbeitung nicht unterstützt wird. Dies ist aber kein Problem, da man das „https“-Secureprotokoll nur durch das „http“-Protokoll ersetzen muss!

Ferner verhält es sich so, dass seitens des „Apache“-Webservers auch lange Dateinamen mit Leerzeichen, engl. „spaces“, nebst mehrerer Dateierweiterungsnamen wie z.B. *.doc.html usw. unterstützt werden.

Bei den modernen Browsern verhält es sich allerdings so, dass eingetastete Webadressen mit vielen „Spaces“ wie z.B. https://192.168.178.23/chrome-os/Personal Cloud Computing, Teil 07.doc.html automatisch in https://192.168.178.23/chrome-os/Personal%20Cloud%... konvertiert werden. Dabei werden die vorhandenen Zwischenräume, d.h. Leerschritte oder Leerzeichen durch das Steuerzeichen %20 ersetzt, so dass es mit dem Aufrufen der Webseite wider Erwarten keine Probleme gibt.

Fazit

Das „Personal Cloud Computing“ mit dem „Apache“-Webserver und dem „FileZilla“-FTP-Server als Bestandteil von XAMPP für USB sowie das „eyeOS“-Browser-Betriebssystem mit dem Web Desktop ist eine feine Sache, sorgt für den Erwerb weiterer, wichtiger Kompetenzen auf dem Weg zur eigenen Datenwolke unabhängig von Microsoft, Google, Apple oder Amazon. Dabei besteht der Hauptvorteil der eigenen Datenwolke darin, dass die eigenen Daten und Dateien immer nur dann über das Internet per „https“-Secureprotokoll erreichbar sind, wenn ich als Betreiber und Anwender das wünsche, d.h. meinen USB-Stick nebst XAMPP-Server in Betrieb nehme.

Darüber hinaus weist der „eyeOS“-Dateimanager auf dem Web Desktop des „eyeOS“-Browser-Betriebssystems die einmalige Besonderheit auf, dass man mit diesem auf praktisch jedes beliebige Dateisystem zugreifen kann und Dateien auf „eyeOS“ hochladen kann. Dabei kommt es jeweils nur darauf an, von welchem Betriebssystem aus man den Browser und den „eyeOS“ Web Desktop startet!

Vom „eyeOS“ Web Desktop kann man dann die vom fremden Dateisystem hochgeladenen Dateien wiederum mittels des „eyeOS“-FTP-Clients auf den „FileZilla“-FTP-Server des heimischen Windows-Dateisystem des USB-Sticks übertragen. -

Zum Thema „Personal Cloud Computing“ gibt es selbstverständlich auch einen Support sowie eine multimediale Lern-CD mit etlichen Screenshots und ausführlichen Videos. Bei Interesse bitte an den Autor wenden. -
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