So nutzen Sie Vitamin B - Immer mehr Unternehmen besetzen Stellen nach Empfehlungen – So kommen Sie an die „grauen Jobs“

Erfurt: Freund HRC | Hannelore K.: „Ich habe mich wiederholt auf Stellenangebote beworben. Aber offensichtlich wurden viele Stellen unter der Hand besetzt. Es ist schlimm, dass Arbeit nur noch mit Beziehungen vergeben wird."

Insbesondere in Zeiten der Krise, in denen Arbeitsplätze ohnehin rar sind, sparen sich die Unternehmen teure Rekrutierungsaktivitäten in der Öffentlichkeit und greifen lieber auf die Erfahrungen und Kontakte der eigenen Mitarbeiter zurück. Das hat es in Deutschland schon immer gegeben - auch in anderen Ländern. Bei Toyota in Japan arbeiten ganze Generationen in den Betrieben, bringen die Väter ihre Kinder im Unternehmen unter und ganze Familienclans werden bei der Vergabe von offenen Stellen bevorzugt.

Man hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Es liegt auf der Hand: Niemand wird einen Bekannten empfehlen, von dem er nicht sicher ist, dass er den Anforderungen gerecht wird. Schließlich hängt der eigene Ruf an dieser Empfehlung. Warum soll, was im privaten Leben bei Handwerkern, Ärzten, Rechtsanwälten und Steuerberatern gang und gäbe ist, nicht auch in der Industrie funktionieren?

Ich erkenne sogar eine stärkere Tendenz in diese Richtung und für viele kleine und mittelständische Unternehmen in strukturschwachen Regionen kann diese Taktik überlebensnotwendig werden. Sich über diese Tatsachen zu beschweren, ist unproduktiv. Entwickeln Sie lieber eine Strategie, um an die „grauen Jobs" zu kommen, die fast die Hälfte aller Stellen ausmachen. Ich wünsche viel Erfolg!

Ihr Matthias Freund


Tipps

• Analysieren Sie das berufliche Umfeld bei Verwandten, Bekannten und Freunden. Kennen Sie jemanden, der in einem Unternehmen arbeitet, bei dem Sie gern anfangen möchten? Haben sie Verbindungen zu Unternehmen, die Ihrer Ausbildung oder Ihren Erfahrungen entsprechen?

• Fragen Sie Ihre Bekannten gezielt nach freien Stellen im Unternehmen. Besorgen Sie sich von ihnen aktuelle Informationen aus der Personalabteilung.

• Bitten Sie Ihren Bekannten, sich für Sie zu erkundigen, ob im Moment eine Arbeitskraft mit ihrer Qualifikation eventuell benötigt wird. Geben Sie Ihren Freunden Ihr Kurzprofil - es erleichtert die „Werbung für Sie". Sie vermeiden Missverständnisse oder falsche Erwartungen seitens des Arbeitgebers.

• Bauen Sie ein Netzwerk zu ehemaligen Kollegen oder Studienkameraden auf. Wer zuerst von einer freien Stelle erfährt, hat einen Vorsprung vor Mitbewerbern.

• Bis zu 15 Prozent aller Neubesetzungen resultieren aus Initiativbewerbungen. Telefonieren Sie aber vorher mit dem Wunsch-Unternehmen, ob eine Initiativbewerbung im Moment Erfolg verspricht. Sehr viele Arbeitgeber speichern Initiativbewerbungen ab und greifen bei Bedarf zuerst auf diesen Pool zurück.

• Mehr Tipps gibt es auf meiner Webseite: www.freund-hrc.de/fileadmin/user_upload/ documents/Jobexperte_Oktober.pdf
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