Ringen um den Ring - Felicitas Joppe managt das Wohngebiet

Felicitas Joppe engagiert sich seit Jahresbeginn am südlichen Juri-Gagarin-Ring als Quartiersmanagerin.
Von Helke Floeckner

Würde Felicitas Joppe in diesen Tagen ihre Schritte zählen, hätte sie mächtig zu tun. Das Gebiet, in dem sie täglich unterwegs ist, lässt sich nicht mit einem Blick überschauen. Das Wohnquartier am südlichen Juri-Gagarin-Ring erstreckt sich schließlich bis zum Karl-Marx-Platz auf der einen, zum Anger und bis zur Bahnhofstraße auf den anderen Seiten.

In der gesamten Altstadt leben derzeit 17.200 Erfurter, etliche von ihnen sind im Bereich des südlichen Rings zu Hause. Und am liebsten würde Felicitas Joppe zu jedem von ihnen Kontakt aufnehmen. Schließlich ist sie seit Jahresbeginn Quartiersmanagerin für dieses Gebiet.

„Tja, jetzt ist wohl erst einmal Klinkenputzen angesagt, damit ich so vielen Menschen wie möglich von unserem Projekt erzählen kann“, lächelt sie und ist fast schon wieder auf dem Sprung. Das Projekt ist auf Initiative des Kompetenz- und Beratungszentrums in Trägerschaft des Senioren-Schutzbundes dem Kuratorium Deutsche Altenhilfe vorgestellt und von diesem für ein Jahr bewilligt worden. Es trägt den komplizierten Namen „Einrichtung von innovativen Angeboten für Menschen mit besonderem Hilfebedarf in ihrer normalen Wohnumgebung im Rahmen von Quartierskonzepten“ und möchte vor allem erreichen, Wohn- und Betreuungsangebote besser miteinander zu kombinieren. Geschehen soll das genau dort, wo ältere und jüngere Menschen zusammen leben.

Wie am südlichen Ring. Dort sind mittlerweile mehr als 20 Prozent der Bewohner über 60 Jahre alt. Viele von ihnen leben allein, fühlen sich, wenn sie die Tür hinter sich geschlossen haben, oft einsam. Demgegenüber zeigt sich das Gebiet auch als ein durchaus junges, zuweilen bunt gemischtes Quartier. Nun geht es darum, beide einander näher zu bringen.

„Wir stellen uns vor, Nachbarschaftshilfe in Gang zu bringen oder Veranstaltungen auf die Beine zu stellen“, spricht Felicitas Joppe über einige der Vorstellungen, auch der Concierge-Service ist ein guter Schritt in die gewünschte Richtung. Ihre ersten Wege führten sie zu ansässigen Einrichtungen, Vereinen und Institutionen. Von der Stadt gibt es schon Unterstützung, auch die KoWo zeigt sich offen für das Projekt. „Unser nachhaltiges Ziel ist es, durch die Mitwirkung und Vernetzung aller Akteure vor Ort zu gemeinsamen Wegen zu gelangen, die die Identifikation mit dem Wohnquartier und eine bessere Lebensqualität langfristig stärken“, sagt die Quartiersmanagerin und hofft auf viele Menschen, die sich für das Gebiet stark machen wollen.

Die Quartiersmanagerin ist wochentags unter ( 55 06 41 60 erreichbar. Sprechzeiten sind mittwochs von 9 bis 13 Uhr am Juri-Gagarin-Ring 56a und freitags von 9 bis 12 Uhr (Juri-Gagarin-Ring 22).
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