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Richtig vorbeugen: Das Unfallrisiko für Fußgänger steigt im Winter enorm




Für Fußgänger steigt die Unfallgefahr bei Schnee und Eis. Oft werden zwischen Dezember und März viermal mehr Wegeunfälle ohne Fahrzeugbeteiligung gemeldet als im übrigen Jahr.

Jeder legt auf dem Weg zur Arbeit einen Teil der Strecke zu Fuß zurück, und wenn es nur der Weg von der Haustür zum Auto und vom Parkplatz zum Arbeitsplatz ist. Deshalb empfehlen sich im Winter generell haltgebende Schuhe oder Stiefel mit breitflächiger gut profilierter Sohle aus möglichst rutschhemmendem Material oder mit Spikes.

Jedes Detail hilft, damit Fußgänger besser gesehen werden. Sind helle Kleidungsstücke aus 90 Metern für Autofahrer zu erkennen, werden dunkle erst auf 24 bis 30 Meter sichtbar.

Also, die weiße Mütze ist besser als die schwarze, die hellblaue Jacke besser als die dunkelgraue. Reflektoren auf der Kleidung erhöhen die Sicherheit. Sie sind für Autofahrer sogar aus 130 bis 160 Meter zu sehen.

Zebrastreifen, Kopfsteinpflaster und geschliffene Steintreppen - selbst in Gebäuden - sind bei Nässe rutschig oder sogar vereist. Die Handläufe geben Halt. Auf den Gehwegen lauern auch Gefahren von oben. Einen Blick für gefährliche Eiszapfen und Dachlawinen sollten Fußgänger haben.


TIPPS FÜR FUßGÄNGER
• Fußgänger müssen einkalkulieren, dass ein nicht geräumtes Gehwegstück glatt sein kann. Wer blindlings vereiste Teile überquert und stürzt, ist selbst schuld. Das Oberlandesgericht Thüringen rechnete einem Fußgänger eine Mitschuld von 50 Prozent an.
• Fußgänger sollten helle oder mit reflektierenden Streifen versehene Kleidung tragen.
• An jeden Schulranzen gehören Reflektoren!
• Die Fahrbahn möglichst nur an beleuchteten Stellen überqueren. Nicht zwischen parkenden Fahrzeugen die Straße betreten.
• Da die Scheinwerfer zuerst die untere Körperhälfte erfassen, sind helle Hosen und Schuhe oder Reflektoren an den Beinen nützlich.
• Auch leuchtende Schirme, Taschen, Schals und Umhänge erhöhen die Sicherheit.
• Schuh-Spikes zum Unterschnallen sorgen für Halt.
• Wird man unterwegs von der Glätte überrascht, mindern über die Schuhe gezogene alte Strümpfe die Rutschgefahr.
• Auf unbeleuchteten Wegen können sich Fußgänger durch eine Blinkleuchte oder eine Taschenlampe bei Autofahrern bemerkbar machen.
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1 Kommentar
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Renate Jung aus Erfurt | 06.02.2012 | 23:21  
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