Work-Life-Balance im Alltag: 10 Tipps für Ihre tägliche Ausgeglichenheit

Wo es um Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit geht, dort geht es früher oder später unweigerlich auch um die Work-Life-Balance. Der Begriff beschreibt das Verhältnis zwischen Privat- und Arbeitsleben. Steht beides miteinander in Einklang? Diese Frage kann einerseits der Arbeitgeber stellen, wenn er zum Beispiel Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder seiner Mitarbeiter oder unternehmensinterne Angebote für sportliche Betätigung bieten will. Andererseits hängt die Work-Life-Balance auch stark davon ab, inwieweit der Arbeitnehmer seinen Alltag gestaltet, wie er mit Stress umgeht und seine persönliche Ausgeglichenheit fördert und erhält.

Balance-Akt auf fließenden Grenzen

Wie sollen wir aber Balance halten zwischen zwei Seiten, deren Grenze zueinander zunehmend verschwimmt? In Zeiten von Smartphones und Tablets sind wir ständig erreichbar, berufliche E-Mails landen immer häufiger auch auf privaten Handys. Diese ständige Erreichbarkeit hat zur Folge, dass mehr und mehr Menschen ihren Arbeitsalltag mit nach Hause nehmen: Etwa 25 Prozent aller Berufstätigen sind laut einer DGB-Studie auch nach Feierabend oder am Wochenende für den Chef oder die Kollegen erreichbar. Rund 60 Prozent lesen Geschäftsmails auch außerhalb der Arbeitszeiten. Kein Wunder also, dass der Alltag im Spannungsfeld zwischen Beruf und Freizeit manchmal in Stress ausartet.
So verabschieden Sie sich von Stress am Schreibtisch
Die gute Nachricht: Mit kleinen Tricks können Sie in Ihrem Alltag Stress abbauen und insgesamt ausgeglichener werden. Den Anti-Stress-Hebel können sie nämlich sowohl in Ihrer Freizeit als auch am Schreibtisch ansetzen! Schon kleine Veränderungen in Ihrem Arbeitsalltag verringern den Stresspegel unter Umständen erheblich.

1. Die Erleuchtung: Ihr Körper reagiert auf die Lichtverhältnisse um Sie herum. Wenn Sie im Büro also wenig Tageslicht bekommen, kann das zu Müdigkeit führen. Die Ursache sind Hormone: Sonnenlicht regt die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin an, das sich auf die Stimmung und die Leistungsbereitschaft des Körpers auswirkt. Melatonin hingegen wird hauptsächlich nachts bzw. im Dunkeln ausgeschüttet und fördert den Schlaf. Tageslicht oder helle, indirekte Beleuchtung Ihres Arbeitsplatzes hält Sie also nicht nur wach und unterstützt Ihre Konzentration, sondern macht Sie auch noch glücklich.

2. Die Pause: Manchmal ist die Konzentration ein zartes Pflänzchen, das schon bei schwachem Wind leidet. Wenn Sie merken, dass Ihre Aufmerksamkeit nachlässt, wenden Sie sich einer anderen Aufgabe zu oder legen Sie eine kurze Pause ein. Ein Blick aus dem Fenster, am besten in die Ferne kann wahre Wunder wirken und neue Perspektiven eröffnen. Auch ein bisschen Bewegung durchs Büro tut gut – und wenn es nur zum Kollegen am anderen Ende des Flurs ist. Verschiedene Apps oder Programme helfen Ihnen, damit Sie regelmäßige Pausen nicht aus den Augen verlieren.

3. Die Bewegung: Eine wahre Wunderwaffe für Ihre Ausgeglichenheit ist ein Spaziergang, zum Beispiel zum Abschluss Ihrer Mittagspause. Die Bewegung in Verbindung mit frischer Luft und Tageslicht lädt Ihre Energiereserven wieder auf, erfrischt Körper und Geist und bereitet Sie auf neue Herausforderungen am Nachmittag vor.

