Wie ist das Leben als Verfahrensmechaniker, Herr Kodura?

René Kodura zeigt die Flaschenrohlinge (im Vordergrund), aus denen die PET-Flaschen hergestellt werden.
Großbreitenbach: PET Deutschland | Sie zeigen Farbe und Figur, sind gerade oder tailliert, haben einen kurzen oder langen Hals. PET-Flaschen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. "Das Kunststoffmaterial fasziniert mich. Ohne große Kräfte bieten sich unendlich viele Möglichkeiten bei der Werkstoffbearbeitung", sagt René Kodura, Verfahrensmechaniker für Kunststoffund Kautschuktechnik. "Bei einem Praktikum erkannte ich, wie interessant und abwechslungsreich der Beruf des Verfahrensmechanikers sein kann."

Physik und Chemie zählten bei dem jungen Mann zu den bevorzugten Schulfächern. "Bei der Ausbildung lernte ich die verschiedenen Kunststoffe wie Thermoplaste und Elastomere genauer kennen und bekam einen Einblick in komplexe Produktionsabläufe."

Maschinen haben René Kodura schon immer fasziniert. In der praktischen Ausbildung konnte er selbst Hand anlegen. "Als Verfahrensmechaniker bin ich für die benötigten Werkzeuge zuständig, rüste die Maschinen um. Das kann manchmal bis zu acht Stunden dauern." Danach geht die Arbeit im ITBereich weiter, die benötigten Programme müssen hochgeladen und die Prozessparameter eingestellt werden.

Die Arbeit in der Produktionshalle ist gegenüber der Metallverarbeitung sauber und warm. "Bei uns gelangt das Kunststoffmaterial mit 300 Grad in die Maschine." Daraus werden Preformen (Flaschenrohlinge) gefertigt. Nur das Gewinde erinnert an den Verwendungszweck. Erst bei den Getränkeherstellern werden daraus maschinell die Flaschen aufgeblasen.

Die Preformen werden im Labor geprüft. "Das erfordert große Genauigkeit", sagt Kodura. Gewicht, Farbe und Gewinde müssen dabei ganz genau stimmen. Seinen Arbeitsplatz hat der Thüringer momentan in der Produktionsplanung. Tonnen von Kunststoffgranulat und Millionen Endprodukte müssen täglich koordiniert werden. "Um mich beruflich weiterzuentwickeln und mehr Verantwortung auch im IT-Bereich zu übernehmen, absolviere ich eine Weiterbildung zum Industriemeister."
(Beitrag von AA-Reakteurin Ines Heyer)

HINTERGRUND

Wo?
Die Ausbildung ist in Betrieben der Kunststoff und Kautschuk verarbeitenden Industrie
sowie in der chemischen Industrie möglich. In Thüringen unter anderem in der Firma
PET-Verpackungen in Großbreitenbach. Die Berufsschule befindet sich in Sonneberg.

Was?
Physik, Chemie, Eigenschaften von Kunststoffen, Lesen von technischen Unterlagen, Planen von Arbeitsabläufen, Qualitätssicherung, Überwachen von Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen

Wie lange?
Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Voraussetzungen
Ein guter Realschulabschluss ist erforderlich.

VITA RENÉ KODURA

• 2005 bis 2008 Ausbildung als Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuk bei PET Verpackungen GmbH Großbreitenbach
• als Maschineneinrichter und in der Produktionsplanung tätig
• momentan Weiterbildung zum Industriemeister
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