Piemont – Ein noch weitestgehend unentdeckter Schatz im Norden Italiens

Insel San Giulia (Foto: Riessdo - flickr.com)
 
Blick auf Turin (Foto: dalbera - flickr.com)

Das hier ist mein erster Beitrag und ich habe lange überlegt, über was ich denn schreiben könnte. So kam ich, als großer Italien-Fan, auf die Idee einen Text über die Region Piemont zu schreiben. Ich hoffe er gefällt!

Die italienische Region Piemont im Norden Italiens hat es auf unerklärliche Weise geschafft von Touristen weitestgehend unbeachtet zu bleiben. Dabei hat diese Region am Fuße der Alpen sehr viel zu bieten. Aufgrund der Nähe zu den hochalpinen Bergkettenlässt sich dort hervorragend wandern. Dabei kann man den Blick über weite Weinberglandschaften schweifen lassen und die Natur genießen. Neben einer atemberaubenden Berglandschaft die die Region umrahmen, ist sie durchzogen von sanften Hügeln auf denen die Weinreben wachsen, aus denen die köstlichen Weine der Region gewonnen werden. Dazwischen befinden sich märchenhafte mittelalterliche Dörfer. Den mediterranen Flair erlebt man am Lago Maggiore der mit Palmen und duftendem Oleander an seine Badestrände lockt. Auch kulturell lässt sich Piemont nicht lumpen. Die Barockstadt Turin beispielsweise, punktet durch ihre vielen Museen und prunkvollen Palazzi.


Kulinarische Spezialitäten aus Piemont – hier wird Essen noch zelebriert


Nicht ohne Grund fand der Part des Essens aus dem Bestseller „Eat, Pray, Love“ von Elizabeth Gilbert in Italien statt. Die Italiener wissen eben was Genuss ist. Die Region Piemont steht dem in Nichts nach. Die piemontesische Küche, die vor allem von ihrem alpinen und bäuerlichen Einschlag lebt, gilt als deftig, gehaltvoll und...einfach köstlich. Wenn Sie einmal in den Genuss eines piemontesischen pranzo kommen, sollten Sie vor allem zwei Dinge mitbringen: Großen, wirklich großen Hunger, und Zeit – sehr viel Zeit. Eine typische Mahlzeit setzt sich aus mindestens vier antipasti, manchmal sogar zwei primi, einem Hauptgang und natürlich zum runden Abschluss einem dolci zusammen. Dabei können Sie aus zahlreichen regionalen Spezialitäten wählen. Sehr beliebt ist bollito misto, ein Gemisch aus verschiedenem Siedfleisch, zum Beispiel Huhn, Rind und Fleischbällchen , das mit Kartoffelbrei und verschiedenen Saucen serviert wird. Oder Sie entscheiden sich für eine dampfende Portion zartem coniglio, also Kaninchen das in würzigem Weißwein gegart wird. Überhaupt kochen die Piemontesen gerne mit ihrem hervorragendem Wein. Bei brasato al barolo, wird der Rinderbraten stundenlang im berühmten Rotwein der Region, dem Barolo, geschmort. Auch gefüllte Ravioli sind eine typische Spezialität. Naschkatzen sollten bônet probieren: Ein süßer Pudding der aus Mandelmakronen, sogenannten amaretti, hergestellt wird. Zu einem guten Essen gehört auch ein guter Wein und wo könnte man diesen besser trinken, als in einem der besten Weinanbaugebiete der Welt. Mit Blick auf die wunderschönen Weinberge Piemonts, sollten Sie sich zurücklehnen mit ein Glas des schweren Barolo in der Hand und für einen kurzen Moment einfach nur das Leben genießen. Neben dem Barolo wird noch der Barbaresco aus der Nebbiotraube gewonnen, die diese schweren, aber delikaten Rotweine hervorbringt. Etwas milder ist der typische piemontesische Tischwein – der trockene Dolcetto. Zu den bekannten Schaumweinen Piemonts zählt der Moscato d’Asti und der Asti Spumante. Übrigens, 1986 wurde die „Slow-Food“ Bewegung in Piemont gegründet. Bei all diesen Köstlichkeiten eigentlich kein Wunder, oder?

Tradition und Lebensfreude in Piemont – Man soll die Feste ja bekanntlicherweise feiern wie sie fallen


Die Piemontesen können aber nicht nur gut essen, sie können auch gut und ausgelassen feiern. Während des ganzen Jahres gibt es immer wieder traditionelle Märkte, Festivals und Messen die Besucher aus aller Welt anlocken. Ende Februar, Anfang März findet beispielsweise das historische Karnevalstreiben von Ivrea statt. Dabei handelt es sich aber nicht um einen ganz gewöhnlichen Karneval – das Highlight ist die traditionelle Orangenschlacht die sich die Bewohner von Sonntag bis Dienstag liefern. Ein Spektakel das man auf jeden Fall einmal erlebt haben sollte. Wer anstatt fliegender Orangen, lieber ruhig und entspannt gute Musik genießen will, der sollte sich im Juni nach Orta San Giulio begeben. In dem kleinen Ort am Ostufer des Lago d’Orta, des Ortasees, findet einmal jährlich das Festival di Musica Antica statt. In einer idyllischen Atmosphäre direkt am Seeufer können Sie den zahlreichen Konzerten lauschen. Für die Weinliebhaber ist ein Besuch der Douja d’Or ein wahres Muss. Auf der im September stattfindenden Weinmesse, können die besten italienischen Weine verköstigt und prämiert werden. Schließlich sollte noch die nationale Trüffelmesse in der Hauptstadt des Trüffels, Alba, erwähnt werden – die Fiera Nazionale del Tartufo. Im Oktober beginnt dort die Trüffelzeit.
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