Rechnen in der Wolke

kann man selbstverständlich auch. Aber viel interessanter ist es, direkt in der Datenwolke Texte zu schreiben, Tabellen zu berechnen oder Präsentationen zu erstellen. Videos anschauen kann man sich in der Datenwolke übrigens auch. Mit dem integrierten Videoplayer ist das alles kein Problem. Auf Wunsch auch in HDTV-Qualität (780p). Was man dazu braucht? Ein etwas schnelleres Internet mit einer DSL-Breitbandverbindung und einen herkömmlichen Browser. Das ist alles.

Neudeutsch nennt sich das “Cloud Computing” und bei Google heißt der kostenlose Service “Google Cloud Connect” für Microsoft Office 2003, 2007 oder 2010. Sie haben richtig gelesen, Office-Dokumente von MS Word, MS Excel und MS PowerPoint des Konkurrenten Microsoft lassen sich ab sofort auch in der Datenwolke von Google online und live in Echtzeit zusammen mit anderen Teilnehmern bearbeiten! Während also der eine Teilnehmer etwas in der Textverarbeitung schreibt, sieht es der andere am Ende der Welt sofort.

Seit dem 24. Februar 2011 gibt es nun die neue Version 2.0 von „Google Cloud Connect“ und seit ein paar Tagen auch die deutschsprachige Version. Möglich wurde das Ganze, weil sich die cleveren und langjährigen Entwickler Shan Sinha und Alex DeNeui von Microsoft trennten und ihre eigene Firma “Docverse” aufmachten. Das ist nun schon gut vier Jahre her und im März 2010 übernahm Google für rund 25 Millionen US-Dollar das Unternehmen Docverse.

“Google Cloud Connect” lässt sich unter Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 installieren und erfordert die Laufzeitumgebung Microsoft .NET Framework 2.0 oder höher, da das Programm von den ehemaligen Microsoft-Mitarbeitern entwickelt wurde.

Das Programm lässt sich als Plug-In in Microsoft Office ab Version 2003 problemlos installieren und macht sich als kleine Bedienleiste, die sich auch minimieren lässt, bemerkbar. „Google Cloud Connect“ ist kostenlos und erfordert ein Google-Benutzerkonto, aber kein Google E-Mail-Konto! Wenn Sie wollen, können Sie also ein Google-Benutzerkonto mit Ihrer eigenen E-Mail-Adresse manfred.mustermann (at) provider (punkt) de anlegen.

Je länger man mit dem intuitiv zu bedienenden Programm arbeitet, umso mehr Fragen tun sich auf, da man z.B. einen Dateimanager für die Google-Datenwolke vermisst oder sich bei den Berechtigungseinstellungen noch nicht so auskennt. Darüber hinaus fühlt sich der Anwender anfangs auch mit der integrierten Versionskontrolle und -historie beim Dokumentenmanagement etwas überfordert. Spätestens dann, wenn er eine Word-Datei unter einem anderen Dateinamen auf der lokalen Festplatte abspeichert und mit der Datenwolke synchronisiert, tauchen in der Datenwolke plötzlich zwei Word-Dokumente gleichen Namens auf! Das liegt daran, dass das Contentmanagementsystem mit der integrierten Versionskontrolle nicht nur Dateien mittels Dateinamen verwaltet, sondern eben auch den jeweiligen Verfasser des Dokuments nebst Datum und Uhrzeit.

Den anfangs vermissten Dateimanager für die Datenwolke gibt es übrigens doch! Zwar nicht in „Google Cloud Connect“, sondern vielmehr in Form der Startseite von „Google Text & Tabellen“ bzw. „Google Docs“, falls Sie die englische Sprachversion noch nicht umgestellt haben. Wer also mit „Google Cloud Connect“ in Microsoft Word arbeitet, landet schon nach kurzer Zeit bei „Google Text & Tabellen“. Da sich beide Produkte hervorragend ergänzen, wird das Leistungsspektrum noch größer, muss man sich neben dem Dokumentenmanagement auch noch mit der Word-Konvertierung befassen, da sich Word-Dateien nur bis 1 MByte ins Format von „Google Text & Tabellen“ konvertieren lassen.

Insgesamt bilden beide Programme zusammen nicht nur eine gute Symbiose, sondern verdeutlichen auch, wie man heute schon als Privat- oder Business-Anwender professionell in und mit der Datenwolke arbeiten kann und dabei auch noch wichtige Kompetenzen bezüglich der Online-Zusammenarbeit erwirbt. Inzwischen gibt es auch schon eine multimediale Lern-CD zu “Google Cloud Connect” und “Google Text & Tabellen”, die man sich bei eBay unter der Artikelnummer 190527092020 bestellen kann. Auf diese Weise spart man Zeit und Nerven, kann man sich die Einarbeitungszeit um ein paar Wochen verkürzen und sofort loslegen.
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1 Kommentar
13.093
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 29.04.2011 | 17:48  
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