Und jährlich ruft die chronische Sinusitis

Frau mit Sinusitis
 
Cartoon zu Sinusitis

Der Winter steht vor der Tür und für mich damit auch die jährliche Hochsaison meiner chronischen Sinusitis - ob ich nun will oder nicht. Ich habe grundsätzlich nichts gegen die kalte Jahreszeit einzuwenden, wäre da nicht meine Erkrankung. Seit nun knapp 4 Jahren werde ich in regelmäßigen Abständen von einer Entzündung der Nasenschleimhaut heimgesucht - Diagnose: Chronische Nasennebenhöhlenentzündung.


Die Nasennebenhöhlenentzündung wird mit vielen mit einem einfachen Schnupfen in Verbindung gebracht. Die Symptome sind für Betroffene jedoch deutlich belastender und einschränkender als lediglich ein leichtes Nasenlaufen. Auch der vermehrte Verbauch von Taschentüchern ist ein überschaubares Problem. Mich plagen in den akuten Phasen, die im Winter nahezu durchgehend vorherrschen vor allem Schmerzen im Bereich der Wangenknochen und der Nasenwurzel. Auch bekomme ich schlecht Luft, klage über Kopfschmerzen und Schwindel. An Sport ist überhaupt nicht zu denken.

Doch warum schreibe ich diesen Artikel? Um ehrlich zu sein erhoffe ich mir dadurch eine gewisse psychische Erleichterung, wenn ich meine Erfahrungen und Gefühle niederschreiben kann. Außerdem möchte ich Unwissende darauf aufmerksam machen, dass es sich um eine ernstzunehmende Krankheit handelt. Nicht zuletzt möchte ich anderen Betroffenen meine Einstellung gegenüber der Krankheit vermitteln.

Aus meinem Alltag während der schlimmsten Zeit: Manchmal fällt es mir extrem schwer unter Leute zu gehen, einfach weil die Mimik eingeschränkt ist und die Schmerzen unweigerlich spürbar sind. Ich bin in diesen Situationen nicht immer ich selbst. Einem Nicht-Betroffenen ist dieses Gefühl nur schwer zu vermitteln. Belastend ist zudem, wenn über eine längere Zeit überhaupt keine Besserung eintritt, morgens mit Beschwerden aufstehen und abends mit denselben Beschwerden nur schwer einschlafen können. Auch ist sehr frustrierend, wenn Außenstehende nicht wirklich nachvollziehen können, wie man sich wohl fühlen mag. Ich mache ihnen natürlich keinerlei Vorwurf, woher sollen sie es auch wissen. Aber für mich selbst ist das nicht einfach, teilweise belächelt zu werden aufgrund meiner Schilderungen.

Hier möchte ich auch gleich meine erste Botschaft an alle Betroffenen aussprechen: Nehmt euch negative oder skeptische Worte anderer nicht so sehr zu Herzen. Was mir vielmehr geholfen hat, ist die positive Einstellung zur Krankheit. Ich versuche regelmäßig auch positive Dinge meiner Erkrankung abzugewinnen. Beispielsweise lebe ich heute viel gesünder: Meine Ernährungsweise hat sich um 180 Grad gebessert, ich treibe mehr Sport, rauche nicht mehr und versuche mein Stressmanagement zu optimieren. Auch schätze ich meine Gesundheit, sofern sie gerade einigermaßen anwesend ist, deutlich mehr als noch vor meiner Erkrankung.

Außerdem glaube ich fest daran, wieder ganz gesund zu werden. Geholfen hat mir dabei dieses "Mindset" zu erreichen vor allem ein Ratgeber, auf den ich vor kurzer Zeit gestoßen bin. Es ist ein spezielles Ebook, das sich ganz dem Thema chronische Sinusitis bzw. deren Heilung widmet. Unter dem angegebenen Link sind weitere Informationen zu finden, falls andere Erkrankte diesen Artikel hier lesen. Ich bin jedenfalls mehr als begeistert und habe den Reader innerhalb von knapp 2 Stunden komplett verschlungen (es sind deutlich mehr als 100 Seiten).

Ansonsten kann ich auch empfehlen, sich vor allem im englischsprachigen Bereich des World Wide Webs zu informieren, sofern die Englisch-Kenntnisse es zulassen. Vor allem die USA ist uns Europäer, wie bei einigen anderen Dingen auch, in Sachen Sinusitis-Therapie etwas voraus. Dort werden immer mehr ganzheitliche Therapiemethoden erforscht, weil scheinbar erkannt wurde, dass eine Symptombehandlung a la Kortisonspray oder Anitibiotikum die Ursache der chronischen Erkrankung nicht beseitigen kann. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Nach eventuell vorübergehender Besserung ist der nächste Rückschlag nahezu vorprogrammiert.

Dies ist zugleich die letzte meiner Botschaft an die weite Welt da draußen: Eine chronische Erkrankung hat mindestens eine Ursache, die womöglich nicht sofort erkannt wird und häufig nicht lokal ist. Beispielsweise liegt bei chronischen Atemwegserkrankungen häufig eine Immunschwäche oder Allergie vor, die nicht mit einem Nasenspray oder gar einer Operation bekämpft werden können. So zumindest meine bescheidene Meinung. Ich denke man sollte als Betroffener auf seinen Körper und auf das was er uns mit seinen Symptomen mitteilen möchte hören. Das ist oft mehr Wert als die Meinung eines Medizinexperten.
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