4. Der Energie-Kick: Kaffee ist zwar das Lieblingsgetränk in Deutschland und in jedem Büro eine schiere Notwendigkeit, denn das Koffein macht ein paar Minuten lang hellwach. Aber das Energietief danach fällt oftmals umso gravierender aus. Versuchen Sie es stattdessen mit dem vielzitierten Powernapping. Schon 20 Minuten reichen aus, um den Körper zu erfrischen und zu beleben. Ein Mützchen Schlaf hilft Ihnen besser und dauerhafter auf die Sprünge als eine weitere Tasse Kaffee!

5. After Work: Behandeln Sie Ihren Feierabend nicht wie einen bloßen Ortswechsel, sondern lassen Sie alle Aufgaben und die Arbeit auf Ihrem Schreibtisch zurück. Damit das gelingt und Sie den Kopf frei bekommen, empfiehlt sich auch hier ein bisschen Zeit an der frischen Luft. Atmen Sie tief durch, gehen Sie joggen und machen Sie sich bewusst, dass Sie jetzt wirklich (Frei-)Zeit für sich haben!
Seien Sie in der Freizeit die Ruhe selbst
Für Ihre innere Balance können Sie bereits zu Hause etwas tun. Denn je entspannter Sie im Privatleben sind, desto ausgeglichener agieren Sie auch beruflich.

6. Der Start: Sind Sie ein Morgenmuffel? Dann überlisten Sie Ihren inneren Schweinehund und raffen Sie sich zum Frühsport auf. Auch wenn es hart scheint: Die morgendliche Bewegung regt Ihren Kreislauf an, holt Ihren Körper aus dem Ruhezustand und macht ihn fit für den Tag. Der sportliche Hallo-wach-Effekt kommt auch Ihrem Geist zugute, denn er kann die Konzentrationsfähigkeit und geistige Leistungsbereitschaft steigern.

7. Die Grundlage: Wir wissen es alle – das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Aber warum eigentlich? Ein ausgewogenes Frühstück kurbelt den Stoffwechsel an und liefert dem Körper Kraft und Energie für den Tag. Zudem beugt ein Frühstück Heißhungerattacken vor, sodass Sie sich ohne Magenknurren auf Ihre täglichen Aufgaben konzentrieren können.

8. Der Ausgleich: Ein Gegengewicht zum Arbeitsalltag ist wichtig für Körper, Geist und Seele. Wer in seiner Freizeit Beschäftigungen nachgeht, die Spaß machen, bekommt nicht nur den Kopf frei, sondern hat auch etwas, auf das er sich regelmäßig freuen kann. Neue Hobbys bieten Ihnen Gelegenheit, Leute kennenzulernen, neue Erfahrungen zu sammeln und sich nicht zuletzt für den Alltag zu motivieren.

9. Der Spaß: Es mag sich banal anhören, aber Spaß ist ein wichtiger Faktor für die innere Balance! Regelmäßig Freunde zu treffen, gemeinsam Sport zu treiben oder ins Kino zu gehen ist Balsam für gestresste Seelen. Großes Plus: Wenn Sie Spaß mit Ihren Freunden haben, dann lachen Sie vermutlich viel. Und beim Lachen reduziert Ihr Gehirn die Ausschüttung von Stresshormonen und fördert die Produktion von Serotonin, dem „Glückshormon“.

10. Wellness: Wenn der Stresspegel zu hoch gestiegen ist, um ihm mit kleinen Tricks beizukommen, aber die Zeit für einen Strandurlaub fehlt, dann hilft nur noch eins: Kopf und Körper wenigstens für ein paar Stunden Ferien gönnen. Bei einem Besuch im Spa oder einem Wellness-Tag zu Hause können Sie sich entspannen und zur Ruhe kommen. Ein Entspannungsprogramm in regelmäßigen Abständen steigert Ihr persönliches Wohlbefinden und erhöht Ihre Wertschätzung für Ruhe und Freizeit.

Achten Sie auf Ihre innere Ausgewogenheit. Machen Sie sich bewusst, wie Sie mit Stresssituationen in Ihrem Arbeitsalltag umgehen und was Sie tun können, um Ihr Stresslevel selbst zu senken. Zum großen Teil haben Sie Ihre Work-Life-Balance selbst in der Hand! Denn beim Balancieren gilt immer: Es ist alles eine Frage des Gleichgewichts.
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