Pferde verstehen: Das kleine ABC für Pferdelaien

Pferde sind beeindruckende Tiere und so ziemlich jeder kann sich an dem Anblick galoppierender Pferde auf einer großen Wiese ergötzen. Doch wenn diese großen und kräftigen Tiere näher kommen, haben viele Menschen Angst. Das ist völlig unbegründet, denn auch wenn ein Pferd beißen und treten kann, so hat es doch in der Regel mehr Respekt vor dem Menschen, als der Mensch vor dem Pferd. Pferd sind sehr gutmütige, soziale Tiere und sie sind Fluchttiere, das heißt sie gehen nicht auf Angriff, ihr Ausweg ist immer die Flucht. Wer sich einem Pferd nähert, sollte dieses immer bedenken.

Damit Pferde in der freien Wildbahn sich anprischende Feinde gut wahrnehmen, haben sie ein Blickfeld von fast 360 Grad. Alles was sich in diesem Blickfeld bewegt, wird sofort registriert. Einen toten Winkel hat das Pferd direkt vor sich und direkt hinter sich. Möchte man also an ein Pferd herantreten, sollte man dieses mit ruhigen Bewegungen machen um das Pferd nicht zu erschrecken und am besten von der Seite oder schräg von vorne an das Pferd herantreten. Es hilft auch, dass Pferd anzusprechen, so konzentriert es sich auf die Person, von der die Stimme kommt und richtet seinen Blick dort hin. Tritt man hingegen aus dem toten Winkel an ein Pferd heran und klopft ihm z.B. auf den Hintern, kann es sich erschrecken und zur Seite springen, weil es nicht gesehen hat, was auf ihn zukommt.

Ur-Instinkte leiten unsere Pferde

Wer nun beim Wochenendspaziergang im Wald auf Reiter trifft, braucht auch keine Angst zu haben. Am besten ist es, ganz normal weiter zu gehen. Auf keinen Fall sollte man aus Angst vor den Pferden im Gebüsch Schutz suchen. Das könnte für alle Beteiligten gefährlich werden, weil die Pferde sehen, dass sich da etwas bewegt und mit Flucht reagieren. Wer einen Hund oder kleine Kinder bei sich hat, sollte diese zu sich rufen. Ist ein regnerischer Tag und der Regenschirm ist aufgespannt, hilft es den Schirm kurz zu zumachen, bis die Reiter vorbei sind, denn viele Pferde haben Angst vor Menschen mit Regenschirmen.

Auch die Reiter müssen natürlich Rücksicht nehmen und sich entsprechend verhalten, wenn ihnen Spaziergänger begegnen. „Ich pariere mein Pferd immer zum Schritt durch und passiere die Fußgänger mit so viel Abstand wie möglich“ so Nadine Nitsche von Kristallkraft Naturprodukte „Außerdem grüße ich immer freundlich, manchmal ergibt sich daraus auch ein nettes Gespräch“.
Eltern von reitenden Kindern haben manchmal mehr Berührungspunkte mit Pferden, als ihnen vielleicht lieb ist. Irgendwie muss das Kind schließlich samt Pferd zum Turnier oder ähnlichem geschafft werden. Vor Ort angekommen werden die Eltern dann oft als Helfer weiter eingespannt und während der Nachwuchs den Parcours abgeht, müssen Mama oder Papa das Pferd halten.

Keine Angst vor Pferden

Auch wer sonst nichts mit Pferden zu tun hat, braucht davor keine Angst zu haben. Pferde sind wie bereits erwähnt sehr soziale Tiere und es ist normal für sie sich unterzuordnen. Greift man also wie selbstverständlich zum Zügel und halt das Pferd mit lockerem Griff, schließt sich das Pferd dem „Anführer“ gerne an. Strahlt der Mensch jedoch Angst aus, wird das Pferd unsicher und bekommt auch Angst. Aus der Sicht des Pferdes droht eine Gefahr, denn der Anführer hat Angst. Es weiß nicht, dass man vor ihm Angst hat.

Pferde lassen sich mit wenig Kraftaufwand dirigieren, wenn sie Vertrauen zu ihrem Menschen haben. Mit Absicht würden sie einem Menschen niemals etwas antun. Passiert doch mal ein Unfall, ist dieses auf das naturell des Pferdes zurück zu führen, es reagiert in ungewohnten Situationen immer mit Angst und Flucht. Wenn der Pferdelaie diese Aspekte berücksichtigt, wird er die Pferde besser verstehen und weniger Angst vor ihnen haben.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige