So bauen Sie Ihr Netzwerk auf - Tratschtanten und Besserwisser kann keiner leiden – Frauen knüpfen Beziehungen anders als Männer

Erfurt: Freund HRC | Nach dem ersten Monat im neuen Unternehmen wissen Sie, woher der Wind weht, können oben und unten, Freund und Feind unterscheiden. Von Nörglern und Bedenkenträgern lassen Sie sich nicht beeindrucken. Es ist an der Zeit, dass Sie ein eigenes Netzwerk aufbauen und bestehende Netzwerke systematisch für sich einbinden.

Wenn früher von „Vitamin B" gesprochen wurde, meinte man das negativ. Heute redet man lieber von „Networking". Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Stimmt: Eine erfolgreiche Karriere hat nicht immer nur etwas mit Leistung zu tun.

Networking bedeutet vor allem Kommunikation, sich den Kollegen und Vorgesetzten wohlüberlegt zu öffnen und sich mit ihnen auszutauschen. Geben und Nehmen ist die Devise guter Netzwerkarbeit. Nur wenn Sie sich zuerst damit beschäftigen, was Sie anderen in wirtschaftlicher oder freundschaftlicher Hinsicht zu bieten haben, sind Sie in der Lage, Ihr Kontaktnetzwerk erfolgreich zu erweitern. Mit Kollegen zu kommunizieren, heißt aber nicht zu tratschen. Halten Sie es immer mit Sokrates!

Ab dem dritten Monat sollten Sie Ihr Können stärker zeigen. Wichtig ist jedoch, nicht als Besserwisser zu erscheinen: „In meiner alten Firma haben wir das immer so gemacht." Treten Sie stattdessen als taktvoller Problemlöser auf: „Könnte man das vielleicht so lösen?" Sie geben von Ihren Erfahrungen und Ihrem Wissen ab. Im Gegenzug danken Sie für die Unterstützung der neuen Kollegen.

Männer prüfen sich gegenseitig auf Herz und Nieren, vollziehen Annäherung und Akzeptanz eher auf der fachlichen Ebene. Für Frauen stehen dagegen soziale und menschliche Eigenschaften im Mittelpunkt. Im Umkehrschluss sollten Frauen in einem vorwiegend männlichen Kollegenkreis die Fachebene betonen und die Männer mehr die soziale Integrationsfähigkeit herausstellen.

Ich wünsche Ihnen Erfolg, Ihr Matthias Freund



Sokrates und die drei Siebe

„Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund..." – „Halt ein!", unterbrach ihn der Weise. „Hast du das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe gesiebt?" – „Drei Siebe?", fragte der andere. „Ja, das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?" – „Nein, ich hörte es erzählen." – „So, so. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist die Güte. Ist, was du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen, so doch wenigstens gut?" – „Nein, im Gegenteil." – „Lass uns noch das dritte Sieb anwenden und fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt." – „Notwendig nun gerade nicht." – „Also, wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut, noch notwendig ist - so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"
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