Schenken Sie doch ein liebes Wort: Zum Jahresausklang zwei Tipps für Weihnachten

Noch kein Geschenk für den Arbeitskollegen. Schenken Sie Ihren Kollegen doch zur Abwechslung ein Wort. (Foto: Bodo Marks)
Erfurt: Freund HRC |

Tipp Nummer 1:
Die kleinen Dinge


Im vergangenen Jahr habe ich Ihnen kurz vor Weihnachten Tipps zu Geschenken im ­Geschäftsleben gegeben. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Doch es geht auch einfacher und ­zudem ohne Kosten. Schenken Sie Ihren Kollegen zur Abwechslung ein Wort.

Die letzten Tage vor Weihnachten bieten gute Gelegenheiten, um einem Kollegen, Mitarbeiter oder auch Vorgesetzten mit freundlichen Worten für die angenehme Zusammen­arbeit zu danken – nicht nur bei der Weihnachtsfeier. Damit ­meine ich nicht die aufgesetzten Ansprachen mit einem „offiziellen Unterton“, sondern ehrliche Worte von Angesicht zu Angesicht.

Sagen Sie einfach Ihrem Kollegen, dass sie froh sind, mit ihm das Büro oder die Schicht zu teilen. Danken Sie für geleistete Unterstützung, die Hilfsbereitschaft bei der Zusammenarbeit. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Wirkung hinterlassen.

Tipp Nummer 2:
Krumme Zahlen


Sollten Sie auch zu den Zeitgenossen gehören, die Ihre Weihnachtsgeschenke Stress geplagt auf den letzten ­Drücker vor dem Fest besorgen, dann achten Sie bitte auf die Preisschilder. Beim Kaufen oder Verkaufen müssen Sie längst nicht mehr Festpreise akzeptieren. Manchmal lohnt sich das Verhandeln. Doch aufgepasst: Psychologen haben sich mit der „Macht der krummen Zahlen“ beschäftigt und dabei interessante Phänomene aufgezeigt.

1. Je höher der Preis für eine Ware angesetzt ist, desto größer ist der Gewinn bei Verkauf trotz Preisreduzierung. Sie kennen es: Das Preisschild für einen guten Pullover zeigt ursprünglich 399 Euro, jetzt gesenkt auf 79,50 Euro. Diese Preisreduktion ist für unser Gehirn eindeutig ein Schnäppchen und wir verdrängen oder verlieren kurzzeitig die Fähigkeit, den Endpreis in Relation zur Werthaltigkeit des Produktes oder anderer Vergleichsprodukte zu stellen.

2. Die „krumme Zahl“ eines Preises, also 674,38 Euro statt 700 Euro, signalisiert uns Konsumenten Kompetenz und eine durchdachte Preiskalkulation seitens des Verkäufers. Es sinkt unsere Bereitschaft, diesen Preis in Zweifel zu ziehen und herunterzuhandeln. Bei diesen beiden Preisen haben Testverkäufe Folgendes ergeben. Bei „glatten“ Preisen (700 Euro) lag die Erwartungshaltung des Käufers auf Nachlass bei rund 50 Euro. Bei den ­„krummen“ 674,38 Euro ­waren die ­Käufer schon mit der Reduktion auf 650  Euro mehrheitlich ­zufrieden. ­Fazit:  etwa 50 Prozent ­Ersparnis. Handel und Industrie wissen das natürlich. Nur bei privaten Geschäften wird dies häufig vernachlässigt.

3. Dieses Phänomen funktioniert übrigens auch bei Gehaltsverhandlungen. Je konkreter die Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung erfolgt, desto mehr erweckt es den Eindruck, dass Sie sich ausgiebig mit der Gehaltsstruktur in Ihrer Berufsgruppe beschäftigt haben und einen realistischen Gehaltswunsch formulieren können. 38 500 Euro erscheinen im Vergleich zu 40 000 Euro klar durchdacht.
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3 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 16.12.2014 | 17:57  
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Hannelore Grünler aus Artern | 16.12.2014 | 18:06  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 17.12.2014 | 22:24  
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